Tischtennis-Elite kommt zur WM

Die Auslosung für die Vorrunde:   Norbert Dickel bei der Wahl, am Tisch (v.l.): Didier Leroy, ITTF Competition Manager und  Markus Baisch, stellv. WM- Oberschiedsrichter.
  • Die Auslosung für die Vorrunde: Norbert Dickel bei der Wahl, am Tisch (v.l.): Didier Leroy, ITTF Competition Manager und Markus Baisch, stellv. WM- Oberschiedsrichter.
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Schon im 16. Jahrhundert sollen beim "Royal Tennis" Bälle mit der flachen Hand geschlagen worden sein. Heutzutage trifft sich die Elite des Tischtennis in Dortmund.

Die Paarungen der Vorrunde sind jetzt schon gelost. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB)hatte sich dazu zwei prominente Dortmunder Paten geholt: Annegret Richter und Norbert Dickel zogen stilecht nummerierte Pingpong-Bälle. Zum Auftakt der WM , die vom 25. März bis zum 1. April in der Westfalenhalle stattfindet, gibt es Gruppenspiele. Ab dem Achtelfinale und bei den Platzierungsspielen geht es im K.O.-System weiter. Anders als bei den Olympischen Spielen wird der dritte Platz bei den Weltmeisterschaften nicht ausgespielt. Bronzemedaillen erhalten beide unterlegenen Halbfinalisten.
Schon zum dritten Mal läuft die Tischtennis-WM in Dortmund. Bereits 1959 und 1989 trafen sich die Pingpong-Grüßen der Welt hier. Ob es den anderen Teams gelingt, die Dominanz der Chinesen zu überwinden? Immerhin schaffte es China 36 Mal auf das Siegertreppchen, nur zweimal mussten sie Korea (1991) und Singapur (2010) den Titel überlassen. Mindestens fünf chinesische Akteure sind bei Damen und Herren regelmäßig in den Top Ten der Weltrangliste zu finden.
China befindet sich dann auch auf Position eins in der Mannschaftsweltrangliste. Die größten Erfolge: Olympiasieger 2008, 17-facher Weltmeister. Eine Einschätzung zu den chinesischen Frauen von Wu Jiaduo, die für Deutschland spielt: „Die Chinesinnen sind der Topfavorit des Turniers, auch wenn sie ausnahmsweise nicht amtierender Team-Weltmeister sind. Sie kommen gegen alle Spielsysteme gut zurecht. Auch im Doppel haben sie eine Fülle von Variationsmöglichkeiten. Die Chinesinnen sind einfach sehr, sehr stark.“
Bei den kommenden Welttitelkämpfen sind die Aussichten auf eine Medaille für die deutschen Teams vielversprechend. Die deutschen Herren haben sich als zweite Kraft hinter Seriensieger China etabliert, Bei den Olympischen Spielen in Peking und den Weltmeisterschaften 2010 belegte die DTTB-Auswahl jeweils den Silberrang. Jörg Roßkopf, der im Jahr 1989 in der Westfalenhalle im Doppel mit Stefan Fetzner einen historischen Titel errang, ist inzwischen Bundestrainer der Herren.
Für die Liebherr-Team WM hat der Internationale Tischtennis-Verband eine Rekord-Meldezahl bestätigt: 121 Herren-Mannschaften und 94 Damen-Teams sind gemeldet. Damit wird die besherige Bestmarke aus Moskau überschritten. Dort waren 109 Herren- und 81 Damen-Teams am Start. Voraussichtich werden Spieler aus 146 Nationen bei den 51. Titelkämpfen in Dortmund vertreten sein.
Schon bei der letzten WM auf deutschen Boden 2006 in Bremen war die Halle gut besucht: Mehr als 60.000 Zuschauer wurden verzeichnet. Darauf hofft der DTTB auch diesmal: "Das Ruhrgebiet ist tischtennisbegeistert und hat mit den vielen Vereinen und allgemein sportinteressierten Menschen auf engem Raum ein hervorragendes Einzugsgebiet", sagt Präsident Thomas Weikert.
Die Besucher der WM sollen aber nicht nur zuschauen. Ein volles Programm soll für die aktive Beteiligung der Dortmunder sorgen: An allen acht Veranstaltungstagen in den Westfalenhallen können die Fans auch selbst zum Schläger greifen. Sechs Tage davon sind so genannte Aktionstage mit verschiedenen Schwerpunkten. Das geht los mit dem Tag der U18 am Sonntag, 25. März: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre erhalten am Sonntag an der Tageskasse eine kostenfreie Eintrittskarte der Kategorie „Exklusiv“. Eine Vorbestellung ist nicht nötig. Bis 16 Jahre benötigen die jungen Zuschauer eine erwachsene Begleitperson, die sich eine Karte kaufen muss.
Am Montag, 26. März ist der Tag des jungen Engagements.
Mit diesem Aktionstag wollen die Organisatoren junge Menschen dafür gewinnen, sich freiwillig für den Sport zu engagieren. Durch das hautnahe Erleben der Liebherr Team-WM sollen sie stärker motiviert werden. Angesprochen sind junge Engagierte bis 27 Jahre, die zum Beispiel ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) oder ihren „Bundesfreiwilligendienst“ (BfD) im Sport absolvieren. Für sie gibt es von Sonntag bis Dienstag Workshops in der Dortmunder Jugendherberge inklusive Verpflegung und Unterkunft.
Am Dienstag, 27. März werden Schülerinnen und Schüler der Grundschulen aus der Region Dortmund werden an diesem Tag an den Tischtennissport herangeführt. Für Lehrer, Betreuer und Interessierte gibt es eine Informationsveranstaltung. Ähnliches läuft am Mittwoch, 28. März: für die Klassen 5 bis 13. Bei einem Schulausflug in die Westfalenhallen spielen sie Tischtennis in allen Variationen und treffen die Stars.
Um den Milchcup geht es Donnerstag, 29. März beim Tag des Rundlaufs. Am Teamwettkampf nahmen im vergangenen Jahr über 20.000 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen drei bis sechs teil. Im Rahmen der Liebherr Mannschafts-WM wird das Landesfinale mit rund 300 Schülerinnen und Schülern ausgespielt. Am Freitag, 30. März gibt es zum Abschluss Qualifizierungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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