Appell der Polizei und Stadt an die Fans: Dortmunder Geister-Derby BVB gegen Schalke Zuhause schauen
"Torjubel" darf es in Gaststätten nicht geben

Wenn am Samstag der Ball im Signal-Iduna-Park endlich wieder rollt, appellieren BVB, Polizei und Stadt Dortmund an die Fußballfans, das Geisterspiel-Derby zu Hause im kleinen Kreis  im Free- oder Pay-TV zu schauen.
  • Wenn am Samstag der Ball im Signal-Iduna-Park endlich wieder rollt, appellieren BVB, Polizei und Stadt Dortmund an die Fußballfans, das Geisterspiel-Derby zu Hause im kleinen Kreis im Free- oder Pay-TV zu schauen.
  • Foto: Schütze / Archiv
  • hochgeladen von Antje Geiß

Ohne Fans wird am Samstag, 16. Mai, im Dortmunder Signal-Iduna-Park das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und FC Schalke 04 ausgetragen. Polizei und Stadt appellierten heute gemeinsam an alle Fußballfans, daheim im kleinen Kreis das Geisterspiel mit der Familie oder Freunden zu verfolgen. 

„Bleiben Sie zu Hause – so muss das Motto auch und ganz besonders beim Derby lauten", wendet sich Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau an die Fans, "Fußballfans müssen sich und alle anderen schützen und sich nicht in Gruppen zum Derbygucken treffen. Sie dürfen nicht zum Stadion und sollten auch nicht auf die Plätze in der Innenstadt gehen." Es gebe noch immer ein Kontaktverbot. "In Coronazeiten sollte sich die Solidarität der Fußballbegeisterten untereinander und auch zur Mannschaft zeigen, indem sie die Einschränkungen respektieren, besonnen bleiben und dem Virus nicht das Feld überlassen. Sonst können sie oder andere vielleicht nie wieder ein Derby gucken“, hofft Sierau darauf, dass die Fans Samstag besonnen sind und es nicht in Dortmund durch Ansammlungen zu einer zweiten Infektionswelle mit dem Corona-Virus kommt.  

Ansammlungen strikt verboten

Ansammlungen sind strikt verboten, betont der OB. Dieses Verbot wird durch die Behörden kontrolliert und geahndet. Auch in der Gastronomie herrschen starke Einschränkungen. So gibt es Zugangskontrollen, Sitzplatzzuweisungen, kontrollierte Anwesenheitszeiten und auch eine Sitzplatzpflicht.
„Einen Torjubel, wie wir ihn sonst kennen, darf es in der Gaststätte und in den Außenbereichen nicht geben“, so der OB: „Also bleiben wir doch lieber alle im kleinen familiären Umfeld zu Hause und freuen uns dort über ein hoffentlich spannendes Derby! Die ,Null‘ muss stehen - nicht beim Spielergebnis für die Schalker auf dem Platz aber bei den neuen Infektionen.“

"0" soll stehen bleiben

Polizeipräsident Gregor Lange: „Die Fußballfans haben am Samstag die Chance zu beweisen, dass die Entscheidung, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, kein Fehler war. Die Entscheidung ist ein Vertrauensvorschuss, dem Fans und Zuschauer nun gerecht werden müssen. Es gilt für Fans: Unterlassen Sie Fanmärsche oder fußballbezogene Ansammlungen im Stadionumfeld und im gesamten Stadtgebiet."
Die Polizei werde mit starken Kräften im Einsatz sein und habe eine auf maximale Flexibilität ausgerichtete Einsatzplanung erarbeitet. Ziel müsse es sein, nicht nur - wie in vergangenen Derbys - ein mögliches Aufeinandertreffen beider Fangruppierungen zu verhindern. "Sondern wir werden auch konsequent gegen Verstöße vorgehen, die im Zusammenhang mit dem Infektionsschutz stehen“, betont der Polizeipräsident.

BVB: Wir tun alles, für sichere Spiele 

Dr. Christian Hockenjos, (Direktor Organisation, Borussia Dortmund): „Wer über Jahrzehnte hinweg im Profifußball arbeitet, hat zwangsläufig schon eine Menge erlebt. Die aktuelle Situation unterscheidet sich allerdings von allem bislang Dagewesenen. Wir sind inmitten der Corona-Pandemie gefordert, binnen kürzester Zeit eine Vielzahl von Herausforderungen anzunehmen und Aufgabenstellungen zu bewältigen, die in dieser Form bis dato unbekannt waren. Wir beim BVB versuchen alles, um im Rahmen des DFL-Konzeptes sichere Spiele zu organisieren, die den Menschen am Fernseher in schwierigen Zeiten ein wenig Freude bereiten können. Alle Fußballfans bitten wir darum, den Weg zum Stadion sowie öffentliche Menschen-Ansammlungen zu meiden und sich das Derby im kleinen Kreis zu Hause anzuschauen.“

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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