Endlich 50plus: Entscheide Dich - Jetzt!

Eva Ihnenfeldt: Man wird ja nicht jünger. Die Zeit rast immer schneller. Ich wundere mich schon nicht mehr über das nächste Weihnachten - ich wundere mich über jeden neuen Vollmond! Wie, schon wieder? Kann doch nicht sein! Doch, kann sein, und in der Zwischenzeit erahne ich langsam, dass ich sterblich bin.

Kennt Ihr die Geschichte von der Maus, die in einen Topf flüssiger Sahne fiel? Sie paddelte und strampelte so lange, bis die Sahne irgendwann zu Butter wurde - und die Maus konnte über sie hinweglaufen und war gerettet.

Entscheidungen legen Wert auf den richtigen Zeitpunkt. Entscheidet man sich zu früh, fragt man sich vielleicht sein ganzes Leben, ob man sich richtig entschieden hat. Entscheidet man sich zu spät, ist es eben zu spät. Dann ist irgendetwas unwiederbringlich verloren, vernarbt, zerstört.

Doch wie findet man diesen goldenen Zeitpunkt? Was kann man tun, damit Entscheidungen leicht werden wie Butter, über die wir hinweglaufen in die Freiheit?
Strampeln kann man, paddeln und etwas versuchen. Nicht warten, nicht ducken, nicht hoffen, dass es von allein besser wird. Es wird nicht besser, es wird nur schlimmer.

Den richtigen Zeitpunkt zu erkennen ist eigentlich ganz einfach: Wenn plötzlich alles im Inneren "Ja" sagt und hell wird, dann ist es ganz einfach. Dann finden sich Lösungen so wie wenn der Himmel aufreißt. Dann kommt die Sonne. Und man fragt sich, warum man nicht früher auf diesen Ausweg gestoßen ist!

Warum ich das schreibe? Sonntag ist Pfingsten, und mich hat schon als Kind die Geschichte von Pfingsten fasziniert. Diese verängstigten Jünger, die nach der Hinrichtung und dem Entschwinden von Jesus wochenlang führerlos im Dunkeln zusammen kauerten und sich vor der ganzen Welt fürchteten (zu Recht!), trafen plötzlich eine Entscheidung. Alles in ihnen klang nur noch "JA!" und sie hatten keine Angst mehr und alle Zweifel waren verschwunden. Sie öffneten die Türen, traten in die Sonne und waren so klar, dass sie alle Menschen verstanden.

In meinem Leben rasen die Vollmonde an mir vorüber - und je schneller sie rasen, desto weniger Zeit habe ich zu verschwenden. Ich habe vor, jeden Tag und jede Minute auszukosten - und mein Bestes zu geben einer Welt, der ich in tiefer Dankbarkeit verbunden bin. Ich will klar sein und ich will die Menschen verstehen. Ich will bis zu meinem letzten Atemzug dafür arbeiten, die Welt zu verändern. Nicht zum Besseren, nicht zum Schlechteren - sondern einfach nur so, damit die Sahne zu Butter wird.

Autor:

Eva Ihnenfeldt aus Dortmund-City

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