Mensch und Robotor gemeinsam gegen das Feuer

Der Roboter lotet die Lage an der Brandstelle aus.
  • Der Roboter lotet die Lage an der Brandstelle aus.
  • Foto: Schmitz
  • hochgeladen von Alexander Nähle

Die System-Demonstration im Ausbildungszentrum der Feuerwehr Dortmund zeigte den jetzigen Fortschritt des Projekts NIFTi, wie Menschen und mehrere Roboter zusammenarbeiten können, um eine Unfallstelle zu erkunden.

NIFTi - Natural Human-Robot Cooperation in Dynamic Environments - ist ein von der EU im siebten Rahmenprogramm gefördertes integriertes Projekt, welches von dem Forschungsbereich Sprachtechnologie des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) koordiniert wird.
Das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Feuerwehr Dortmund begleitete innerhalb des Erprobungsstadiums im Januar 2011 zahlreiche anwenderorientierte Versuche am Ausbildungszentrum der Feuerwehr. Diese Analyse dient der Feststellung von Funktionalität und Interaktionsmöglichkeiten zwischen Mensch und Maschine.
Wie können Menschen und Roboter intuitiv kooperieren und ein echtes Team bilden? Das Forschungsprojekt NIFTi beschäftigt sich mit der Entwicklung von kognitiven Robotern, die Menschen bei der Erkundung von Unglücksstellen unterstützen können.
Entscheidend für die Herangehensweise von NIFTi ist, dass der Roboter den Faktor Mensch systemweit berücksichtigt.
Dadurch ist der Roboter im Stande, seine menschlichen Teamkollegen, auch wenn sie unter Stress stehen, optimal zu unterstützen. Nur dann, wenn Roboter und Mensch sich über ihr unterschiedliches Lagebewusstsein im Klaren sind, können sie gemeinsam auf komplexe Zusammenhänge reagieren und sich tatsächlich als Teammitglieder unterstützen.
Die Forschung befasst sich schon länger damit, wie autonome Roboter als Teil eines Einsatzteams Verwendung finden können. NIFTi verfolgt den Ansatz, Mensch und Maschine gemeinsam im Team kooperieren zu lassen. Roboter sollen eigenständig handeln, sich frei bewegen und ihre Aufgaben ausführen, aber dabei jederzeit ihre Rolle im Team und die Lage der anderen Teammitglieder im Blick behalten.
NIFTi erforscht Modelle, die sowohl die eigenen Fähigkeiten und das Lagebewusstsein des Roboters als auch den Faktor Mensch umfassen – insbesondere dessen kognitive Belastung durch die Lageerkundung einer Unglücksstelle oder durch andere Arbeitsabläufe. Der Roboter kann die kognitive Belastung des Menschen minimieren und Arbeitsabläufe optimieren, indem er kontinuierlich zwischen eigenständigem und gemeinsamem Handeln abwägt. Eine solche Herangehensweise erleichtert die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter spürbar.
Jedes Jahr werden die so entstandenen und kontinuierlich verbesserten Robotersysteme mit verschiedenen Rettungsorganisationen erprobt. Dazu tun sich Einsatzkräfte und NIFTi-Roboter (Boden und Luft) zusammen, um realitätsnahe Einsätze auf Übungsgeländen nachzustellen, darunter Tunnelunglücke, Lagerhausbrände, Gebäudeeinstürze, und Chemikalienaustritte.
Die Rettungsorganisationen sind am gesamten wissenschaftlich-technischen Prozess beteiligt, von der Spezifikation der Anwendungsfälle über die Bedarfsanalyse bis zum Praxistest.

Autor:

Alexander Nähle aus Schwerte

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