Seinen Körper mögen lernen: Bauchtanz mit der Dortmunderin Shayna

Mit sich und ihrem Körper im Reinen: Melanie Sulk als Shayna.
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  • Mit sich und ihrem Körper im Reinen: Melanie Sulk als Shayna.
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Wer „Bauchtanz“ hört, denkt meist an Sonne, Urlaub und - leider - an Frauen, die sich bei der abendlichen Hotelanimation in billigen Polyesterkleidchen zu leiernder Musik mehr oder weniger lasziv bewegen. „Das ist wirklich schade, dass viele Menschen den Bauchtanz so in Erinnerung behalten“, findet die Dortmunderin Melanie Sulk.

Melanie Sulk ist seit ihrem sechsten Lebensjahr begeisterte Bauchtänzerin. Rund zehn Jahre lang lernte sie die Grundlagen und verschiedenen Ausformungen des Tanzes kennen. Selbst in der Pubertät hielt sie diesem Sport die Treue. „Mir hat der Tanz sogar geholfen, gut durch die Pubertät zu kommen“, erinnert sich Melanie Sulk. Denn der Tanz erfordert eine gute Körperbeherrschung, „dabei lernt man seinen Körper zu schätzen und zu mögen“, weiß Melanie Sulk. Und das ist gerade in der Pubertät keine Selbstverständlichkeit.

Zum orientalischen Tanz kam der Standardtanz

Nach Beendigung der Grundausbildung im orientalischen Tanz begann Melanie Sulk, sich auch mit anderen Tanzstilen zu beschäftigen und machte eine Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin. Standard und Lateinamerikanische Tänze, außerdem Discofox und Salsa wurden ihr Metier.

Doch die Liebe zum Bauchtanz blieb und so unterrichtet Melanie Sulk heute verschiedene Tanzgruppen im orientalischen Tanz in all seinen Facetten. „Neben dem klassischen Bauchtanz gibt es zum Beispiel den orientalischen Tango, den Schleiertanz oder den spanisch-arabischen Tanz“, listet Melanie Sulk eine kleine Auswahl auf.

Jede Stilform erfordert ein eigenes Kostüm, so dass Melanie Sulk inzwischen über einen recht umfangreichen Kostümfundus verfügt. Bis zu 700 Euro zahlt sie dabei für ein professionelles Tanzkostüm, oft als Maßanfertigung von speziellen Designern. „Ich kaufe auch gerne direkt in Istanbul ein, wo mir fertiggeschneiderte Kleider angepasst werden“, so die Tänzerin.

Tanz für Jederfrau

Doch wer mit dem Bauchtanz beginnen möchte, der benötigt keine spezielle Kleidung. „Hauptsache enganliegend, damit ich als Lehrerin die Körperbewegungen gut erkennen kann und gegebenenfalls korrigieren kann“, so Melanie Sulk. Ein passendes Alter, um mit dem Bauchtanz zu beginnen, gibt es übrigens nicht. „Natürlich, wer sich intensiv mit dem Bauchtanz beschäftigen möchte und plant, damit auch aufzutreten, sollte schon so früh wie möglich anfangen. Aber generell gibt es keine Altersbeschränkung. Der Tanz ist allgemein gut für die Koordination und Beweglichkeit - also in jedem Lebensalter gut“, so Melanie Sulk.Es kommt eben auf die Sichtweise an: „Entweder tanze ich für mich - oder ich tanze für die Bühne“, so die Tanzlehrerin.
Berührungsängste müsse niemand haben, findet Melanie Sulk. „Am Anfang ist grundsätzlich jeder zu steif, die Geschmeidigkeit der Bewegungen kommt erst mit dem Training“, so die Tanzlehrerin.

Und wegen vermeintlich überflüssiger oder unvorteilhafter Pfunde brauche sich auch niemand Gedanken zu machen. „Es sind die Bewegungen, die den Tanz ausmachen und nicht die Figur“, macht Melanie Sulk Mut, sich ruhig an diesen Sport heranzutrauen.

Zunehmende Beliebtheit

Der Bauchtanz hat in den letzten Jahren gerade deswegen an Beliebtheit stark gewonnen. Immer mehr Frauen finden den Zugang zu diesem Tanzsport und auch Melanie Sulk erfährt in ihren Kursen immer größeren Zulauf.

Ein weiteres Zeichen für die zunehmende Akzeptanz sind die immer zahlreicher werdenden Meisterschaften, denen sich jetzt auch Melanie Sulk verschrieben hat. Nach dem Besuch mehrerer Festivals hatte sich die Dortmunderin entschlossen, sich bei Meisterschaften mit anderen zu messen. Und das mit Erfolg: Erst im letzten Jahr erreichte sie den Titel der Deutschen Vizemeisterin im Orientalischen Tanz.

Deutsche Meisterschaften

Dabei sind die verschiedenen Wettkämpfe durchaus „Kämpfe“. „ Es werden strenge Maßstäbe angelegt, man muss sich zunächst einmal zum Beispiel mit einem Video bewerben, bevor man überhaupt zugelassen wird“, berichtet Melanie Sulk. In der Vorrunde muss man dann meist zu unbekannter Musik improvisieren, was ohne viel Erfahrung und einem guten Rhythmusgefühl kaum gut zu bewältigen ist. Eine echte Herausforderung, die Melanie Sulk aber meisterhaft bewältigt hat.

Info: www.shayna-bauchtanz.de oder unter Tel. 0176/- 24 71 08 45

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