Neue Dortmund-Bilderschau ist ab Donnerstag in der Galerie im Depot zu sehen
„Blickwechsel - Die Nordstadt(blogger)-Ausstellung“

Das Dortmunder Hafenamt ist das Motiv der Einladung zur Ausstellung - und Titelbild der Nordstadtbloggerseite.
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  • Das Dortmunder Hafenamt ist das Motiv der Einladung zur Ausstellung - und Titelbild der Nordstadtbloggerseite.
  • Foto: Alex Völkel
  • hochgeladen von Alexander Völkel

„Blickwechsel - Die Nordstadt(blogger)-Ausstellung“ lautet der Titel der nächsten Bilderschau im Rahmen von „Das Depot stellt vor“ steht. Die Ausstellung ist vom 6. bis 29. Juni 2019 in der neuen Galerie im Depot (Immermannstraße 29) zu sehen. Damit verbunden ist ein buntes Veranstaltungsprogramm - darunter ein Medien-Stammtisch, einem heimatkundlichen Vortrag und einer sozialpolitischen Veranstaltung.

Große Bandbreite von fotografischen Einblicken in die Nordstadt

„Wir möchten damit ein optisches Schlaglicht auf den Alltag und die Entwicklungen in der Nordstadt werfen und möglichst facettenreich Einblicke in das Leben, Wohnen, Arbeiten und Lernen geben“, betont Organisator Alexander Völkel. „Auf diese Weise möchten die Nordstadtblogger neugierig machen, indem sie verschiedene Seiten des Stadtteils zeigen – im Gegensatz zum häufig zumeist medial erzeugten Bild rund um Rotlicht/Blaulicht.“

Klaus Hartmann, Leopold Achilles, Carmen Körner, Wolf-Dieter Blank und Alexander Völkel zeigen eine große Bandbreite von fotografischen Arbeiten, die in den vergangenen Jahren in der Nordstadt entstanden sind. Es geht den MacherInnen der Ausstellung dabei nicht darum, für die Nordstadt Werbung zu machen, sondern es ein möglichst realistisches und vor allem faires Bild zu zeichnen.

Außerdem gibt es neue Bildpaare mit Ansichten von gestern und heute: Heimatforscher Klaus Winter hat aus seinem umfangreichen Postkartenarchiv Nordstadtansichten von vor rund 100 Jahren ausgesucht, die Alexander Völkel am möglichst identischen Standort nachfotografiert hat und so Veränderungen im Stadtbild aufzeigt. Nach einem Fotokalender bietet die Ausstellung somit weitere Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Nordstadt.

Vernissage am Donnerstag um 19 Uhr

Die Nordstadtblogger berichten im siebten Jahr aus der Dortmunder Nordstadt - und natürlich auch sehr viel über sie. Dabei haben wir viele ungewöhnliche Einblicke fotografisch eingefangen, die im Rahmen der Ausstellungsreihe „Depot stellt vor“ präsentiert werden.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am Donnerstag, 6. Juni 2019, um 19 Uhr statt. Zur Begrüßung sprechen gibt es zwei Inputs: Journalistik-Professorin Dr. Wiebke Möhring (TU Dortmund) wird über die Bedeutung des lokalen Online-Journalismus sprechen - quasi die Außensicht.

Für die Innensicht zum Thema Nordstadt-Berichterstattung werden Ute Ellermann (Freundeskreis Hoeschpark) und Fatma Karacakurtoglu (Train of Hope) sorgen. Sie werfen Schlaglicht darauf, welche Bedeutung negative bzw. faire Berichterstattung für die AkteurInnen und BewohnerInnen des Stadtteils haben.

„Nordstadt-Geschichte(n) live“: Die lebhafte Gastronomie am Steinplatz

Der Ruf des Dortmunder Nordens ist seit Alters her „angekratzt“. Die Weichen hierfür wurden in den frühesten Tagen der Nordstadt gestellt. Neben großen Aufgaben und Problemfeldern - wie Bevölkerungsexplosion aufgrund rasantem industriellen Wachstums und ungeordneter Stadtentwicklung ohne genügende Berücksichtigung der Infrastruktur - standen zahlreiche Nebenschauplätze. Zu diesen gehörte die Gastronomie. Die Beurteilung der zahlreichen Vergnügungseinrichtungen reichte von „verrufen“ bis „Weltsensation“.

Heimatforscher Klaus Winter bietet in seinem Vortrag einen bebilderten Überblick über die Vergnügungseinrichtungen rund um den Steinplatz vor hundert Jahren. Er ist der Autor der beliebten Reihe „ Nordstadt-Geschichte(n)“ und zahlreicher Ausgaben von „Heimat Dortmund“. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Klaus Winter in diesem Jahr mit dem „Engel der Nordstadt“ sowie 2017 mit dem „Buschwindröschen-Preis“ des Freundeskreises Fredenbaumpark ausgezeichnet.

„Media.Break“ - Auswärtsspiel

Die Nordstadtblogger laden seit mehr als drei Jahren jeden dritten Montag im Monat zu einem Medien-Stammtisch in den „Grünen Salon“ auf dem Nordmarkt ein. Im Juni gibt es erstmals ein „Auswärtsspiel“ in der Galerie im Depot bzw. der „Depothek“.

Der „Media.Break“ ist der Stammtisch für Menschen, die „irgendwas mit Medien“ machen — also AutorInnen, JournalistInnen, BloggerInnen, FotografInnen, Social-Media-AktivistInnen, Radio- und TV-MacherInnen. Es gibt keine Vorträge und keine Tagesordnung — dafür aber Austausch, Klönen und Netzwerken.

Da die Nordstadtblogger Veranstalter sind, laden sie im Juni zu einem Auswärtsspiel in die Galerie im Depot ein - zum Ausstellungsbesuch mit anschließendem Klönen in der benachbarten Depothek. Los geht’s um 19 Uhr.

Problemviertel und Chancenraum

Die Nordstadt gehört zu den wohl bekanntesten Stadtteilen des Ruhrgebiets, wenn nicht sogar Deutschlands. Ihr Ruf basiert auf zahlreichen Widersprüchen, wie der besten Grundschule des Landes, hohe Kriminalitätsraten, Zuwanderung armutsbedrohter Menschen aus Südosteuropa oder jubelnde Menschen bei der Ankunft Geflüchteter als Sinnbild der Willkommenskultur 2015.

Die Kontraste erzeugen eine besondere Urbanität, die einen Chancen- als auch einen Problemraum hervorbringen. Im Vortrag geht es um ebendiese Doppelsinnigkeit der Nordstadt, wofür Daten aus verschiedenen Forschungsprojekten zu Migration, Nachbarschaft und Gewalt seit 2013 zusammengetragen werden.

Referent ist Dr. Dr. Sebastian Kurtenbach, ein Kenner der Dortmunder Nordstadt. Er ist aktuell Vertretungsprofessor für Politikwissenschaften/Sozialpolitik, an der Fachhochschule Münster (Schwerpunkt Kommunalpolitik und kommunale Sozialpolitik). Der Vortrag mit anschließender Diskussion findet am Donnerstag, 20. Juni (Fronleichnam), um 17 Uhr in der Ausstellung statt.

Finissage im Rahmen der Extraschicht

Größer geht es wohl nicht: Am Samstag, 29. Juni, laden die Nordstadtblogger zur Finissage der Ausstellung ein. Sie findet im Rahmen der „Extraschicht - der Langen Nacht der Industriekultur“ statt. Die Extraschicht ist ein KulturFestival für die ganze Metropole Ruhr. Der Kulturort Depot in der Nordstadt ist erneut mit von der Partie - und damit auch die Nordstadtblogger mit ihrer Finissage zur „Blickwechsel“-Ausstellung (die Extraschicht kostet Eintritt).

Die Öffnungszeiten und mehr Informationen und Bilder zur Ausstellung gibt es unter www.nordstadtblogger.de/ausstellung

HINTERGRUND: Über Nordstadtblogger

Die Nordstadtblogger wurden von erfahrenen Journalistinnen und Journalisten, die aus der und über die Nordstadt berichten und auch auf gesamtstädtische Themen schauen, gegründet. Ihnen geht es um journalistische Neugier, spannende Themen, interessante Menschen und kritische Berichterstattung.

Die Nordstadt hat viel zu bieten. Und den MacherInnen geht es um Vielfalt in der medialen Einfalt. Deshalb liefern sie Nachrichten für die Nordstadt, Dortmund und darüber hinaus.

Seit der Gründung im März 2013 ist das Team der Ehrenamtlichen deutlich gewachsen. Seit April 2017 haben wir ein eigenes Redaktionsbüro im Kulturort Depot.

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