Dortmunder Ehrenamt in Corona-Zeiten: Freiwilligen-Agentur sucht Engagierte für die Versorgung Bedürftiger
Für Helfer viel zu tun

Über viele Ehrenamtliche, die sich in der Pandemie engagieren, freut sich die Dortmunder Freiwilligen-Agentur. Jetzt werden Helfer gesucht, um Lunchpakete zu packen und Bedürfte zu versorgen.
  • Über viele Ehrenamtliche, die sich in der Pandemie engagieren, freut sich die Dortmunder Freiwilligen-Agentur. Jetzt werden Helfer gesucht, um Lunchpakete zu packen und Bedürfte zu versorgen.
  • Foto: Freiwilligen-Agentur
  • hochgeladen von Antje Geiß

Viele Dortmunder wollen in der Corona-Krise helfen und es gibt viel zu tun. Wer gerade Unterstützung braucht und wie wichtig soziale Organisationen und funktionierende Nachbarschaften in der Pandemie sind, darüber informiert die Freiwilligen-Agentur. 

Im März und April haben viele Dortmunder ihre Hilfe angeboten, unterschiedliche Projekte wurden ins Leben gerufen und Nachbarschaften haben sich als Initiativen zusammen getan um zu helfen. Es wurden Gabenzäune eingerichtet, nachbarschaftliche Einkaufshilfen initiiert, Masken wurden zuhause genäht und an Bedürftige verteilt, Telefonpatenschaften übernommen, Briefe an Seniorenheime geschickt um den Alltag im Shut down etwas bunter zu gestalten.

Nachbarn halfen Älteren

Auch Sponsoren haben sich an der Hilfe beteiligt. Das sind einige der einfallsreichen Projekte die seit dem Frühjahr entstanden sind. Besonders beindruckend war, dass gerade ältere Menschen in ihrem Quartier direkt unbürokratische Hilfen aus der eigenen Nachbarschaft erhielten.  
Auf der anderen Seite, konnte traditionelles Ehrenamt in dieser Zeit oftmals nicht stattfinden, viele Ehrenamtliche mussten eine Pause einlegen, andere haben sich aber auch in den neuentstandenen Projekten eingebracht. An Hilfsbereitschaft mangelt es Dortmund nicht.

FreiwilligenAgentur vermittelt

Die Arbeit der FreiwilligenAgentur hat sich ebenfalls in dieser Zeit verändert: Eine Telefonhotline wurde eingerichtet, Nachbarschaftshilfen unterstützt, Einkaufshilfen organisiert und Fördergelder für ehrenamtliche Projekte wurden zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit den Seniorenbüros und den Integrationsnetzwerk gab es Unterstützungshilfen in den jeweiligen Quartieren.
Aktuell  werden Einkaufshilfen für Menschen in Quarantäne regelmäßig angefragt:  Wer sich in diesem Aufgabenbereich sich engagieren will kann sich kurzfristig bei der FreiwilligenAgentur melden.

Kalte Jahreszeit beginnt

Seit März sind vor allem die wohnungslosen Menschen von der Pandemie betroffen und mit der kalten Jahreszeit spitzt sich die Situation für diese Menschen weiter zu. Von Anfang November bis Ende März versorgen bodo, die Kana Suppenküche, der Dortmunder Wärmebus (Katholische Stadtkirche Dortmund, Malteser Hilfsdienst und St. Johannes-Gesellschaft) und das Gast-Haus wohnungslose Menschen mit Frühstück und einer warmen Mahlzeit. In einem Zelt werden morgens und nachmittags Mahlzeiten ausgeben und Heißgetränke ausgeschenkt.

Viele Gäste erwartet: Wer hilft mit?

Es werden täglich eine dreistellige Zahl an Gästen erwartet, so dass viele ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für diese Aufgabe benötigt und aktuell gesucht werden. Zu den Aufgaben gehören die Vorbereitung der Lunchpakete und die Ausgabe der Mahlzeiten und Getränken, um den Gästen einen Aufenthalt in freundlicher Atmosphäre, im Warmen und Trockenen zu ermöglichen.
Zweimal täglich (8 bis 11 Uhr sowie 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr) wird Unterstützung benötigt, nähere Informationen unter:

FreiwilligenAgentur Dortmund
Tel. 0231/ 50 10 600 oder
info@freiwilligenagenturdortmund.de
https://www.facebook.com/freiwilligenagenturdortmund

Autor:

M Hengesbach aus Dortmund-City

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