Inhaftierte und Mitarbeitende der JVA Dortmund spenden für Wohnungslosenhilfe
Justizvollzugsanstalt übergibt Schlafsäcke

Gefängnis-Pfarrerin Barbara Pense (v.li.), JVA-Sozialdienst-Leiter Christian Schreier und JVA-Leiter Ralf Bothge bei der Übergabe der Schlafsäcke an Thomas Bohne, Leiter der ambulanten Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Dortmund.
  • Gefängnis-Pfarrerin Barbara Pense (v.li.), JVA-Sozialdienst-Leiter Christian Schreier und JVA-Leiter Ralf Bothge bei der Übergabe der Schlafsäcke an Thomas Bohne, Leiter der ambulanten Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Dortmund.
  • Foto: Diakonie
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54 Schlafsäcke im Wert von 1.707 Euro haben Inhaftierte und Mitarbeitende der Justizvollzugsanstalt Dortmund in diesen Tagen an die Wohnungslosenhilfe der Diakonie übergeben. Die späte Kältewelle in Dortmund hatte die JVA und ihre derzeit 320 Insassen bewogen, wohnungslosen Menschen zu helfen.

„Einige der hier untergebrachten Männer haben schließlich ebenfalls einen Lebensabschnitt auf der Straße verbracht und wissen um die Gefahr und die Nöte der Menschen ohne Wohnung“, berichtete Anstaltsleiter Ralf Bothge bei der Übergabe an die Diakonie. Deshalb wurde auf Initiative von Sozialdienst-Leiter Christian Schreier und Gefängnis-Seelsorgerin Barbara Pense innerhalb der JVA ein Spendenaufruf gestartet.

Großer Zuspruch

„Uns hat eine Welle der Hilfsbereitschaft erreicht. Natürlich verfügen Inhaftierte nicht über viel Geld, aber viele haben sich innerhalb ihrer Möglichkeiten beteiligt. Wir hatten 50 Cent pro Spender vorgeschlagen, am Ende betrug die höchste Einzelspende 80 Euro“, so Pfarrerin Barbara Pense. An der Spendenaktion haben sich auch zahlreiche der 200 Bedienstete der JVA beteiligt. 1.707 Euro sind so zusammengekommen, wofür die JVA 44 Schlafsäcke gekauft hat, zehn weitere gab es von der Hammer-Schlafsackfabrik kostenlos oben drauf. Barbara Pense: „An fast jeder Haftraumtür sind wir auf großen Zuspruch gestoßen, die große Anteilnahme hat uns sehr berührt. Mit der Spende kommt nicht nur die Hilfsbereitschaft aus der JVA zum Ausdruck, sondern auch das kritische Bewusstsein, dass Wohnungslosigkeit gemeinsame Lösungen in der Gesellschaft braucht.“

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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