Abitur
Die Spezialistin rund um die Abifeier

Regina Kreutner (Mitte) zeigt mit zwei ihrer Mitarbeiter, was die abigrafen.de alles so auf die Beine stellen können: Vom Shirt für den letzten Schultag über die Abi-Zeitung bis zum Doktorhut.
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  • Regina Kreutner (Mitte) zeigt mit zwei ihrer Mitarbeiter, was die abigrafen.de alles so auf die Beine stellen können: Vom Shirt für den letzten Schultag über die Abi-Zeitung bis zum Doktorhut.
  • Foto: Schwalbert
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Die Abifeier – das ist längst mehr als eine schlichte Party in der Schul-Aula. Vom Abendkleid über das Abschlussmotto bis hin zur Abi-Zeitung oder Doktorhut: Die Kosten für einen standesgemäßen Abschluss gehen da schnell in die Tausende. Für ein durchschnittliches T-Shirt mit Motiv zum Schulabschluss werden rund 5 Euro pro Nase fällig, auch eine Abi-Zeitung mit Fotos und Texten über die Schüler kostet in etwa so viel.

Abiturienten sind mit der Organisation schnell überfordert, schließlich müssen sie ja auch noch für Klausuren und Prüfungen lernen. Meistens sind es die Mädchen in der Oberstufe, an denen die Arbeit hängen bleibt. Die Grafikerin Regina Kreutner hat diese Marktlücke erkannt. „Ich bin schon seit zwölf Jahren selbständige Grafik-Designerin“, erzählt sie. „Immer wieder gab es Anfragen von Schülern für Abi-Zeitungen, mit steigender Tendenz“.

Das brachte sie auf die Idee, ein speziell für die Zielgruppe zugeschnittenes Angebot, abigrafen.de GmbH, auf den Weg zu bringen. Zunächst entwickelte die Designerin eine Webseite, ohne groß den Anspruch zu haben, dass das sofort zündet. „Beim Start-2-Grow-Wettbewerb der Wirtschaftsförderung  habe ich mit dem Businesskonzept den vierten Platz geholt“, erklärt sie. Mittlerweile ist das Geschäft mit dem Abi-Zubehör so stark gewachsen, dass sie 2016 ‚ausgründen‘ konnte. Die Entwicklung von Abi-Zeitungen, T-Shirts, Eintrittskarten und Flyern zum Abiball ist nun ihr zweites Standbein.

„Da ich nicht vom Erfolg der Geschäftsidee abhängig war, konnte ich das gründlich vorbereiten, es langsam und organisch wachsen lassen. Ich habe immer nur investiert, wenn ich Geld dafür übrig hatte. Jetzt trägt sich das Ganze selbst.“

„Schüler, die etwas für ihre Abifeier drucken lassen wollen, sind eine Zielgruppe, die von Druckereien und Designern eher wenig Aufmerksamkeit und Betreuung bekommen“, so die Erfahrung von Regina Kreutner. „Das läuft bei uns anders. Auf der Webseite gibt es unzählige Infos, Tipps und Tricks zur Gestaltung des Abiballs, und es gibt Infos zur Finanzierung.“

Die Angebote auf der Webseite sind nach dem Baukastenprinzip aufgebaut, man kann vom reinen Druck bis zur kompletten Gestaltung alles bekommen, was gewünscht wird und das Budget zulässt. „Die Schüler genießen es, dass sie bei uns anrufen können, wenn sie Fragen haben. Bei einer Online-Druckerei geht das nicht.“

Das abigrafen.de-Team betreut mittlerweile deutschlandweit Unis und Schulen. Mittlerweile hat die Firma eine große Kartei von Werbesponsoren und Organisationen, die zum Beispiel in den Abi-Zeitungen inserieren und damit die Druckkosten senken. „Das ist für die Abiturienten natürlich einfacher, als selber Sponsoren oder Werbepartner zu suchen.“ Im letzten Jahr konnte Kreutner so zwei Abi-Zeitungen verschenken. „Ziel ist es, so viele Anzeigen zusammenzubekommen, dass wir hundert Zeitungen pro Jahr verschenken können.“

Die Tendenz für die Zukunft ist klar: „Die Abibälle werden größer, aus den USA schwappt gerade der Trend, zum Abschluss einen Doktorhut zu tragen, zu uns rüber. Die Ansprüche steigen ständig, auch die Abschlussfeiern am Ende des zehnten Schuljahres werden aufwändiger. Die Schüler sind bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Um das einzunehmen, werden öfter Vorfinanzierungs-Partys gemacht.“

Für die Zukunft hat Regina Kreutner noch verschiedenste Pläne im Kopf, um den Abiturienten das Leben leichter zu machen. Nur die Garderobe für den Abiball und die Abschlussfeier – die muss man sich nach wie vor selber kaufen...

Regina Kreutner (Mitte) zeigt mit zwei ihrer Mitarbeiter, was die abigrafen.de alles so auf die Beine stellen können: Vom Shirt für den letzten Schultag über die Abi-Zeitung bis zum Doktorhut.
Die Arbeit rund um das Abitur ist für Regina Kreutner zum zweiten Standbein geworden.

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