Kreatives Paar eröffnet mitten in der Pandemie nostalgisches Café "Mirelda & Herr Bratskartoffel"
Mut, den Traum zu leben

In Corona-Zeiten ein kleines Kreativ-Café im Kreuzviertel zu eröffnen, mögen viele für verrückt halten. Und auch der Name "Mirelda & Herr Bratskartoffel" ist nicht alltäglich. Denn dieser kleine nostalgische Ort an der Schillingstraße 30 heißt wie das Kinderbuch des Paares, welches jetzt auch, trotz Pandemie, Cafébesitzer ist.
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  • In Corona-Zeiten ein kleines Kreativ-Café im Kreuzviertel zu eröffnen, mögen viele für verrückt halten. Und auch der Name "Mirelda & Herr Bratskartoffel" ist nicht alltäglich. Denn dieser kleine nostalgische Ort an der Schillingstraße 30 heißt wie das Kinderbuch des Paares, welches jetzt auch, trotz Pandemie, Cafébesitzer ist.
  • Foto: Schmitz
  • hochgeladen von Antje Geiß

Dieser Ort mitten im Kreuzviertel ist anders. Natürlich fällt sofort das große rote Sofa ins Auge, aber auch Farben und Stifte in alten Zigarrenschachteln, Blöcke, Papier, Perlen und Tücher. Pinsel in Pötten, bunte Glassteine in Schubladen. Zu Dosen voll bunter Knöpfe und flauschigem Filz in Laden gibt's hier einen Muffin mit dicken Blaubeeren und Schokoladensoße.
Schon seit Jahren hatte das Gründer-Paar Apolline und Axel Johr die Idee ein Kreativcafé zu eröffnen, so eine Mischung aus Kreativwerkstatt und Café. Und dann haben sie all ihre Leidenschaft und Ressourcen zusammengefügt, um einen neuen, aber nostalgischen Ort zu schaffen. Doch dann kam das Coronavirus.

"Alles kam anders als gedacht"

"Es kam alles anders als gedacht", erzählt Apolline Johr-Schlünder von der Mitte März geplanten Eröffnung. An der Schilligstraße 30 hat sie mit ihrem Mann, vielen Ideen und Herzblut ihren gemeinsamen Traum gesteckt. Wegen des Corona-Lockdowns musste der Traum vom Kreativcafé "Mirelda & Herr Bratskartoffel" warten.
Erst zwei Monate später konnte die Eröffnung gefeiert werden. "In dieser Zeit konnten wir die erforderlichen Hygienemaßnahmen und coronabedingten Veränderungen erarbeiten, Konzepte anpassen und unser Kinderbuch "Mirelda & Herr Bratskartoffel - eine murmelige Freundschaft" zu Ende bringen und veröffentlichen", hatte das Dortmunder Paar trotzdem alle Hände voll zu tun.

Hilfreich für Gründer: 

  •  "Die Gründungsvorbereitungen dauerten mehr als ein Jahr", erzählt Apolline Johr-Schlünder. "Hier hat uns die Teilnahme bei der Wirtschaftsförderung mit dem 5 Euro Startup Ideenwettbewerb und die Beratung der IHK sehr geholfen", ist sie dankbar.
  •  Denn es werde einem als Gründer ohnehin nicht leicht gemacht, durch den Behördendschungel durchzublicken.
  •  Und dann kam noch Corona: "Die aktuellen, neben den schon bestehenden Auflagen umzusetzen ist schon eine Herausforderung, da unsere eigentliches Tätigkeitsfeld in den Hintergrund rückt", berichtet sie. 

Auf Nummer sicher gehen

"Es ist deutlich spürbar, dass die Menschen noch sehr verhalten sind", merken die jungen Cafébetreiber. Aber das Interesse sei da, "es spricht sich herum, dass es uns gibt und es läuft von Tag zu Tag langsam besser", freut sich Apolline Johr-Schlünder. Trotzdem gehen beide auf Nummer sicher: "Wir sind zusätzlich noch berufstätig, was für uns in dieser so unsicheren Lebenssituation ein wenig mehr Sicherheit bedeutet", berichten die jungen Eltern.

Kreativ-Kurse und Workshops

Nach den ersten Monaten bieten sie mittlerweile angeleitete Kreativkurse an, richten Geburtstagsfeiern im kleinen Rahmen aus und freuen sich jeden Tag aufs Neue, es gewagt zu haben: "In unserem eigenen kleinen Kreativcafé kleine und große Gäste willkommen heißen zu dürfen", meint Apolline Johr-Schlünders lachend.
Sie ist studierte Sozialpädagogin, Theaterpädagogin und hat eine Grundausbildung zur Kreativtherapeutin. Ihr Mann Axel ist gelernter Koch, Erzieher und ausgebildeter Clown.
Daher können Besucher bei "Mirelda & Herr Bratskartoffel" nicht nur frühstücken, Mittag- und Kuchen essen, sondern in offenen Kreativangeboten dabei auch ein Werkstück mit einer reichhaltigen Auswahl an Materialien gestalten.

Listen und Hygienepläne führen 

Auch bei "Mirelda & Herr Bratskartoffel" sind zum Schutz vor der Pandemie die Tische reduziert, es muss sehr viel desinfiziert werden. Konzepte wurden verändert. Die Kreativcafé-Macher servieren nicht nur Süßspeisen, gesunde, vegetarische Leckereien, Kuchen und Getränke, sie führen auch Listen und Hygienepläne und tragen ständig eine Maske. "All dies nimmt leider viel Raum ein, ist aber nötig," sind sich Apolline und Axel einig, "und schützt uns hoffentlich vor einer weiteren Krankheitswelle."

Ein Ort für Wundertüten

Da die kreativen Gründer viel Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Eltern haben und sich auch in der Kunstvermittlung sowie Erziehungs- und Bildungsarbeit zu Hause fühlen, gibt's ein angeleitetes Kursprogramm. Workshops zu Kreativität, Kochen sowie Theaterarbeit können besucht werden und die Kinderbuchautoren haben einen Ort geschaffen, an dem es auch Wundertüten gibt - für Kinder und Erwachsene.

In Corona-Zeiten ein kleines Kreativ-Café im Kreuzviertel zu eröffnen, mögen viele für verrückt halten. Und auch der Name "Mirelda & Herr Bratskartoffel" ist nicht alltäglich. Denn dieser kleine nostalgische Ort an der Schillingstraße 30 heißt wie das Kinderbuch des Paares, welches jetzt auch, trotz Pandemie, Cafébesitzer ist.
chon seit Jahren hatte das Gründer-Paar Apolline und Axel Johr die Idee ein Kreativcafé zu eröffnen, so eine Mischung aus Kreativwerkstatt und Café. Ein Jahr lang haben sie mit viel Leidenschaft die Eröffnung von "Mirelda & Herr Bratsapfel" vorbereitet. Und trotz Corona-Pandemie haben sie es geschafft, ihren Traum zu verwirklichen.
Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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