Wirtschaftspreis: Geehrt wurde in diesem Jahr die Firma MAGSYS

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Bei der Verleihung des Dortmunder Wirtschaftspreises (v.l.).: Uwe Samulewicz. von der Sparkasse Dortmund, Hartmut Pagel., Michael Kopka, Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Thomas Westphal von der Wirtschaftsförderung. (Foto: Schmitz)

„Ein stiller Star, der auf Augenhöhe mit den Branchenriesen Geschäfte macht!“ So beschreibt Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund, die MAGSYS Magnet Systeme GmbH.

Der Hersteller von Magnetisieranlagen, zugehörigen Magnetisiervorrichtungen und magnetischen Messinstrumenten exportiert seine Produkte in die ganze Welt. In Dortmund allerdings ist das Unternehmen weitgehend unbekannt. Das wird sich jetzt ändern – jetzt erhielt das Unternehmen den Dortmunder Wirtschaftspreis.

Die Wirtschaftsförderung vergab die von der Sparkasse Dortmund gestiftete Trophäe im „VIEW“ im Dortmunder U bereits zum neunten Mal. „MAGSYS ist ein mittelständisches Dortmunder Unternehmen mit riesigem Know-how, das global denkt und handelt. Ein Paradebeispiel dafür, dass unser Standort weltweit einen guten Ruf für Qualität und Innovation genießt. Diese Leistung prämieren wir mit dem Wirtschaftspreis“, sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

Ein beachtliches Ansehen in ihrer Branche genießt bereits Katharina Metzger. Die Geschäftsführerin der Metzger Holding GmbH & Co. KG setzte sich in der Männerdomäne Baustoffhandel durch und führt den expandierenden Familienbetrieb mit 280 Mitarbeitern an zwölf Standorten souverän. Die Stadt verleiht Metzger hierfür den Unternehmerinnenpreis 2013, der an diesem Abend Premiere feierte. Das Geschäft hat Metzger von der Pike auf gelernt. Zu ihren Kunden zählt unter anderem die Elbphilharmonie in Hamburg. „Ich glaube, in einer Männerbranche zu bestehen mit guten Fachkenntnissen und breitem Kreuz ist durchaus möglich und auch nicht schwierig“, sagt die Preisträgerin selbstbewusst.

„Mit dem Dortmunder Unternehmerinnenpreis würdigen wir mutige und selbständige Frauen, die geschäftlich erfolgreich sind, innovative Produkt- oder Dienstleistungsideen entwickeln, Arbeitsplätze schaffen oder ressourcenschonende Verfahrenweisen nutzen“, erläutert Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Wir prämieren dabei insbesondere die Persönlichkeit der Unternehmerinnen – ihren Durchsetzungswillen sowie den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und Ziele.“
Insgesamt wurden 148 Firmen für den Wirtschaftspreis und 41 Frauen für den Unternehmerinnenpreis nominiert.

Neben den beiden Gewinnern wurden bei der Veranstaltung auch die jeweiligen Finalisten geehrt.

Marielis Langehenke besitzt inzwischen zwei Filialen ihrer exklusiven Schokoladenmanufaktur „Pott au Chocolat“ in Dortmund. Längst hat es sich über die Stadtgrenzen hinaus bis nach Süddeutschland herumgesprochen, dass Kenner dort sehr ungewöhnliche Schokoladenkreationen bekommen. So ausgefallen das Angebot, so ungewöhnlich auch der Geschmack: „Meine Lieblingsschokoladensorte ist die schwarze Olive. Ich finde, Olive und Schokolade passen einfach wunderbar zusammen“, schmunzelt Marielis Langehenke.

Daneben stand Susanne Schamp, Mitinhaberin des Architekturbüros Schamp und Schmalöer, in der engeren Wahl zum Unternehmerinnenpreis. Mit ihren Ideen und Konzepten trägt die Architektin zur baulichen Stadtentwicklung und zum neuen Lebensgefühl in Dortmund maßgeblich bei. Gemeinsam mit ihrem Partner Richard Schmalöer plante sie unter anderem den Bürokomplex Riva 1 am Phoenixsee, der mit seinen Cafés und Restaurants ein beliebter Treffpunkt geworden ist. Ihr Motto: „Einfach machen“, sagt die Architektin - und ohne Angst, sich nicht in der Männerwelt behaupten zu können.

Im Finale des Wirtschaftspreises standen die Bäckermeister Grobe GmbH & Co. KG sowie die WestCom Media Group. Beide Firmen beeindrucken vor allem durch ihr regionales Bewusstsein.

Egal ob Vollkornbrot oder Hochzeitstorte – die Zutaten kauft Grobe alle in der näheren Umgebung. Die 1905 gegründete Bäckerei besitzt mittlerweile 45 Filialen in Dortmund und Umgebung. Weitere sind geplant. Damit sichert das Unternehmen Arbeitsplätze in einem wichtigen traditionellen Handwerksberuf. „Unsere Kunden sind unsere Arbeitgeber. So lautet unsere Devise“, verrät Geschäftsführer Jürgen Hinkelmann.

In der schnelllebigen Medienbranche ist die WestCom Media Group der Stadt immer treu geblieben und hat nie mit den Medienstandorten Köln und Düsseldorf geliebäugelt. Das TV-Programm belegt es: Der Betreiber des SAT.1 Landesstudios NRW findet sein Selbstverständnis bei den Menschen im Ruhrgebiet. Dazu Geschäftsführer Peter Pohl: „Die Menschen, mit denen wir hier zu tun haben, sind unverbraucht. Sie sagen oft ihre Meinung, und sie sagen sie auch in so einer originellen Form, dass das fast immer sendbar ist. Da kann sich Köln eine Menge abschneiden.“
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