Café Berta läuft weiter

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Der Betrieb des Café Berta in der Nordstadt geht weiter.

Ursprünglich wäre die Finanzierung zum April ausgelaufen und das Café als niedrigschwellige Aufenthalts- und Beratungseinrichtung für alkoholkonsumierende Personen nun Geschichte. Eine Mehrheit aus Grünen, CDU, FDP/Bürgerliste und Linken hatte aber im Dezember beschlossen, dass das Café auch über den 31. März hinaus weitergeführt werden soll.

Wolfram Frebel, Ratsmitglied der Grünen und Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerdienste: "Eigentlich wäre der Montag der letzte Tag des Cafe Berta gewesen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre wäre das schade gewesen. Denn das Café ist eine kleine, aber feine Erfolgsgeschichte für die Nordstadt und für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Anwohner rund um den Nordmarkt. Es hat in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit anderen Projekten erheblich zur Entspannung der Situation um den Nordmarkt beigetragen. Das wird auch durch die Polizei und das Ordnungsamt bestätigt. Es ist deshalb gut, dass diese Geschichte in den nächsten Jahren weitergeht."

Die Einrichtung des Cafe Berta war vom ehemaligen Ordnungsdezernenten Wilhelm Steitz (Grüne) angeregt worden und von Beginn an hoch umstritten. Die Gegner des Projekts, insbesondere die SPD, hatten keine Gelegenheit ausgelassen, es als „Saufraum" zu diffamieren.

Die Zahl von 13 563 Besuchen innerhalb eines Jahres hatte aber gezeigt, dass das Café von den Betroffenen gut angenommen wird. In diesem Zeitraum konnten 422 Beratungen vorgenommen und 40 Personen in Hilfesysteme vermittelt werden. Laut Sachstandsbericht der Verwaltung hatte sich die vorher vorhandene Beschwerdelage von Anwohner des Nordmarkts durch die Einrichtung des Cafe Berta sowie durch das Projekt "Treffpunkt Nordmarkt" weitgehend aufgelöst. Störungen rund um das Cafe hatte es nicht gegeben, Anwohnerbeschwerden sind nicht bekannt.

Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher der Grünen: "Das Café Berta ist nicht mehr wegzudenken. Täglich wird es durchschnittlich von 100 Menschen besucht. Insbesondere in den kalten Monaten wird es so gut angenommen, dass es an manchen Tagen an die Kapazitätsgrenze kommt. Die Mischung aus Aufenthaltsraum, der Schaffung sozialer Kontakte, der kostenlosen Versorgung durch einen
Arzt des Mobilen Medizinischen Dienstes, der Suche nach einem Platz in der Entgiftung sowie Hilfen beim Finden von Wohnraum, beim Ausfüllen von Anträgen und bei Problemen aller Art ist ein Erfolgsmodell.“
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Carsten Klink aus Dortmund-Ost | 03.05.2014 | 14:31  
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