„Ohne Sicherheit keine Freiheit“

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Industrieklub-Vize-Präsident Dirk Rutenhofer (l.) sowie die Klub-Mitglieder Jürgen Wallinda-Zilla (3.v.l.) und Ansgar Fendel (r.) lauschten dem spannenden Vortrag von Polizeipräsident Gregor Lange (2.v.l.) zum Thema Sicherheit. (Foto: Jan Heinze)

„Wie sicher fühlen Sie sich in Dortmund?“ Mit dieser Frage eröffnete Polizeipräsident Gregor Lange seinen Vortrag im Westfälischen Industrieklub. Wohl wissend, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der meisten Menschen in der heutigen Zeit unter dem Eindruck vieler aktueller nationaler und internationaler Schlagzeilen stark von der objektiven Lage divergiert.


Doch „ohne Sicherheit ist keine Freiheit“, wie er gemäß Wilhelm von Humboldt betonte.Dementsprechend konzentriere sich die Arbeit der Dortmunder Polizei auf Schwerpunkte, die das Sicherheitsgefühl der Menschen besonders beeinträchtigen wie zum Beispiel Straßenkriminalität oder Gewalt im öffentlichen Raum. Insbesondere bündele man die Kräfte in den Bereichen „Nordstadt“, „Wohnungseinbrüche“ sowie „Bus und Bahn“.

Kontrolldruck durch Polizei-Präsenz

Durch eine offene wie verdeckte höhere Präsenz erzeuge die Polizei hier einen erheblichen Kontrolldruck. „Durch unsere Strategie verzeichnen wir kontinuierliche Rückgänge in allen Deliktbereichen. Die Gesamtkriminalität sinkt von Jahr zu Jahr steiler. Sie befindet sich heute auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Dazu können wir mit 57 Prozent die höchste Aufklärungsquote seit 20 Jahren aufweisen“, hob Lange hervor. In der Nordstadt liegt letztere mit 63 Prozent sogar noch über dem Durchschnitt.

Verbessert im Ranking der unsichersten Städte

Diese Zahlen schlagen sich auch statistisch positiv nieder: Im Ranking der unsichersten Städte verbesserte sich Dortmund vom fünften (2015) auf den zwölften Platz (2017). Der studierte Jurist verschwieg allerdings nicht, dass mit „Rauschgiftkriminalität“ und „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ zwei Problemfelder derzeit herausstechen. Hier seien weitere zielführende Eindämmungs-Maßnahmen geplant. Nichtsdestotrotz: „In keiner anderen Metropole an Ruhr und Rhein ist die Zahl der Straftaten in den letzten drei Jahren prozentual so stark zurückgegangen wie in Dortmund. Objektiv herrscht hier eine hohe Sicherheit. Wir packen die Themen an. Das persönliche Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist deutlich gesunken“, beschloss Lange seinen Vortrag und warb für Vertrauen in den demokratischen Rechtsstaat. 
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