Dank des Generals von Scharnhorst erhielt Malerin Bruni Braun Besuch aus den Vereinigten Staaten von Amerika
Eine Begegnung geschenkt

Daheim an der Stresemannstraße in Scharnhorst konnte Bruni Braun (r.) jetzt die US-amerikanische Soldatin Dr. Dianna Ditoro und ihren Sohn Andrew willkommen heißen. Oberstleutnant Ditoro hatte zum General von Scharnhorst recherchiert und war so auf den nach diesem benannten Dortmunder Stadtteil und Stadtbezirk sowie auf Bruni Braun und ihr künstlerisches Werk aufmerksam geworden.
  • Daheim an der Stresemannstraße in Scharnhorst konnte Bruni Braun (r.) jetzt die US-amerikanische Soldatin Dr. Dianna Ditoro und ihren Sohn Andrew willkommen heißen. Oberstleutnant Ditoro hatte zum General von Scharnhorst recherchiert und war so auf den nach diesem benannten Dortmunder Stadtteil und Stadtbezirk sowie auf Bruni Braun und ihr künstlerisches Werk aufmerksam geworden.
  • Foto: Braun
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

"Der General hatte uns zusammengeführt und uns eine Begegnung geschenkt, als seien wir schon seit ewigen Zeiten Freunde", freut sich Bruni Braun, Scharnhorster Künstlerin und langjährige Aktive des Stadtbezirksmarketings, über Besuch aus den Vereinigten Staaten.

Rückblende: Im August 2018 hatte eine E-Mail aus den USA die Malerin und Autorin erreicht: Dr. Dianna Ditoro, Oberstleutnant der US-Marines, besuchte damals die Generalstabsakademie und war mit der Aufgabe betraut worden, über General Gerhard von Scharnhorst einen Essay zu schreiben.
Ihre Recherchen im Internet führten Ditoro auf die Spur des Scharnhorst-Triptychons von Bruni Braun, das im Trauzimmer der Bezirksverwaltungsstelle Scharnhorst hängt. In ihrer Mail bat Ditoro die Scharnhorsterin, ihr über den Hintergrund für dieses Gemälde zu berichten und - wenn möglich - auch über den Menschen Scharnhorst.

Gesagt, getan: Bruni Braun übersetzte für ihre Antwort sogar einen Brief Scharnhorsts aus dem Jahr 1793 an seine Frau. "Weil der seinen Charakter erkennen lässt", so Braun. Darin heißt es: "Ich bin nicht zum Soldaten gemacht; ohne Schwierigkeit ertrage ich die Gefahr, jedoch der Anblick der unschuldigen, jammernden Menschen im Blute neben mir und das Feuer brennender Dörfer, von Menschen angelegt zum Vergnügen, bringen mich in Wut und in eine mir unerträgliche Stimmung."

Das konnte Dr. Ditoro gut verwenden. Schließlich mailte die Amerikanerin voller Freude, ihre Arbeit habe durch Bruni Brauns Unterstützung eine große interessante Aufwertung erfahren, sie sei sehr gut angekommen und dass sie oft an sie in dankbarer Verbundenheit dächte.

Auf US-Militärbasis in Süddeutschland versetzt

Nun fügte es sich, dass Oberstleutnant Ditoro für mindestens zwei Jahre in Deutschland auf der Militärbasis Sindelfingen nahe Stuttgart tätig sein wird. So konnte eine persönliche Begegnung daheim bei Bruni Braun in Scharnhorst verabredet werden.

Nun war es soweit. Dr. Dianna Ditoro kam mit dem Zug aus Köln, denn ihr neunjähriger Sohn Andrew, der sie begleitete, hatte sich einen Besuch des Kölner Schokoladen-Museums gewünscht. Dort kaufte der Junge gleich eine Süßigkeit für Bruni Braun ein.

Klar, auch die Scharnhorsterin hatte etwas vorbereitet: Sie schenkte Dr. Dianna Ditori eine der Scharnhorst-Sonderbriefmarken in limitierter Auflage und Söhnchen Andrew einen Sticker mit dem Kopf des Generals Scharnhorst, wie er auf der linken Seite des Braun-Gemäldes zu sehen ist.

Dr. Ditoro sagte, dass jener Bildteil des Scharnhorst-Triptychons sie besonders berühre, in dem der General zu Pferd als transparenter Reiter von seiner Grabstätte aus davonreite, symbolisierend, dass sein Werk sich auch nach seinem Tod weiter verbreite. Das erinnere sie an ihren verstorbenen Mann, der als hoher Offizier mit seinen Untergebenen ebenso vorbildlich umgegangen sei wie General Scharnhorst. Ihr Mann sei im Irak und in Afghanistan gewesen und schließlich bei einem Hubschrauberabsturz tödlich verunglückt. Als junge Witwe mit einem zweijährigen Kind dazustehen, dass sei die schwerste Zeit ihres Lebens gewesen.

Ihr Sohn Andrew interessierte sich derweil für Bruni Brauns buntes „Scharnhorn“, für jenes Dortmund-Nashorn, das für den Stadtbezirk steht und auf seinem Rücken ein Nest mit sieben kleinen Nashörnern trägt. "Für jeden Ortsteil eines, wie ich auf seine Fragen hin erklärte", so Braun.
Am Abend fuhr man noch zum gemeinsamen Essen. Gesprächsstoff gab's reichlich.

Und Bruni Braun ergänzt: "Als wir uns später am Bahnhof verabschiedeten, war es klar, dass es ein Wiedersehen geben wird."

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.