Evinger Heisenberg-Gymnasium und diverse Partner bieten erstmals "Bildungssommer" für 80 Kinder in dieser letzten ganzen Ferienwoche an
Programm mit Mehrwert für alle Beteiligten

Beim Auftakt des "Bildungssommer" am HeiG am heutigen Montag vergnügten sich die Kinder unter anderem beim Fußball-Darts. Vertreter*innen der Schulleitung und der anderen Beteiligten und Sponsoren erläuterten das Projekt, das in Eving eine Premiere feiert.
  • Beim Auftakt des "Bildungssommer" am HeiG am heutigen Montag vergnügten sich die Kinder unter anderem beim Fußball-Darts. Vertreter*innen der Schulleitung und der anderen Beteiligten und Sponsoren erläuterten das Projekt, das in Eving eine Premiere feiert.
  • Foto: Stadt DO
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Premiere an der Preußischen Straße: Erstmals gibt jetzt es in der letzten ganzen Ferienwoche vom 3. bis 7. August den "Bildungssommer" am Heisenberg-Gymnasium (HeiG) in Eving. Ein Programm mit Mehrwert für alle Beteiligten.

Eving. Insgesamt 80 Kinder nehmen am Projekt teil, das sich aus einer Mischung aus Sport und Bewegung, Kreativität und Lernen zusammensetzt.

Aufgeteilt sind die Kinder - coronabedingt - in zehn Gruppen von jeweils acht Kindern. Jede Gruppe besteht zur Hälfte aus Kindern, die den Übergang von der Grundschule zum Heisenberg-Gymnasium nach den Sommerferien vor sich haben. Die andere Hälfte sind Kinder, die schon ein Jahr am HeiG absolviert haben und nach den Ferien die Klasse 6 besuchen.

Beim gemeinsamen Lernen, Erleben und Spaß-Haben können die zukünftigen Sechstklässler die zukünftigen Fünftklässler schon einmal mit ihrer neuen Schule bekannt machen. Die Sechstklässler sind jetzt nicht mehr die Kleinsten am HeiG und sie können selbstbewusst ihre Erfahrungen weitergeben. Für die neuen Fünftklässler ist diese Möglichkeit ihre zukünftige Schule kennenzulernen eine große Hilfe.

Zwar hatten sie am Tag der offenen Tür im November 2019 schon die Gelegenheit, das Evinger Gymnasium einmal zu besuchen, aber aufgrund der Corona-Pandemie musste der Informationsabend für die neuen Fünftklässler und ihre Eltern leider ausfallen.

Nun können die Kinder vor Ort schon einmal Berührungsängste abbauen und dann selbstsicher in das neue Schuljahr starten. „Es gefällt mir richtig gut, dass wir so viel Sport machen, und es ist super, dass ich das HeiG schon mal kennenlernen kann, dann bin ich nicht so aufgeregt, wenn die Schule wieder anfängt“, berichtet ein begeisterter Schüler.

Das Bildungssommer-Programm folgt einem regelmäßigen Ablauf. Jeden Tag starten die Kinder in ihren Gruppen mit einem gemeinsamen Frühstück und bereiten sich auf den Tag vor. Vormittags und nachmittags gibt es Module, von denen eines den Fokus auf Sport und Bewegung legt, das andere verschiedene Fächer in den Blick nimmt (Kunst, Musik, Chemie, Mathematik und Sprache). Hier wird kreativ und praktisch gearbeitet und gelernt.

Die Sportmodule werden vom StadtSportBund und seiner Sportjugend organisiert. Die Teamer möchten den Kindern Spiel, Spaß, Bewegung und neue Erfahrungen ermöglichen - so oft es geht auch draußen. „In Zeiten der Corona-Pandemie ist Bewegung für die Kinder oft zu kurz gekommen und daher besonders wichtig“, betont Paul Pyka vom SSB.

Studierende der TU Dortmund organisieren und betreuen die fächerbezogenen Module. Sie verbinden Lernen und Spaß mit praktischem Handeln, zum Beispiel in Form von naturwissenschaftlichen Experimenten oder der Erstellung von künstlerischen Produkten.
„Der Bildungssommer ist für unsere Studierenden eine tolle Gelegenheit, ihre Expertise einzubringen und gleichzeitig über das Studium hinaus wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln“, so Professor Stephan Hußmann von der TU.

„Wir freuen uns als Schule sehr über dieses Angebot in den Schulferien. Die Verbindung von fachlichem Lernen und spielerischen (Bewegungs-)Angeboten knüpft an unsere Tradition an, vielfältig und ganzheitlich die Talente unserer Schüler*innen zu fördern, sei es über die unterschiedlichen Profile der Schule, als Ganztagsgymnasium, MINT-EC-Schule oder seit 2019 als ‚Talentschule NRW‘. Das Vorhaben ist ein weiteres Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen dem Schulträger, der TU Dortmund und unserer Schule. Gerade die Förderung des ‚Übergangs‘ ist ein Talentschulvorhaben und wir arbeiten daran, diesen Übergang weiter zu entwickeln“, so Ulrike Eisenberg, Schulleiterin des Heisenberg-Gymnasiums.

Alle Gruppen werden zusätzlich unterstützt von je zwei Schüler*innen der HeiG-Oberstufe, die als Vorbereitung zwei Tagesschulungen durchlaufen haben und nun die jüngeren Kinder unterstützen können.„Ich freue mich über diese Möglichkeit, mich zu engagieren und den Jüngeren zu zeigen, wie viel hier am Heisenberg-Gymnasium läuft. Und dabei lerne ich selbst noch ganz viel dazu, wie es ist Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen“, sagt Oberstufenschülerin Denise Canci.

Zwischen den beiden Modulen gibt täglich eine Mittagspause mit einem durch den Mensa-Caterer des HeiG gestellten Lunchpaket. Beim Essen wie in allen anderen Bereichen wird größter Wert auf die Einhaltung der nötigen Hygienestandards gelegt.

Am Ende jeden Tages und am Ende der Woche erfolgt zudem ein Erfahrungsaustausch in den Gruppen und mit den Betreuern und Teamern.

Das HeiG ist jedenfalls stolz, als eine der ersten weiterführenden Schulen in Dortmund ein so umfassendes Lernferien-Programm anbieten zu können. Die Nachfrage bei den Anmeldungen sei sehr hoch gewesen. Es zeige sich: „Bildung“ und „Sommer“ schließen sich nicht aus, sondern passen zum Wohle aller Beteiligten perfekt zusammen.

Das ruft nach Wiederholung! 

Hintergrund:
Die ursprüngliche Idee zum "Bildungssommer" entstand in Austauschgesprächen mit dem Regionalen Bildungsbüro im Fachbereich Schule. Die TU Dortmund plante parallel ein ähnliches Angebot, und so kam man schnell zusammen. Die Kooperationspartner Fachbereich Schule, Jugendamt und der Verein schul.inn.do e.V. haben gemeinsam mit den Programmpartnern TU Dortmund und Stadt-SportBund die Organisation des Projekts an der Schule maßgeblich unterstützt.

Neben dem Heisenberg-Gymnasium findet der "Bildungssommer" – mit jeweils angepassten Konzepten – auch an der Anne-Frank-Gesamtschule sowie am Standort Reinoldus- und Schiller-Gymnasium/Wilhelm-Busch-Realschule statt.

Finanziert wird das Projekt durch Mittel von Stadt, Land, TU Dortmund sowie durch Spenden u.a. der Bezirksvertretungen, der Schröder-Stiftung und weiterer Spendenpartner.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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