Wie tötet man einen Eiswürfel? - Lebhaft und farbenfroher Auftritt zum Tag der Kinderhospizarbeit in der Pauluskirche

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„Der passende Zeitpunkt um zu sterben?“ Dada Peng, Aktionskünstler aus Hamburg wusste ihn nicht zu benennen. Vor knapp 100 Gästen in der Pauluskirche hatte sich der aus Dortmund stammende Künstler einem ganz ungewöhnlichen Thema zugewandt. Denn wann der rechte Zeitpunkt sei, so dachte er nach, lasse sich vielleicht am besten von denen erfahren, die bereits gegangen seien. Doch leider gebe es immer noch keine „Kommunikationsmittel“, um mit den Verstorbenen solch wichtige Fragen zu diskutieren.

Zum Tag der Kinderhospizarbeit hatte der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst in Dortmund zu Poesie, Songs und Standup in die Pauluskirche eingeladen. Dada Peng, alias Mirko Klos präsentierte dabei gemeinsam mit dem Musiker Martin Bassmati sein neues Programm „Superhelden fliegen vor – vom Glück gelebt zu haben“. Die Besucher in der Kirche erlebten unter diesem Motto eine bunte Mischung aus Geschichten, Liedern und Gedichten über das Leben, das Sterben und den Tod. Nachdenklich aber nicht zu Tode betrübt, lebhaft und nicht lähmend.

Bereit zu gehen sind die Wenigsten

Egal in welchem Alter ein Mensch sei, wirklich vorbereitet auf den Tod sei er nie. Und bereit zu gehen seien zudem auch die Wenigsten. Diejenigen, die bereits verstorben seien, sind in seinen Augen Superhelden die sich bereits auf den unbekannten Weg begeben haben. „Sie sind uns schon vorausgegangen, es gibt nur noch keine Kommunikationsmittel um mit Ihnen in Verbindung zu treten“, meinte der ungewöhnliche Künstler. „Warum feiern wir nicht den Tod? Er gehört doch zum Leben dazu und kann doch auch nicht das Ende allen Seins bedeuten“, fragte er das erstaunte Publikum.

Ungewöhnliche Denkansätze

Als Beispiel für seine ungewöhnlichen Denkansätze führt Dada Peng einen Einswürfel an: „Wie tötet man einen Eiswürfel? Man kann doch nur seine molekulare Struktur verändern aber er bleibt doch irgendwie immer da“, machte er Hoffnung darauf, dass es eine Existenz nach dem Tode gebe. Für den Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst Dortmund war es eine gelungene Veranstaltung, die zum Nachdenken und Schmunzeln anregte. Dada Peng hatte es an diesem Abend geschafft, die oft so schwierigen Themen Sterben, Tod und Trauer einmal aus einer erfrischend neuen Sichtweise zu betrachten.

Autor:

Monika Jost aus Dortmund-City

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