Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP-Freihandelsabkommen - 2013 Mitgliederrekord

"Wer gesellschaftliche Debatten über Versäumnisse beim Schutz von Umwelt und Natur anstoßen und die Politik zu Kursänderungen bringen will, braucht breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Deshalb freut uns der wachsende Zuspruch für unsere Arbeit.", so Prof. Dr. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender.
  • "Wer gesellschaftliche Debatten über Versäumnisse beim Schutz von Umwelt und Natur anstoßen und die Politik zu Kursänderungen bringen will, braucht breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Deshalb freut uns der wachsende Zuspruch für unsere Arbeit.", so Prof. Dr. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender.
  • Foto: Julia Puder / BUND
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Der 1975 gegründete Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), einer der größten Umweltschutzverbände Deutschlands, ist 2013 erneut gewachsen. Erstmals zählte man über 500.000 Mitglieder & Unterstützer. Das entspricht einer Zunahme von rund fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2012. Des Weiteren positioniert sich der BUND nun eindeutig gegen das TTIP-Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA und unterstützt daher die Europäische Bürgerinitiative gegen das TTIP-Abkommen.

BUND-Vorsitzende Hubert Weiger sieht bereits erreichte Standards im Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz durch das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP gefährdet. "Unter dem Deckmantel von Wirtschaftswachstum drohen demokratische Rechte sowie Umwelt- und Verbraucherstandards ausgehöhlt zu werden. So könnten Investitionsschutzklauseln Konzerne dazu verleiten, vor Schiedsgerichten Ansprüche auf das risikobehaftete Fracking einzuklagen", warnte Weiger. "Fracking darf nicht durch die Hintertür des TTIP kommen. Wirtschaftsminister Gabriel und Umweltministerin Hendricks müssen für ein konsequentes Frackingverbot sorgen", forderte der BUND-Vorsitzende. Im Lebensmittelsektor könnten über das TTIP inakzeptable Methoden der Fleischerzeugung wie das Klonen von Tieren oder der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft durchgesetzt werden. Bedroht seien außerdem in Deutschland und Europa geltende Regeln zum Schutz vor giftigen Chemikalien.

Im Naturschutz habe sein Verband ebenfalls Erfolge erzielen können, sagte Weiger. Das bundesweite BUND-Projekt zum Schutz der bedrohten Wildkatzen werde inzwischen von über 1000 Freiwilligen unterstützt. Es seien rund 35000 Bäume gepflanzt worden, um Wälder, in denen Wildkatzen und weitere seltene Tier- und Pflanzenarten leben, miteinander zu verbinden. Eine besondere Herausforderung in den zurückliegenden Monaten sei der Streit um die Fortführung der Energiewende gewesen. Im Bündnis mit anderen Verbänden habe der BUND weit über hunderttausend Bürgerinnen und Bürger mobilisiert, die sich für einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien eingesetzt hätten."

Die aktuelle BUND-Position zum TTIP finden Sie unter:
bund.net/pdf/ttip_position

Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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