CDU fordert ein Ende der "Hinterzimmerpolitik"

Die Schilder sprechen eine deutliche Sprache: Die Lanstroper wollen hier keine Forensik. | Foto: Schmitz
  • Die Schilder sprechen eine deutliche Sprache: Die Lanstroper wollen hier keine Forensik.
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„Das Maß ist voll!“, sagt Justine Grollmann, Vertreterin der CDU-Ortsunion Lanstrop, entschieden.

„Das Thema Forensik Im Erlensundern treibt inzwischen fast jedem Lanstroper Bürger die Zornesröte ins Gesicht. Und dafür habe ich aus mehreren Gründen volles Verständnis. Als CDU vor Ort sprechen wir uns grundsätzlich klipp und klar gegen den Bau einer forensischen Klinik an der Grenze zu Lanstrop aus.“
Die Christdemokratin, die auch dem Rat der Stadt Dortmund angehört, prangert zudem die fehlende Transparenz an. Landesministerin Barbara Steffens, zuständig für den Neubau von forensischen Kliniken, habe es versäumt, die Bürger rechtzeitig in einer adäquaten Form in ihre Planungen einzubeziehen. „Und dies ist übrigens nicht nur in Lanstrop, Kamen oder Lünen, sondern in ganz NRW der Fall“, legt Justine Grollmann dar. „Stattdessen probiert die Ministerin, mögliche Standorte im Land gegeneinander auszuspielen. Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel.“

Darüber hinaus seien die für eine Forensik ins Auge gefassten Standorte generell mit dicken Fragezeichen zu versehen. Justine Grollmann wundert sich allen voran über den Umstand, dass die grüne Ministerin Steffens die Zerstörung von Landschaftsschutzgebieten billigend in Kauf nimmt.
Aber dies ist in den Augen der CDU-Politikerin nicht der einzige Kritikpunkt: „Bei uns in Lanstrop besteht außerdem ein gravierendes Problem im Hinblick auf die Infrastruktur. Frau Steffens möchte ihre Forensik nämlich auf einer Lüner Ackerfläche errichten. Dort gibt es natürlich keine Verkehrsanbindung. Die Lanstroper würden gerne erfahren, wie ihre Pläne diesbezüglich ausschauen.“

Die Klinik müsste schließlich über Lanstroper Gebiet erschlossen werden. „Aber die Ministerin hüllt sich weiterhin in Schweigen. Dabei ist längst der Zeitpunkt erreicht, an dem sie Farbe bekennen und die Kungelei in Hinterzimmern beenden müsste“, ärgert sich die Christdemokratin.
„Die gesamte Vorgehensweise in puncto Forensik ist gerade für mich als Vertreter der jungen Generation unbegreiflich“, ergänzt Ortsunions-Mitglied Janis Strathaus abschließend. „Die Grünen profilieren sich gerne als glühende Befürworter einer modernen, bürgernahen Politik. In der Praxis werden sie diesem hohen Anspruch leider absolut nicht gerecht. Politiker, die sich in Hinterzimmern einschließen, sind nicht mehr zeitgemäß.“

Autor:

Lokalkompass Dortmund-Nord aus Dortmund-Nord

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