Neue Perspektiven für den alten Marktplatz in Eving
Jury kürt drei Wettbewerbs-Preisträger // Sieger-Entwurf will Begegnungsräume schaffen

Der alte Evinger Marktplatz, Ecke Deutsche/Bayrische Straße, von dem der Wochenmarkt zur neuen Evinger Mitte umgezogen ist, soll umgestaltet werden.
  • Der alte Evinger Marktplatz, Ecke Deutsche/Bayrische Straße, von dem der Wochenmarkt zur neuen Evinger Mitte umgezogen ist, soll umgestaltet werden.
  • Foto: Günter Schmitz
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Neue Perspektiven für den ehemaligen Marktplatz in Eving: Der heutige Parkplatz und alte Markt soll wieder zu einem belebten Ort werden, an dem sich die Generationen begegnen. Ein städtebaulicher Wettbewerb dazu wurde heute (19.12.) abgeschlossen.

Das Preisgericht unter Leitung des Juryvorsitzenden Prof. Franz Pesch aus Dortmund hat unter den sieben eingereichten Arbeiten drei Preisträger gekürt.

Der frühere Marktplatz liegt an der Kreuzung Bayerische/Deutsche/Waldecker Straße, direkt neben einem Spielplatz mit wertvollem Baumbestand. Die Aufgabe lautete, ein Konzept zu entwickeln, das Begegnung und urbanes Leben ermöglicht.

Spielplatz und Baumbestand ins Konzept eingebunden

Am besten gelungen ist dies in den Augen der Jury der [ f ] landschaftsarchitektur gmbh (Gunter Ulrichs-Fischer) aus Solingen in Arbeitsgemeinschaft dem Ingenieurbüro EVTI GmbH (Ralf Uhlitzsch) in Leipzig.
Der mit einem Preisgeld von 11.000 Euro prämierte Entwurf bindet den Spielplatz und die bestehenden Bäume ein in das Konzept des Platzes und schafft dadurch einen harmonischen Gesamtraum.

Der Entwurf spricht in den Augen der Jury alle Altersgruppen an und bietet Begegnungsräume für unterschiedliche Zielgruppen. Zudem setzt er die städtebaulich schöne Siedlung „Zur Sonnenseite“ ins Bild. Vorgeschlagen wird in diesem Entwurf auch der Bau eines Café, das als „Quartiershalle“ weitere Begegnungsangebote und eine hohe Aufenthaltsqualität ermöglicht.

Auch die anderen prämierten Arbeiten beschäftigen sich laut Mitteilung der Stadt in hoher Qualität mit der Entwicklung des Stadtraums – mit ganz unterschiedlichen Ansätzen.

Der zweite Preisträger ist das Büro Stern Landschaften aus Köln in Arbeitsgemeinschaft mit Urbanophil-Koeln aus Köln (Jan Philipp Skoda) und mit dem Büro Isaplan Leverkusen (Peter Sienko). Sie schlagen eine raumbildende Bebauung vor, die nach Jury-Meinung großes Potential für einen positiven Impuls für Eving aufweist.

Mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde das Büro wbp Landschaftsarchitekten (Rebekka Junge, Christine Wolf) aus Bochum in Arbeitsgemeinschaft mit dem BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Aachen. Sie sehen von einer Überbauung ab und haben den Platzraum mit großem Respekt vor den bestehenden Qualitäten gestaltet.

Ausstellung ab Mitte Januar in der Bücherei Eving

Die sieben Wettbewerbsbeiträge werden vom 14. bis 31. Januar in der Stadtteilbibliothek Eving, August-Wagner-Platz 2-4, ausgestellt und sind demnächst auch im Internet zu finden.

Zum Hintergrund: Anfang Juli hatte der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen auf Empfehlung der Bezirksvertretung Eving den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb für den früheren Marktplatz in Eving beschlossen. Der Wettbewerb wurde von der Koordinierungsstelle „nordwärts“ ausgelobt. Vorangegangen war ein Partizipationsprozess: Anfang Juni sammelten Bürgerinnen und Bürger beim Stadtteilfest „Wir in Eving“ sowie bei zwei Spaziergängen durch den Ort Ideen und tauschten sich über die Umgestaltung aus.

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