Linke & Piraten gegen Bullenmastanlage in Grevel

Bezirksvertreter Matthias Storkebaum.

Die Presse hat bereits berichtet: An der Greveler Straße zwischen Dortmund-Scharnhorst und Dortmund-Kurl soll eine Bullenmastanlage für mehrere hundert Tiere entstehen, mit Ställen, Futtersilo, Güllelagerbehälter und mehr. Die Linken & Piraten im Rat der Stadt Dortmund und auch der linke Bezirksvertreter Matthias Storkebaum lehnen diese Pläne vehement ab. Grund: Die geplante Anlage eines ortsansässigen Landwirts soll ins Landschaftsschutzgebiet gesetzt werden – genau zwischen die zwei Naturschutzgebiete „Alte Körne“ und „Kurler Busch“.

„Unsere Fraktion im Rat und auch unser Bezirksvertreter vor Ort, Matthias Storkebaum, lehnen dieses Vorhaben ebenso entschieden ab wie viele Anwohner, die bereits einen sehr deutlichen Protestbrief an die örtliche Politik geschickt haben und große Belästigung durch Lärm und Gestank befürchten“, sagt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, Utz Kowalewski. Und er weiß aus vielen Gesprächen: Auch die Naturschutzverbände sprechen sich einvernehmlich gegen dieses Bauvorhaben in diesem ökologisch bedeutsamen Freiraum aus.
Für die Linken und die Piraten spielen der Erhalt des Naturschutzes und der Artenschutz eine wichtige Rolle. Zudem wollen die Lokalpolitiker die Fläche auch als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung erhalten.

Bezirksvertreter Matthias Storkebaum: „Das gesamte Gebiet ist planrechtlich als regionaler Grünzug eingetragen. Aber auch der Grundwasserschutz ist wichtig, denn mehrere Anwohner haben dort offene Trinkwasserbrunnen für die Versorgung ihrer Häuser von der Stadt genehmigt bekommen.“

Linke & Piraten wollen die Sommerpause nutzen, um sich gemeinsam mit Anwohnern und Vertretern von Naturschutzverbänden noch einmal ein exaktes Bild vor Ort zu machen. (Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.)

Ausreichend Zeit dafür hat ausgerechnet der Rat der Stadt Dortmund geschaffen. Denn der Protest der Anwohner war so laut, dass der Rat die Entscheidung in seiner Juli-Sitzung wegen „weiteren Klärungsbedarfs“ von der Tagesordnung genommen hat. Doch Utz Kowalewski ahnt: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Pläne werden sicher in den nächsten Monaten wieder vorgelegt.“ Und da sind die Linken und Piraten schon jetzt misstrauisch. Kowalewski: „Der Bauer ist in Dortmund bekannt. Er war wegen illegaler Baumfällungen direkt an Dortmunds größter Graureiherkolonie mit über 70 Brutpaaren schon einmal Befassungsgegenstand für die Politik. Wir haben daraus gelernt: Naturschonung kann man von diesem Herrn sicher nicht erwarten.“

Autor:

Claudia Behlau aus Dortmund-Ost

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