Info-Besuch an der Stadtgrenze Dortmund/Lünen
NRW-Verkehrsminister Wüst begutachtet B54-Baustelle

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Straßen.NRW-Regionalniederlassungsleiter Ahmed Karroum und Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld (v.l.nr.) informierten sich am Montag (22.3.) vor Ort an der Stadtgrenze Dortmund/Lünen über den Ausbau der B54.
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  • NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Straßen.NRW-Regionalniederlassungsleiter Ahmed Karroum und Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld (v.l.nr.) informierten sich am Montag (22.3.) vor Ort an der Stadtgrenze Dortmund/Lünen über den Ausbau der B54.
  • Foto: VM NRW/Simon Bierwald
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Mehr Lebensqualität für die Menschen in der Region um Lünen und den Dortmunder Norden durch einen verbesserten Verkehrsfluss ist das Hauptziel. Zudem soll nach dem Ausbau der Dortmunder Straße (B54) an der Stadtgrenze Lünen/Dortmund die Schadstoff- und Lärmbelastung dort sinken. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst informierte sich am heutigen Montag (22.3.) gemeinsam mit Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld über den Ausbau der Bundesstraße B54.

„Gute Mobilität ist Standortfaktor und Lebensqualität. Mit dem vierstreifigen Ausbau der B54 bei Lünen investieren wir in die Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur. Ausweichverkehre raus aus den Ortsteilen, Lebensqualität rein. Das sorgt für bessere Luft und mehr Verkehrssicherheit. So machen wir Mobilität in Nordrhein-Westfalen besser, sicherer und sauberer“, sagte Verkehrsminister Wüst.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, ist überzeugt vom hohen Nutzen des Ausbaus für die Menschen und die Betriebe in der Region. „Die Bundesstraße B54 ist die wichtigste Zufahrtsstraße Lünens. Sie verbindet die Städte Lünen und Dortmund und dient dem überregionalen Verkehr als Zubringer zur A2 mit der Anbindung an die Anschlussstelle Dortmund-Nordost über die bereits vierstreifig ausgebaute B236“, erklärt Ferlemann und ergänzt, dass der vierstreifige Ausbau der Hauptverkehrsader zwischen der B236 und der DB-Strecke zu einer Verbesserung der Verkehrsqualität und der Verkehrssicherheit führe und einen leistungsfähigen Anschluss Lünens an die Autobahn schaffe.

Auf knapp drei Kilometern wird die B54 in Lünen seit Anfang März 2021 auf zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung verbreitert. Auf dem Teilabschnitt zwischen der B236 und der Bahnlinie bildeten sich in der Vergangenheit häufig Staus. Eine Belastung nicht nur für die Pendler*innen, sondern auch für die Anwohner*innen. Denn ortskundige Verkehrsteilnehmende wichen häufig über die Nebenstrecken in den umliegenden Ortteilen aus.

2030 werden mindestens 28.500 Fahrzeuge über die B54 rollen

Die B54 hat eine zentrale Funktion für Lünen und die Region. Sie verbindet die Stadt an der Lippe mit dem benachbarten Dortmund und über die Anschlussstelle Dortmund-Nordost mit der Autobahn A2. Laut Verkehrsprognose werden im Jahr 2030 mindestens 28.500 Fahrzeuge täglich über die B54 rollen – das sind mindestens 30 Prozent mehr Verkehr als heute.

Mit Blick auf die regionale und überregionale Bedeutung der Strecke werden deshalb auch die B236 im Dortmunder Norden und die Brambauerstraße (L654) südlich des Kanals abschnittsweise erneuert. Hinzu kommen der Bau neuer Lärmschutzwände nördlich des Datteln-Hamm-Kanals, der Ausbau von insgesamt fünf Kreuzungsbereichen, die punktuelle Ergänzung des begleitenden Geh- und Radweges und die Optimierung der Straßenentwässerung. Das erste von insgesamt drei Regenrückhaltebecken ist bereits fertiggestellt, auch die ersten landespflegerischen Maßnahmen sind schon abgeschlossen.

In den Ausbau der B54 einschließlich der Sanierung der B236 sowie der L654 in Lünen werden insgesamt rund 16 Millionen Euro investiert. Der Ausbau wird voraussichtlich 2024 abgeschlossen.

Als Ausgleich für die Erweiterung der Bundesstraße B54 schafft Straßen.NRW neue Naturflächen. Neben weiteren Maßnahmen entsteht auf einer Größe von 3.000 Quadratmetern ein neuer Laubwald mit heimischen Buchen und Eichen. Zudem erhält der Hönninghauser Bach ein naturnahes Bachbett mit Uferhochstauden und -gehölzen. Entlang der Strecke werden neue, dichte Gehölzhecken gepflanzt.

„Der Ausbau der B54 wird das Stauaufkommen reduzieren. Die dann geringere Lärm- und Schafstoffbelastung wird die Menschen in und um Lünen hoffentlich spürbar entlasten“, schätzt Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld. „Doch Straßenbau bedeutet immer auch einen Eingriff ins Ökosystem. Daher werden wir mit unterschiedlichen Maßnahmen für einen Ausgleich sorgen. Die Renaturierung hat bei Straßen.NRW grundsätzlich einen ebenso hohen Stellenwert wie die Baumaßnahmen selbst“, betont Beckefeld mit Blick auf die geplanten Ausgleichsmaßnahmen.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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