Parkanlage in Dorstfeld darf nicht geopfert werden

Utz Kowalewski

Dorstfeld. Die Haltung der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN im Rat der Stadt Dortmund hat sich nicht geändert. „Wir lehnen den Bau eines neuen Supermarktes auf der Frerich-Grünfläche ab“, teilt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, mit.

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen hat in der vergangenen Woche allerdings mit der Mehrheit der SPD und CDU zum wiederholten Mal den Weg freigemacht für den Bau eines fast 2.000 Quadratmeter großen Supermarktes an der Kreuzung Dorstfelder Hellweg / Arminiusstraße. Die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes, die nach einer erfolgreichen Anwohner-Klage notwendig geworden war, wurde im Ausschuss genehmigt. Verbunden ist damit nun auch zwingend eine Beteiligung der Öffentlichkeit.

„Beteiligung der Öffentlichkeit. Das klingt sehr demokratisch. Fakt ist aber, dass der geänderte Flächennutzungsplan 14 Tage lang im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt aushängen wird. Dorthin wird sich die Dorstfelder Bevölkerung kaum verirren“, sagt Utz Kowalewski.

„Wir wollen die Dorstfelder nicht verärgern. Und wir wollen den Menschen nicht den Einkauf ihrer Lebensmittel verwehren“, erläutert Utz Kowalewski. Das sei auch der Grund gewesen, dass die Bezirksvertreter der Linken und der Piraten den Planungen keine Steine in den Weg gelegt hätten. Gleichwohl befürchten die linken Bezirksvertreter, dass die enge Straßen- und Gleisführung bei der Warenanlieferung des neuen Supermarktes zu Problemen führen wird.
„Die Fraktion im Rat ist überzeugt, dass es für einen zusätzlichen Vollsortimenter bessere Flächen in Dorstfeld gibt“, ergänzt Utz Kowalewski. „Die rund 6.500 Quadratmeter große Frerich-Freifläche, die offiziell sogar als Parkanlage ausgewiesen ist, darf auf keinen Fall für eine Bebauung geopfert werden. Dadurch wird die Konzeption des Ortskerns zerstört. Außerdem gibt es schon jetzt in Dorstfeld viel zu wenig Grünflächen.“

Auch das Lärm- und Verkehrsaufkommen, das ein solcher Markt nach sich ziehen wird, bereitet der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN große Sorgen. Gemeint sind damit nicht nur die Fahrzeuge der Kunden, sondern vor allem die Lkw, die Waren anliefern.

„Ein gutes Geschäft für die Stadt Dortmund ist die Ansiedlung eines Supermarktes ohnehin nicht“, sagt Utz Kowalewski. Die Stadt habe zwar für einen sechsstelligen Betrag das Grundstück verkauft. Doch gleichzeitig müsse sie nun Fördermittel in einer ähnlichen Größenordnung an das Land zurücküberweisen, die sie einst für die optische Aufwertung des Grundstücks und dessen Eingliederung in den Ortskern kassiert habe.

„Damit nicht genug. Ich befürchte sogar, dass die Stadt Dortmund mit ihren neuen Planungen richtig Geld verbrennen wird, wenn die angekündigten neuen Klagen aus dem Stadtbezirk aussichtsreich sein werden“, so Kowalewski abschließend.

Autor:

Claudia Behlau aus Dortmund-Ost

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