Pfarrer Reinhard Bürger zur Situation im Pastoralen Raum Nordost
"Kirche in Quarantäne"

Franziskus-Zentrum und Franziskus-Kirche in Scharnhorst-Ost.
  • Franziskus-Zentrum und Franziskus-Kirche in Scharnhorst-Ost.
  • Foto: Ralf K. Braun
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Von den Ereignissen der Corona-Pandemie völlig überrollt, zeigen sich die "aktuellen" bis 29. März gültigen "Nachrichten für die Gemeinden" des katholischen Pastoralen Raumes Kirche Dortmund-Nordost komplett inaktuell.

Pfarrer und Pastoralverbundsleiter Reinhard Bürger stellt so online die Situation der "Kirche in Quarantäne" im Dortmunder Nordosten dar. Bürger erläutert: "Das mittelalterliche Wort ,Quarantäne' heißt übersetzt ,40 Tage' und damit werden die Christen sofort auf die 40-tägige Fastenzeit verwiesen. Wir stecken momentan aber nicht nur in einer freiwilligen Fastenzeit, sondern in einer notwendigen globalen ,Fastenzeit'."

Schmerzlich sei, dass man die Gottesdienste, vor allem die Osterfeierlichkeiten, absagen mussten. Die Erstkommunionen im Pastoralen Raum sind auf den Spätsommer verschoben (siehe Seite 2). Kirchliche Veranstaltungen finden nicht statt. Taufen und Trauungen werden nach Möglichkeit verschoben, ansonsten können sie nur in kleinster Besetzung stattfinden. Beerdigungen werden nur am Grab mit ganz kleiner Trauergemeinde abgehalten.

Trotz stark eingeschränkter Bewegungsfreiheit könne man aber in Kontakt bleiben und auch den Glauben zu praktizieren: So bleiben die Gemeindebüros geöffnet, zwar nicht für Besucherverkehr, aber telefonisch oder per E-Mail. Hier kann man sich, so Bürger, über den aktuellen Stand informieren oder auch Hilfsangebote erfragen.

Die Kirchen zwischen Kirchderne und Kurl sind zum stillen Gebet geöffnet, Hinweise hierzu findet man an den Kirchentüren oder im Schaukasten.

Täglich läuten in Dortmund um 19.30 Uhr die Glocken der Kirchen für einige Minuten, um die Menschen zum Gebet einzuladen, nach Möglichkeit in den Familien gemeinsam. Dazu kann man eine brennende Kerze ins Fenster stellen.

Wer auf Hilfe angewiesen ist (Einkauf etc.) sollte sich in den Gemeindebüros melden. "Von hier aus wird dann Hilfe organisiert", verspricht Pfarrer Bürger. Die Gemeindenachrichten erscheinen weiter wie gewohnt 14-tägig, eine kleine Auflage auch gedruckt. Die Schaukästen erhalten die wichtigsten Informationen. Folgen kann man dem Pastoralverbund auch auf Instagram (www.instagram.com/kirche_dortmund_nordost/).

Bürger: "Da sich die Lage aber täglich ändert, können alle Ankündigungen nur unter Vorbehalt geschehen."

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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