Team Deutschland-Achter ist in Posen gut angekommen
Ruderer und Trainer aus Lindenhorst blicken mit Zuversicht auf die Europameisterschaft in Polen

Auch die erste Trainingseinheit hat der Deutschland-Achter aus Lindenhorst auf dem Maltasee im polnischen Posen schon absolviert.
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  • Auch die erste Trainingseinheit hat der Deutschland-Achter aus Lindenhorst auf dem Maltasee im polnischen Posen schon absolviert.
  • Foto: Detlev Seyb/Deutschland Achter GmbH
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Das Team Deutschland-Achter ist gut in Posen angekommen und schon voll im EM-Modus. Bei den ersten Trainingseinheiten sind die Ruderer vom Dortmund-Ems-Kanal in Lindenhorst auch bereits einigen Gegnern auf dem Maltasee begegnet.

Die ersten Eindrücke aus Polen sind durchweg positiv. Sportler und Trainer blicken so mit großer Vorfreude auf den ersten und einzigen Wettkampf des Jahres über die olympische 2.000-Meter-Distanz: die Europameisterschaften, die am Freitag beginnen.

Der Deutschland-Achter bestreitet am Freitag, 9. Oktober, um 13 Uhr sein erstes EM-Rennen, das über die Bahnverteilung beim Finale am Sonntag, 11. Oktober, um 15 Uhr entscheidet. An den Start gehen neben dem Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes außerdem die Niederlande, Italien, Rumänien und Litauen, die seit langer Zeit erstmals wieder einen Männer-Achter stellen.

„Als Vizeweltmeister werden die Niederlande vermeintlich unser Hauptgegner sein, aber diesmal gibt es die große Unbekannte, wie die Teams durch die Pandemie gekommen sind“, sagt Bundestrainer Uwe Bender, dessen Team als amtierender Welt- und Europameister antritt: „Wir sehen uns selbst auf einem guten Stand. Im Wettkampf werden wir sehen, was die anderen können.“

Gute Bedingungen in Posen

Die Bedingungen vor Ort könnten momentan jedenfalls besser nicht sein. Bei der ersten Trainingseinheit am Mittwochmorgen (7.10.) wurden die Ruderer von blauem Himmel mit nur ein paar weißen Wolken begrüßt. „Es ist sehr angenehm hier, wenig windig und gut zum Rudern“, berichtet Bender. Auch wegen der Corona-Pandemie müssen sich die Sportler nicht groß umstellen. „Neu ist für uns nur, dass wir die Maske bis zum Ablegen der Boote tragen müssen. Alles andere sind wir ja schon gewohnt. Es gibt keine Einschränkungen für unser Training bislang“, erzählt Bender.

„Es herrschen hier gute Bedingungen“, bestätigt Felix Wimberger aus dem Vierer ohne Steuermann, bei dem die Vorfreude auf den einzigen Wettkampf in dieser Saison immer weiter steigt: „Es kribbelt auf jeden Fall. Diesmal kommt ein bisschen Ungewissheit dazu, weil wir nicht genau wissen, wo wir im Vergleich mit den Gegnern stehen. Aber grundsätzlich sind wir zuversichtlich und zufrieden mit dem, was wir uns erarbeitet haben. Wir müssen jetzt den Vorlauf abwarten.“

13 Boote starkes Vierer-Feld

Der Vierer ohne Steuermann bestreitet am Freitag, 9. Oktober, um 11.15 Uhr seinen Vorlauf. Das Vierer-Feld ist 13 Boote stark. Am Samstag, 10. Oktober, stehen ab 11.30 Uhr die Halbfinalläufe an, das A-Finale steigt am Sonntag, 11. Oktober, um 13 Uhr.

„Wir sind ein paar Gegnern schon beim Training begegnet. Es sind viele Nationen früher angereist, als ich es gedacht hätte. Alle nehmen die EM sehr ernst, es ist für alle der Höhepunkt der Saison“, sagt Vierer-Bundestrainer Tim Schönberg: „Unser Ziel ist es, das im Wettkampf umzusetzen, was wir im Training geübt haben.“

Mit Blick auf die noch ausstehende Olympia-Qualifikation Mitte Mai 2021 in Luzern wollen Felix Wimberger, Maximilian Planer, Wolf-Niclas Schröder und Paul Gebauer am liebsten die anderen noch nicht für Tokio qualifizierten Teams hinter sich lassen. Weltmeister Polen, der WM-Zweite Rumänien und der WM-Vierte Italien zählen sicherlich zu den Favoriten. „Es sind Top-Nationen dabei, aber es ist alles wahnsinnig schwierig einzuschätzen. Wir wollen erst einmal nur bei uns bleiben“, so Schönberg.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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