Mission Klimawandel

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Die Jugendlichen aus Sri Lanka, Sambia, Italien und Irland machten eine Stippvisite im Rathaus, wo sie von Oberbürgermeister Sierau begrüßt wurden. (Foto: Schmitz)
Jugendliche aus fünf Nationen waren in Dortmund zu Gast, um über Klimaschutz zu diskutieren.
Die Evangelische Jugend veranstaltete vom 1. bis zum 14. August in Hilbeck (zwischen Unna und Werl) ein internationales Klimacamp mit jungen Erwachsenen aus Sri Lanka, Sambia, Italien, Irland und Deutschland. Oberbürgermeister Ullrich Sierau empfing die Gruppe im Rathaus. „Es steht unserer Stadt gut zu Gesicht, dass von hier eine solche internationale Initiative ausgeht. Das zeigt, dass sich hier und anderswo immer mehr Menschen für den Klimaschutz einsetzen und macht mich optimistisch, dass wir unser gemeinsames Ziel erreichen, in Dortmund bis 2020 den Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent zu verringern,“ sagte Sierau bei der Begrüßung.
Im Anschluss an den Besuch im Rathaus war die Gruppe im Umweltamt der Stadt zu Gast, um sich über die kommunalen Handlungsansätze in Sachen Klimaschutz zu informieren.
Im Camp wurde gemeinsam beraten, was man gegen den bedrohlichen Klimawandel tun kann und welche Aktionen in den fünf Herkunftsländern notwendig sind, um langfristig in einen Prozess der Veränderung zu kommen.
Dazu werden mindestens fünf verschiedene Workshops angeboten. Die Teilnehmer haben so die Möglichkeit, sich auch mittels der Medien Kunst, Film, Trickfilm, Solarenergie, Ernährung und Musik vertieft mit dem Thema auseinander zu setzen.
Die daraus entstehenden Exponate, Beiträge und Forderungen werden Grundlage für eine interaktiv gestaltete Klimaausstellung sein, die die Klimakampagne der Ev. Jugend von Westfalen bis 2013 begleiten wird. Jugendliche werden als Ausstellungsbegleiter ausgebildet und andere Jugendliche durch die Ausstellung führen.
Die ersten Ausstellungsstücke und die Kampagne werden am 17. September durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und den Präses der Ev. Kirche, Alfred Buß, in der Jugendkirche in Wambel präsentiert.
Von Januar bis März 2012 wird die Ausstellung dann allen Schulen und Gemeinden in Dortmund zur Verfügung stehen.
Vom Klimawandel berichten die Medien nahezu täglich. Auf internationalen Konferenzen debattieren Vertreter aller Länder seit Jahrzehnten über den Klimaschutz und was dringend getan werden müsste. "Tatsächlich getan wird aber immer noch zu wenig. Dabei müssen jetzt die Weichen gestellt werden für wirksamen Klimaschutz – bei uns, in Deutschland und weltweit, um die schlimmsten Folgen zu verhindern", berichten die Jugendlichen vom Klimacamp.
Viele sind für den Klimaschutz schon unterwegs. Windräder drehen sich in China, Solaranlagen werden in Barbados installiert und Menschen steigen vom Auto auf Bus und Bahn um. „Jetzt kommt es darauf an, dass diese ersten Pfade Richtung Klimaschutz breiter ausge-baut werden, dass noch mehr Menschen sich auf den Weg machen, dass Blockaden weggeräumt werden, Sackgassen und Umwege vermieden werden", so die Forderung des Klimacamps. Um den Klimaschutz voranzutreiben dürften in Deutschland keine neuen Kohlekraftwerke entstehen, Wälder dürften nicht für Palmölplantagen gerodet werden, für Spritschlucker sollte kein Platz mehr auf der Straße sein, Energie und Ressourcen dürften nicht mehr verschwendet werden.
„Weniger – anders - besser": dieses Prinzip umzusetzen, darauf kommt es den Teilnehmern des Klimacamps an.
Deshalb wollen sie sich in „Mission: Klima retten!" auf den Weg machen und andere mitnehmen. Sie wollen bewegen, was vor Ort bewegt werden kann.Sie wissen, dass sie damit sicherlich nicht die Welt retten können. Aber sie wollen zeigen, dass es anders geht, dass sie Mut und Kraft haben, neue Wege zu gehen.
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