Großeinsatz der Feuerwehr in der nördlichen Gartenstadt // Mordkommission ermittelt
Zwei Tote bei Reihenhausbrand in der Arnold-Böcklin-Straße

Wegen der zu gut gesicherten Eingangstür mussten sich die Feuerwehrleute einen Zugang durch ein Fenster ins brennende Reihenmittelhaus an der Arnold-Böcklin-Straße in der Malersiedlung verschaffen.
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  • Wegen der zu gut gesicherten Eingangstür mussten sich die Feuerwehrleute einen Zugang durch ein Fenster ins brennende Reihenmittelhaus an der Arnold-Böcklin-Straße in der Malersiedlung verschaffen.
  • Foto: Feuerwehr Dortmund
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Ein Brand mit tragischen Folgen am 9.1.  in der Malersiedlung: Zwei Menschenleben forderte der Rauch in einem Reihenmittelhaus an der Arnold-Böcklin-Straße, eine 84-Jährige und ihr 51-jähriger Sohn konnten nur noch tot geborgen werden. Drei Feuerwehrleute verletzten sich bei den Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen leicht. Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens werden durch die Polizei ermittelt.

Inzwischen ermittelt, so die Staatsanwaltschaft, eine Mordkommission, weil eine vorsätzliche Tötung nicht ausgeschlossen werden könne. Konkrete Hinweise darauf gebe es indes nicht. Laut Obduktionsergebnis seien beide Opfer an einer Rauchvergiftung gestorben, sie hätten zum Zeitpunkt des Entstehen des Feuer aber noch gelebt.

Gegen 8 Uhr am Mittwochmorgen wurde die Feuerwehr in die zwischen dem S-Bahn-Halt "Körne" und dem Nussbaumweg gelegene Siedlung am Rande der nördlichen Gartenstadt gerufen. Ausgebrochen war der Brand im Haus an der Arnold-Böcklin-Straße vermutlich bereits in den frühen Morgenstunden im Keller des Hauses.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen drang bereits dichter Rauch aus den geschlossenen Fenstern und dem Kamin des Reihenmittelhauses. Weil Menschen in dem Gebäude vermutet wurden, versuchten die Retter zunächst, durch die Haustür Zutritt zum Gebäude zu erlangen. Ein zu schwierigies Unterfangen: Die Haustür war sehr gut gesichert. So verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang über ein Fenster im Erdgeschoss.

Zwei Trupps gingen sogleich unter Atemschutz mit einem Strahlrohr zur Personensuche vor und fanden schnell einen leblosen Mann (51) im Erdgeschoss des Hauses. Noch während der Rettung dieser Person kam es zu einer Durchzündung der Rauchgase im Gebäude. Hierdurch breitete sich das Feuer sofort im ganzen Haus aus.

Bei der weiteren Suche nach Personen fanden die Trupps eine weibliche Hausbewohnerin (84) und brachten sie durch die inzwischen geöffnete Haustür ins Freie.

Während der Löscharbeiten im betroffenen Gebäude mussten zudem auch in den angrenzenden Häusern Trupps eingesetzt werden, um ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser zu verhindern. Diese Gefahr bestand vor allem im Bereich des bereits in Vollbrand stehendem Dachgeschoss. Erschwert wurden die Löschmaßnahmen auch dadurch, dass die ins Obergeschoss führende Holztreppe bereits weggebrannt war.

Die Brandbekämpfung erfolgte dann durch mehrere Trupps im Inneren des Gebäudes, die das ausgedehnte Feuer gleichzeitig auf allen Etagen bekämpfen mussten. Durch den Einsatz von zwei Drehleitern und einem Teleskopmast gelang es, den Übertritt des Brandes auf die beiden Nachbargebäude zu verhindern. Auch musste die Gaszufuhr zum Objekt abgeschiebert und der Strom für die gesamte Straße abgeschaltet werden.

Wegen der massiven Rauchentwicklung und der damit einhergehenden Geruchsbelästigung wurde über die Warn-App "NINA" die Bevölkerung im Umkreis der Einsatzstelle aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein benachbarter Supermarkt konnte seine Geschäftsräume erst um 12 Uhr wieder öffnen.

Die Kellerräume des brennenden Hauses waren zudem so mit Gegenständen vollgestellt, dass ein vollständiges Ablöschen nur durch den Einsatz von Löschschaum möglich war. Die Einsatzmaßnahmen erstreckten sich in der Akutphase über lange vier Stunden, so dass die eingesetzten Trupps mehrfach ausgewechselt werden mussten.

Aktuell dauern die Aufräumarbeiten noch an.

Insgesamt waren an der Einsatzstelle zeitgleich jeweils 70 Kräfte des Brandschutzes und des Rettungsdienstes eingebunden. Sowohl unmittelbar an der Einsatzstelle als auch auf den Feuerwachen der Berufsfeuerwehr wurden mehrere Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt.

Wegen der zu gut gesicherten Eingangstür mussten sich die Feuerwehrleute einen Zugang durch ein Fenster ins brennende Reihenmittelhaus an der Arnold-Böcklin-Straße in der Malersiedlung verschaffen.
Dichter Rauch und Flammen drangen aus Fenstern und Kamin des Hauses. Wegen der massiven Rauchentwicklung musste zudem die Bevölkerung im Umkreis aufgefordert werden, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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