Altes Besteck wird zu neuem Schmuck
Bernd Ranke fertigt aus Gabeln und anderen Gegenständen kleine Kunstwerke

Bernd Ranke macht aus alten Münzen Kunst in Form von Anhängern.
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  • Bernd Ranke macht aus alten Münzen Kunst in Form von Anhängern.
  • Foto: Günter Schmitz
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Alte Gabeln und Löffel arbeitet der Wambeler Bernd Ranke in seiner kleinen Werkstatt zu Schmuck, Kerzenhaltern und anderem um. Und auch für DM-Münzen findet er eine neue Verwendung.

Seit der Wambeler Bernd Ranke im Ruhestand ist – bis 2014 hat er im Gartenlandschaftsbau und für die Kommune gearbeitet –, widmet er sich verstärkt dem Anfertigen von Schmuckstücken. „Ich bin seit circa 15 Jahren im künstlerischen Bereich tätig. Angefangen habe ich mit Bildern in Acryl und Pastell“, erzählt er. Jetzt widmet er sich in seiner Werkstatt in der Hunoltstraße 35 vor allem altem Besteck.

Rankes „Metier“ ist Tafelsilber. Aus ihm macht er tragbaren Schmuck, Armbänder, Kerzenhalter Gürtelschnallen und vieles mehr. Rosen entstehen aus Kupfer. Aus Münzen fertigt er entweder Ringe an oder sägt sie so aus, dass das Motiv erhalten bleibt, und macht Anhänger daraus. Sogar kleine Trolle mit Steinleibern gehören zu seinen Werken. Für deren Gesichter hat er extra eine Negativform angefertigt.

Beim Anfertigen muss Ranke einiges beachten. So darf das Material nicht zu heiß werden, muss aber gebogen werden können. „Wird es zu heiß, entstehen oft unbeabsichtigte Muster“, so Ranke. Beim Bearbeiten helfen Ranke oft bestimmte Werkzeuge wie eine Ringbiegezange. Das fertige Werk wird mit Säure behandelt und danach die Oberfläche schön blank geputzt.

Zu den fertigen Kunstwerken haben die Kunden oft eine persönliche Beziehung, wenn sie ihr Familienbesteck mitbringen. Eine Garantie gibt er nicht: „Es kann immer sein, dass ungewollte Muster entstehen.“ Ringe lässt er oft offen. „So kann ich sie an den Durchmesser des Fingers anpassen.“ Bei Gabeln biegt er oft die Zinken um. „Ich wurde mal gefragt, wie ich darauf gekommen sei. Ich habe dann behauptet, ich hätte heiße Kartoffeln gegessen und die Zinken seien dabei umgebogen“, erzählt er scherzhaft.

Im Gegensatz zu manch anderem Künstler hat er sich alles autodidaktisch beigebracht. Unter anderem hat er sich im Internet viel abgeguckt – aber auch im realen Leben: „Vor einigen Jahren war ich auf dem Hörder Erntemarkt“, erinnert er sich. An einem Stand fertigte der Betreiber vor Ort Schmuck aus Alltagsgegenständen an. „Ich dachte mir: Das machst Du auch, bin sofort nach Hause und habe geübt.“ Inzwischen ist er selbst oft auf Kunstmärkten zu finden, etwa am 3. Mai von 11 bis 18 Uhr auf dem Aplerbecker Kunstmarkt.

Vieles hat er sich durchs Ausprobieren angeeignet. Bei einigem hat ihm auch ein befreundeter Goldschmiedemeister geholfen. „Wenn ich was falsch gemacht habe, hat er mir die Ohren langgezogen“, berichtet er schmunzelnd.

Zu sehen sind seine Werke auch in einigen Ausstellungen in der Boutique Pfeiffer, Köln-Berliner Straße 20/22, und auf dem Hof Sümmermann, Von-Steinen-Straße 1 in Fröndenberg. Auch VHS-Kurse gibt er, die nächsten, „Tafelsilber umarbeiten“ am 5. und 12. März in Dorstfeld im Creativzentrum, Oberbank 1. Infos auch unter www.beras-werke.de.

Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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