HOESCH-MUSEUM: Exponat des Monats April 2014

Rainer Dealen, von 1854 bis 1869 Oberingenieur und Leiter der Hermannshütte.
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  • Rainer Dealen, von 1854 bis 1869 Oberingenieur und Leiter der Hermannshütte.
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Wo: Hoesch-Museum, Eberhardstraße 12, 44145 Dortmund auf Karte anzeigen

Im diesem Monat stellt das HOESCH-MUSEUM aus dem Bestand der Ausstellung ein Werk des Künstlers Eduard Dealen vor. Eduard war der Sohn des Ingenieurs Rainer Dealen, der 15 Jahre lang das Amt des Leiters der Hermanns Hütte in Dortmund-Hörde bekleidete.

PORTRÄT DES RAINER DAELEN SEN.

Gemälde von Eduard Daelen, Sohn von Rainer Daelen (um 1880, Öl auf Leinwand).

Rainer Daelen (geb. 10.10.1813 Eupen, gest. 06.12.1887 Düsseldorf) erhielt seine erste technische Ausbildung in Belgien. 1840 kam er als Ingenieur zur Firma Eberhard Hoesch & Söhne in Lendersdorf/Düren, für die er den in dieser Region ersten Puddelofen nach belgischem Muster aufbaute. Im Auftrag der Firma Piedboeuf & Co. (Aachen) plante er das Puddel- und Walzwerk Rothe Erde in Dortmund.

1847 wechselte er zum Puddel- und Walzwerk von Piepenstock & Co. Ab 1854 war Rainer Daelen fünfzehn Jahre lang Oberingenieur und damit Leiter der Hermannshütte. Nach seinem Ausscheiden gründete er 1869 das Neußer Eisenwerk, dem er für zehn Jahre vorstand. Für seine zahlreichen technischen Erfindungen erhielt er Ehrungen wie die silberne Medaille des Vereins für Gewerbefleiß in Preußen (1843). Auf dem Gemälde trägt er den Preußischen Rothe Adlerorden 4. Klasse (1855). Daelen gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Technischen Vereins für Eisenhüttenwesen (1860) und war jahrelang dessen Vereinsvorsitzender. Als sich 1880 der Verein Deutscher Eisenhüttenleute (VDEh) aus dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ausgliederte, verlieh man Rainer Daelen den Ehrenvorsitz im VDEh.

Eduard Dealen wurde am 18. März 1848 in Hörde geboren. Eigentlich sollte er in die Fußstapfen seines Vaters treten, aber nach dem ihm aufgezwungenen Maschinenbaustudium konnte er erst 1868 das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie aufnehmen. Mit seinem realistischen Malstil hatte er vor allem als Auftragsmaler für Portraits Erfolg. Das sich hier im Museum befindliche Portrait seines Vaters zeugt ebenso von seinem Können wie auch Portraits von Otto von Bismarck und der Kaiserfamilie.

Er verwendete die Pseudonyme Ursus Teutonicus und Angelo Dämon und machte sich nicht nur als Maler einen Namen sondern auch als Schriftsteller. Aus seiner Feder stammte z.B. 1886 die erste Biografie über Wilhelm Busch.
Unter seinen Pseudonymen verfasste er Kunstkritiken, mit denen er sich finanziell über Wasser hielt und nicht nur Freunde machte. Während seine Sympathie für Wilhelm Busch und seine Werke unübersehbar war, verprellte er sehr oft Literaturkritiker und Literaturhistoriker.

- Eduard Dealen starb am 9. Mai 1923 in Düsseldorf.
(P.K.)

Die Exponate der anderen Monate finden Sie hier:
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