Eine ehem. Traditionsgaststätte in Dortmund-Husen erfindet sich neu...
Wirtschaft Haus Lünenbürger

ca. 1900 / Postkartenansicht Haus Lünenbürger mit Zeche Courl
11Bilder
  • ca. 1900 / Postkartenansicht Haus Lünenbürger mit Zeche Courl
  • hochgeladen von Peter Kocbeck

- vor 150 Jahren fing es an...

- Eine Präsentation über die Geschichte des Hauses, anzusehen auf dem Außenbildschirm an der Ecke und auf dem Riesenbildschirm im Innenraum der Volksbank Dortmund-Husen direkt neben dem ehem. Haus Lünenbürger.

Das Grundstück, auf dem das historische Haus steht, wurde 1868 vom damaligen Eigentümer Friedrich Wilhelm Stöve gekauft und mit dem jetzigen Haus bebaut, in das später die Gaststätte integriert wurde. Zum Ende des 19. Jahrh. wurde die Gaststätte ausgebaut und erhielt zur Theke auch ein Gesellschaftszimmer, einen Saal und es wurde auch noch ein Laden angegliedert.

Das Restaurant Lünenbürger war nicht nur beliebt bei Gästen aus der näheren Umgebung, sondern auch über die Vorortsgrenzen hinaus. Der Tanzboden in den zwei Sälen und das sog. Separee war durch die günstige Zuganbindung zum Kurler Bahnhof auch für weiter entfernt wohnende Gäste sehr gut zu erreichen. Die Gaststätte war in Dortmund so bekannt, dass aus der Stadt kommende Gäste am Fahrkartenschalter des Hauptbahnhofes als Fahrtziel nur "Lünenbürger" sagen brauchten, um das richtige Ticket zu bekommen...

Anfang der 1920er Jahre wurde Heinrich Lünenbürger als Wirt von seinem Sohn Fritz abgelöst. Dieser machte aus der Gaststätte ein über seine Grenzen hinaus bekanntes Tanzlokal mit Varieté- und Kabarettvorstellungen und Lichtspielvorführungen. Später kamen Bühne und Gartenwirtschaft dazu. Fritz Lünenbürger führte die Gaststätte bis Ende der 1940er Jahre und verpachtete sie anschließend. Er starb im Jahre 1975.

In den 1930er Jahren befand sich an der Stelle der späteren Garage ein Pissoir und direkt vor dem Restaurant eine Benzinzapfstelle und ab dem Jahr 1934 im Ladenteil Husener Str. 56 ein Edeka-Laden.
1956 wurde das Billardzimmer, ehemals Wohnzimmer, als Gesellschaftszimmer umgebaut und später auch als Jagdzimmer bekannt. Im Gebäudeteil neben der damaligen Garage existierte ein Textilgeschäft, ab 1975 zog dort der Schnellimbiss ein.
Hinter der Gaststätte hatte die Zeche Kurl ein Ledigenheim für ihre Junggesellen errichtet, welches erst in den 1950er Jahren abgerissen wurde.
Im Jahr 1969 eröffnete im Haus das Lokal Sacre Coeur mit Striptease und auch das 1980 eröffnete Paint House sorgte für negative Schlagzeilen als Hippielokal mit einer Drogenszene.

Erst nachdem 1981 Bäcker und Voss die Gaststätte übernahmen, bekam das Lokal wieder einen guten Ruf und punktete mit hochwertigen Musikveranstaltungen für Freunde der Blues- und Soulmusik.

Heute ist nach fast zweijähriger Umbau- und Restaurierungsarbeit durch den neuen Besitzer Alexander König aus Kurl aus dem denkmalgeschützten Gebäude ein wahres Highlight geworden. Die Bäckerei Vorwerk eröffnete am 21.12.2019 im Haus mit dem "Café & Backgenuss" die gelungenen Innenräume, denen im Frühjahr eine Außengastronomie hinter dem Haus folgen soll. 
Die bisherigen Bauphasen sind neben der Geschichte des Hauses auch in der Präsentation dokumentiert.
Fazit: Der alte Heinrich Lünenbürger würde sich vor Freude im Grabe umdrehen, wenn er sehen könnte, was aus dem zum Schluss doch sehr verfallenen Gebäude gemacht wurde...

Die Spurensuche in 80 Folien von Peter Kocbeck ist in der Volksbank vom 16. Dezember 2019 bis zum 04. Januar 2010 zu sehen. Darüberhinaus können Interessierte dort eine Broschüre zum Thema erwerben.

Autor:

Peter Kocbeck aus Dortmund-Ost

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