Dortmund erhält Label „StadtGrün naturnah“ in Silber // Präsentation auf dem Hauptfriedhof im Osten
Für mehr Stadtnatur

Freuen sich auf der Talwiese des Hauptfriedhofes über die Auszeichnung: Annette Kulozik, Geschäftsleitung Sport- und Freizeitbetriebe, Claudia Vennefrohne, Teamleitung Landschafts- und Umweltplanung im Umweltamt, Georg Sümer, Teamleitung Gewässer bei der Stadtentwässerung, Martin Rüthers, Technische Dienste Grün im Tiefbauamt, Gerhard Hettwer, Hauptfriedhof Dortmund, Jürgen Hundorf, Technische Dienste Grün im Tiefbauamt, Stadtrat Arnulf Rybicki, Dezernent für Bauen und Infrastruktur, Sylivia Uehlendahl, Leiterin Tiefbauamt, und Ralf Dallmann, Betriebsleitung Friedhöfe Dortmund (von links).
  • Freuen sich auf der Talwiese des Hauptfriedhofes über die Auszeichnung: Annette Kulozik, Geschäftsleitung Sport- und Freizeitbetriebe, Claudia Vennefrohne, Teamleitung Landschafts- und Umweltplanung im Umweltamt, Georg Sümer, Teamleitung Gewässer bei der Stadtentwässerung, Martin Rüthers, Technische Dienste Grün im Tiefbauamt, Gerhard Hettwer, Hauptfriedhof Dortmund, Jürgen Hundorf, Technische Dienste Grün im Tiefbauamt, Stadtrat Arnulf Rybicki, Dezernent für Bauen und Infrastruktur, Sylivia Uehlendahl, Leiterin Tiefbauamt, und Ralf Dallmann, Betriebsleitung Friedhöfe Dortmund (von links).
  • Foto: Günter Schmitz
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Dortmund wurde mit dem Label "StadtGrün naturnah" in Silber ausgezeichnet. Das Projekt wurde im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Für die Stadt Dortmund nahm Stadtrat Arnulf Rybicki die Auszeichnung im September in Bonn entgegen.

Die Laudatio für die Preisträger hielt Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. „Stadtgrün ist unverzichtbar“, sagte Prof. Jessel, „denn es schafft nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern auch gesunde und attraktive Lebensbedingungen für uns Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass sich immer mehr Kommunen für eine naturnahe Gestaltung und Aufwertung von Grünflächen stark machen. Mit dem Label StadtGrün naturnah schafft das Projekt zusätzliche Anreize, ausgetretene Pfade zu verlassen und mehr Grün statt Grau in die Städte und Gemeinden zu bringen. Dass dies gelingt, zeigen die 14 Projekte, die wir auszeichnen.“

Beworben hatten sich zunächst 51 Kommunen, von denen letztlich 14 nach einem gut einjährigen Verfahren mit einem Label ausgezeichnet wurden. Honoriert wurden die Kommunen für die Entwicklung artenreicher Wildblumenwiesen, das Pflanzen heimischer Sträucher und das Entwickeln einer zeitgemäßen Grünflächenstrategie, die sich zum Ziel setzt, die Artenvielfalt von Flora und Fauna in der Stadt zu fördern und langfristig durch geeignete Maßnahmen zu sichern.

So können zum Beispiel naturnahe Parkanlagen und kommunale Wälder, zusammenhängende Grünzüge, Baumgruppen oder gemischte Baumalleen, heimische Sträucher und Staudenpflanzungen sowie artenreiche Wiesenflächen ein attraktives und gesundes Wohnumfeld schaffen und gleichzeitig durch ihren Strukturreichtum wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sichern. Um städtisches Grün in diese Richtung zu entwickeln und biologische Vielfalt im urbanen Raum zu fördern, bedarf es daher einer ökologisch ausgerichteten Pflege, die mit veränderten Mähverfahren und Angeboten für Rückzugs- und Brutmöglichkeiten die Biodiversität in der Stadt nachweislich verbessern wird.

Dortmund konnte sich im Labelingverfahren durch den Einsatz zahlreicher Bürger*innen, Naturschutzverbände, Vereine und der beteiligten Fachämter mit seinen eingereichten Projekten weit vorne im Feld der ausgezeichneten Kommunen platzieren. Die positiven Auswirkungen der veränderten Grünpflege lassen sich bereits an vielen Stellen im Dortmunder Stadtbild erkennen. So sind bereits 30 Prozent der öffentlichen Wiesenflächen in ein ökologisches und Artenvielfalt steigerndes Pflegeprogramm überführt worden.

Besonders beeindruckt war der Labelgeber bei einem Vor-Ort-Besuch von den zahlreichen Aktivitäten auf dem Dortmunder Hauptfriedhof. So werden Grabfelder mit alten Obstsorten gestaltet oder potentielle Zukunftsbäume gepflanzt, um sie auf ihre Eignung zur Minderung von Klimawandelfolgen zu testen.

Insbesondere den Kommunen kommt bei der Umsetzung des von der Bundesregierung kürzlich beschlossenen Masterplans Stadtnatur eine besondere Bedeutung zu. Dortmund hat diese Bedeutung frühzeitig erkannt und mit der Labelauszeichnung eine plakative Bestätigung ihres Engagements zur Steigerung der Artenvielfalt erhalten.

Das Konzept StadtGrün naturnah wird von der Stadt Dortmund nicht nur weiter geführt, sondern auch noch ausgeweitet. Die Entsorgung Dortmund GmbH, die einen Teil der Pflege des Straßenbegleitgrüns übernommen hat, schließt sich der Idee an.

Die nächste Auszeichnung wird in drei Jahren vergeben und das goldene Label bleibt natürlich das Ziel.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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