Die Grünen im Stadtbezirk Brackel sind anderer Ansicht:
"CDU zündet Nebelkerze" // Grüne setzen auf breite Unterstützung durch die Bevölkerung gegen den Weiterbau der OWIIIa

Die Brackeler Straße (L663n), auch als OWIIIa bekannt, kurz vor ihrem Ausbauende zwischen Kurl und Asseln.
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  • Die Brackeler Straße (L663n), auch als OWIIIa bekannt, kurz vor ihrem Ausbauende zwischen Kurl und Asseln.
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Die Grünen im Stadtbezirk Brackel haben auf den Jubel bei der Dortmunder CDU in Sachen Weiterbau der L663n (Brackeler Straße) mit Kopfschütteln reagiert. Sie sind der Ansicht: "Noch gibt es keine Neuigkeiten zum Weiterbau der umstrittenen OWIIIa."

In einer heute (25.1.) verbreiteten Pressemitteilung heißt es: "Auch wenn die Dortmunder CDU dazu jetzt erneut eine Nebelkerze zündet: Der Weiterbau ist kein Stück näher gerückt." Und das ist aus Sicht der Grünen auch gut so: "Denn das Landschaftsschutzgebiet zwischen Husen, Asseln und Wickede würde durch den Weiterbau der Brackeler Straße existenziell gefährdet."

Claudia Plieth, Ratsvertreterin der Grünen aus Brackel, führt aus:
„Was die CDU jetzt von der Landesregierung erfahren hat, ist nichts Neues. Die Diskussion um die Übernahme der Planungskosten begleitet das Projekt seit Jahren. Entscheidend ist aber weiterhin, dass mit der Weiterführung der Umgehungsstraße ein Gebiet massiv mit Auto- und Lkw-Verkehr belastet würde, das laut Umweltamt als Fläche mit der geringsten Belastung durch Straßenverkehrslärm im ganzen Stadtgebiet gilt."

Plieth verweist darauf, dass der neue Landschaftsplan der Stadt Dortmund das Gebiet zwischen Kurl, Brackel, Asseln und Wickede gerade als besonders erhaltenswert  bezeichne, weil es ein unzerschnittener verkehrsarmer Raum ist und das lokale Klima schützt.

Plieth: "Der Weiterbau der Brackeler Straße erscheint in diesem Zusammenhang als absurd. Vor allem, weil die Fortsetzung der ,OWIIIa' nicht mal ihr eigentliches Ziel, den Hellweg zu entlasten, erreichen wird. Stattdessen wird sie möglicherwiese noch mehr Autos nach Asseln und Wickede bringen – vor allem nach dem Weiterbau in Richtung Unna. Bei Stau auf der A2 oder B1 wird diese Strecke als Umleitung genutzt werden.“

Für die Brackeler Grünen ist es deshalb unverständlich, dass CDU und SPD die Straße in dieses Landschaftsschutzgebiet hinein weiterbauen wollen – wenige Meter vorbei am Pleckenbrink-See, entlang dem Naturschutzgebiet Wickeder Ostholz und nah an den Wohngebieten Wickedes. Dadurch werde nicht nur Landschaft zerstört, sondern auch die Lebensqualität der Asselner und Wickeder verschlechtert.

Heide Kröger-Brenner, Bezirksvertreterin der Grünen und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Brackel, ergänzt: „Es ist für uns unbegreiflich, wie man in Zeiten von Klimawandel, Problemen durch Zerstörung von Grünflächen und Flächenversiegelung, durch Autoverkehr ernsthaft den Neubau einer Schnellstraße durch einen wichtigen Grüngürtel in einer Großstadt wie Dortmund fordern und vorantreiben kann. Eine Lösung kann nur eine Verkehrswende weg vom Autoverkehr sein. Wir werden dem Weiterbau der OWIIIa weiterhin massiven Widerstand entgegensetzen und hoffen auf eine breite Unterstützung durch die Brackeler Bevölkerung.“

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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