Ebola-Epidemie: Sozialistisches Kuba schickt 165 Mediziner - WHO-Chefin dank für Solidarität - Cuban war on ebola

Das kleine, selbst nicht gerade auf Rosen gebettete Kuba schickt 165 Mediziner nach Westafrika, um die Ebola-Epidemie zu bekämpfen.
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  • Foto: Manuel Dohmen, CC-Lizenz
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Die Ebola-Epidemie in Westafrika, benannt nach dem kongolesischen Fluss Ebola, an dessen Ufern es 1976 zum ersten Mal ausbrach, weitet sich aus. Inzwischen gibt es über 2500 Tote. Vor Ort befinden sich aktuell 170 ausländische Mediziner. Diese Zahl wird sich ab Anfang Oktober 2014 verdoppeln. Das kleine sozialistische Kuba, selbst mit einer unbarmherzigen US-Wirtschaftsblockade kämpfend, die Lebensmittel und Medikamente einschließt, entsendet auf Wunsch der UN-Weltgesundheitsorganisation WHO insgesamt 165 Mediziner (62 Ärzte und 103 Pfleger) nach Westafrika.

Alle 165 Kubanerinnen und Kubaner sind bereits kampferprobt und haben in der Vergangenheit, stellenweise schon mehrfach, an vergleichbaren Katastrophenhilfen teilgenommen.

"Wenn wir in den Krieg gegen Ebola ziehen, brauchen wir die Mittel, um kämpfen zu können", erklärte die Generaldirektorin der WHO Margaret Chan und lobte die Entscheidung aus Havanna: "Ich bin sehr dankbar für die Großzügigkeit der kubanischen Regierung und der Gesundheitsspezialisten, die ihren Teil beitragen, um bei der Eindämmung des schlimmsten Ebola-Ausbruchs in der Geschichte zu helfen." Die Insel habe ein Beispiel dafür gegeben, wie die internationale Gemeinschaft auf den Hilferuf der WHO vom 28. August reagieren müsse. "Kuba ist in der Welt bekannt für seine Fähigkeit, herausragende Ärzte und Krankenschwestern auszubilden, und für seine Bereitschaft, anderen Ländern auf ihrem Weg zum Fortschritt zu helfen", so Chan bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kubanischen Gesundheitsminister Roberto Morales.", meldet am 13. September die linke Tageszeitung junge Welt aus Berlin.

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Fast 80.0000 Mediziner für Afrika

Der kubanische Gesundheitsminister führte weiter aus, dass die Beteiligung am Einsatz gegen Ebola kein Einzelfall ist, sondern Teil der Solidarität, die Kuba in all diesen 55 Jahren der Revolution geleistet hat. In über 90 Ländern der Welt sind aktuell rund 65.000 kubanische Mediziner gegen die schlimmsten gesundheitlichen Geißeln der Menschheit im Einsatz. Aus Kuba, das Fidel Castro mal eine latein-afrikanische Nation auch angesichts der internationalen Solidarität mit Angola, Südafrika und seinem Freund und Genossen Nelson Mandela nannte, kamen seit dem Sieg der kubanischen Revolution im Jahre 1959 fast 80.000 Mediziner nach Afrika. Kein anderes Land der Welt leistet eine vergleichbare internationale, medizinische Solidarität.

Ebolavirus eigentlich nicht wirklich groß gefährlich

Nichtsdestotrotz ist die Kritik aus Afrika gerade an der Hilfe aus Nordamerika und Europa um so vernichtender: "Wenn es über 2000 Tote in London geben würde, wäre Ebola schon besiegt!" Tatsächlich soll das Ebolavirus aus epidemiologischer Sicht eigentlich nicht wirklich groß gefährlich sein. Eine Übertragung soll angeblich fast nur durch Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der Infizierten erfolgen. An der Luft soll der Virus sofort absterben und nur durch Mund-, Augen- Nasenschleimhäute oder über offene Wunden übertragbar sein. Ein lesenswerten Artikel von Klaus Engert mit dem Titel "Ebola, Armut und Rassismus - Sechs Gründe, warum die Krankheit zu einer Epidemie wird" finden Sie in der Internetausgabe der Sozialistischen Zeitung.

Das kleine, selbst nicht gerade auf Rosen gebettete Kuba schickt 165 Mediziner nach Westafrika, um die Ebola-Epidemie zu bekämpfen.
"Ich bin sehr dankbar für die Großzügigkeit der kubanischen Regierung und der Gesundheitsspezialisten, die ihren Teil beitragen, um bei der Eindämmung des schlimmsten Ebola-Ausbruchs in der Geschichte zu helfen.", so die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Margaret Chan.
Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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