Flughafen Dortmund: Liste der Grausamkeiten trifft ArbeitnehmerInnen

Wo: Flughafen, Wickede, 44319 Dortmund-Wickede auf Karte anzeigen

2. Mai 2012 - Bericht von Torsten Behrendt / Utz Kowalewski - Fraktion DIE LINKE -

Lärmschutz wird bei einer Betriebszeitenausweitung teuer.

Aufgrund der seit Jahren wirtschaftlich prekären Situation am Flughafen Dortmund und möglichen Verstößen gegen EU-Recht gerät der Dortmunder Flughafen nun mal wieder in die Schlagzeilen. Jährlich sollen auf Kosten des Personals rund zwei Mio. Euro eingespart werden um das Flughafen Ergebnis an die Anforderungen der EU anzupassen.

„Damit sollen allein die Beschäftigten die Mehrkosten zahlen, die mit einer Ausweitung der Betriebszeiten am Flughafen verbunden sind. Auf der Grundlage des Exposees des Flughafenplaners Faulenbach da Costa aus dem Jahr 2009 rechnen wir mit einem zusätzlichen Defizit von 1,5-2 Mio. Euro für die Betriebszeitenerweiterung. Das wäre ziemlich genau die Summe, die nun den Beschäftigten aus der Lohntüte entnommen werden soll,“ kritisiert Utz Kowalewski, Fraktionssprecher der Linken. DIE LINKE fühlt sich in ihrem Ziel den Dortmunder Flughafen in Kooperation mit Nachbarflughäfen zu einem Geschäftsflughafen zurückzuführen gestärkt. DIE LINKE fordert daher Stadtwerke und Flughafen auf ihren Antrag auf eine Erweiterung der Betriebszeiten zurückzuziehen.

"15 MitarbeiterInnen des Cargo-Bereiches, 29 MitarbeiterInnen aus dem Bereich Passage/Gepäckermittlung, 23 MitarbeiterInnen aus der Gepäckabfertigung und bis zu 50 MitarbeiterInnen aus der Verwaltung, also rund ein Drittel der Belegschaft, stehen vor finanziellen Einbußen und beruflichen Veränderungen, nur weil es die Flughafenlobby zusammen mit den politisch Verantwortlichen aus SPD und CDU nicht hinbekommen haben ihre Flughafenförderung rechtssicher zu gestalten!", so Utz Kowalewski.

Der Geschäftsführer der Ratslinken, Torsten Behrendt, ergänzt: "Die Einsparungen sollen unter anderem durch Privatisierungen erfolgen. Das wirft die Frage auf, welcher privater Investor oder Betreiber den einen Bereich der ein strukturelles Minus ausweist übernehmen sollte oder wird? Hier könnten doch dann mal die Flughafenausbaufreunde von IHK und Handswerkskammer einspringen. Ich vermute aber mal, dass diese sich bei der Frage nur wegducken werden. Die Zukunft des Flughafens liegt für uns in der Kooperation mit den Nachbarflughäfen im Rahmen eines Flughafenverbundsystems und nicht in der Konkurrenz zu diesen!"

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