Fracking-Verbot: Umweltschützer fordern totales Verbot statt rotgrünen Etikettenschwindel - TTIP-Hintertür für Fracking

Mischapparatur für das Beimischen der Fracfluide zum Wasser, vor dem Einpressen in das Bohrloch. (Quelle: wikipedia)
  • Mischapparatur für das Beimischen der Fracfluide zum Wasser, vor dem Einpressen in das Bohrloch. (Quelle: wikipedia)
  • Foto: Joshua Doubek (CC BY-SA 3.0)
  • hochgeladen von Carsten Klink

Wie man es ja schon von der SPD beim vergurkten € 8,50 Mindestlohn mit seinen unzähligen Ausnahmen kennt, hapert es auch beim Fracking-Verbot, welches eine Bundesratsinitiative des rot-grün regierten Schleswig-Holsteins fordert, mal wieder gewaltig. Letztlich droht die Fracking-Legalisierung auch durch das EU/USA-Freihandelsabkommen TTIP, da dort Fracking bei den Geheimverhandlungen festgeschrieben werden kann.

"Die Bundesratsinitiative von Schleswig-Holstein rühmt sich Fracking zu verbieten, doch an vielen Stellen ist sie ein Etikettenschwindel: "konventionelles" Fracking bleibt erlaubt und giftige Rückstände dürfen weiter verpresst werden. Wer es mit dem Schutz unseres Trinkwassers und des Weltklimas ernst meint, der muss alle Formen des Fracking verbieten", analysiert Chris Methmann von Campact.

460.000 Unterschriften gesammelt

Das Kampagnennetzwerk Campact, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hatten zusammen den Online-Aufruf "Fracking stoppen: Rettet unser Trinkwasser" gestartet und dabei in kurzer Zeit über 460.000 Unterschriften gesammelt. Diese wurden dann bei einer symbolischen Frackingbohrung vor dem Bundesrat an den grünen, schleswig-holsteinischen Umweltminister Robert Habeck übergeben. Die Übergabe wurde mit der Forderung nach einem echten Frackingverbot ohne Ausnahmen verbunden.

Fracking riskante Technologie

"Fracking ist eine riskante Technologie mit unkontrollierbaren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Daher gehört es ohne Wenn und Aber verboten“, so Antje von Broock, Klimaexpertin beim BUND. Schiefergas werde weder die Gaspreise senken noch die Versorgungssicherheit erhöhen und sei deshalb auch aus energiepolitischen Gründen nicht förderungswürdig. "Statt auf eine teure und unsichere Technologie zu setzen, sollten wir vorhandene Forschungsmittel besser in die Entwicklung von Energieeffizienzmaßnahmen stecken. Wenn es uns gelingt, den Energieverbrauch insgesamt zu senken, brauchen wir uns über Fracking keine Gedanken mehr zu machen", so abschließend die Klimaexpertin.

Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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