Geplante Gewerbeflächen in Asseln und Wickede sind geeignet, aber umstritten

Die Infoveranstaltung zu geplanten Gewerbegebieten in Asseln und Wickede war gut besucht.                Foto: Schmitz
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Mehr als 180 Anwohner besuchten die Informationsveranstaltung der Bezirksvertretung Brackel im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Asseln zu den geplanten Gewerbeflächen in Asseln und Wickede.

Nach einer kurzen Einführung in die Problematik durch Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka erläuterten Thomas Ellerkamp und Konrad Hachmeyer von der Wirtschaftsförderung Dortmund die Gründe für die Suche nach weiteren Gewerbe- und Industrieflächen trotz großer Vorratsflächen in Dortmund. Wichtiges Signal für die Diskussion: Die großen Flächen auf der Westfalenhütte sind für die Ansiedlung von Industriebetrieben mit hohem Flächenbedarf bestens geeignet - und sie sind die einzigen und wahrscheinlich letzten Flächen dieser Art in Dortmund. Daher sollen sie nicht mit kleinteiligen Gewerbeflächen zersiedelt, sondern vorgehalten werden für den Fall, dass Dortmund eine Anfrage nach großen industriell nutzbaren Flächen erreicht.
Amtsleiter Ludger Wilde und Teamleiterin Birgit Niedergethmann vom Planungsamt der Stadt erläuterten anschließend den Planungsstand und die Problematik für die drei in Rede stehenden Flächen Buddenacker, Asseln-Süd und Osterschleppweg. Kuriose Ergebnisse mehrfacher Planänderungen: So gibt es zwar einen rechtskräftigen Bebauungsplan Asseln-Süd, dieser wird allerdings vom mittlerweile geänderten Flächennutzungsplan gar nicht mehr unterstützt - ein für die Bürger schwer zu durchschauendes Dickicht an Vorgaben und Restriktionen, so Czierpka.
In der anschließenden Diskussion stand zunächst die Frage des Bedarfs im Mittelpunkt - hier mussten die Wirtschaftsförderer mehrfach unterstreichen dass nur erschlossene Flächen zur schnellen Reaktion auf Anfragen taugen. Auf großes Unverständnis stieß die Planung für den Buddenacker, dort sollen statt der ursprünglich geplanten 9 ha nunmehr über 22 ha Gewerbe- und Industriefläche entstehen . Auf die negativen Auswirkungen für Asseln und Wickede angesprochen, meinte der Bezirksbürgermeister: „Anderswo wohnt man am Golfplatz oder am See, in Wickede gibt es künftig dann eine völlig neue und einzigartige Form des Ambiente-Wohnens, das Wohnen im Gewerbegebiet“. Der Amtsleiter versprach, diese Bedenken ins Rathaus mitzunehmen.
Czierpka ermahnte dazu, Botschaft und Überbringer zu trennen: „Die Verwaltung arbeitet im Auftrag des Rates und erarbeitet Planungen - entscheiden wird die Politik, nicht das Planungsamt und nicht die Wirtschaftsförderung“.
Nach zwei Stunden trennte man sich mit dem Hinweis auf die weiter laufende Sammlung von Unterschriften (134 kamen an diesem Abend dazu) und die Internet-Seite der Aktionsgemeinschaft Grün-statt-Grau in der auch die Mitglieder der Bezirksvertretung aktiv sind, denn das war die gute Nachricht für die Anwohner: Die Bezirksvertretung ist sich in der Ablehnung der Flächen einige, quer durch alle Parteien. Lediglich am Buddenacker kann man sich einen Bereich von 9ha direkt oben an der B1 vorstellen.

Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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