NRW-Minister: OWIIIa-Ausbau ungewiss - Naturschutz: SPD mehr Bock als Gärtner - Endlich: Kunstrasenplatz für SC Husen-Kurl

Genau durch dieses schöne Gebiete soll nach dem Willen von SPD und CDU der OWIIIa-Weiterbau führen und den Lebensraum von sowieso schon bedrohten Tierarten zerstören.
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Der den Bürgern von CDU und SPD je nach Standpunkt angedrohte oder versprochene und nicht minder umstrittene OWIIIa-Ausbau ist laut NRW-Verkehrsminister Groschek "noch weit entfernt von einer möglichen Realisierung". Dennoch behaart die SPD bei einem Wahlkampftermin auf der geplanten autobahnähnlichen Betontrasse auf den Weiterbau und stellt sich putzigerweise gleichzeitig als Naturschützer da.

Dabei verweist der NRW-Verkehrsminister (SPD) auch darauf, dass erst Baurecht vorliegen müsse, um über die Finanzierung und Umsetzung entscheiden zu können. Weiter müsse die Straße, die von CDU und SPD seit Jahrzehnten versprochen wird, erst in das Landesstraßenprogramm aufgenommen werden. Auf die unzureichende Umweltverträglichkeitsstudie, auf die die Ausbaugegner ebenfalls hinweisen, ging der Minister erst gar nicht ein.

Problematisch scheint auch gerade die Finanzierung der Kosten von bis zu einer Million Euro zu sein. Die Stadtspitze will, dass das Land NRW zahlt. Obwohl die rot-grüne Landesregierung mit Zustimmung der Grünen den Weiterbau auf die Prioritätenliste des Landes gesetzt hat, wurde von dieser keine Zusage für die Übernahme der Planungskosten gemacht. Die OWIIIa-Befürworter werden offensichtlich zur Freude der Ausbaugegner schlicht hingehalten und vertröstet.

"Statt des überflüssigen OW3a-Ausbaus sollten lieber die bestehenden, extrem maroden Straßen, Radwege und Bürgersteige instandgesetzt werden.", mahnte Dr. Gerhard Sickert, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative Gemeinsam für Brackel und gleichzeitig parteiloser, unabhängiger Kandidat der LINKEN für die Bezirksvertretung im Stadtbezirk Brackel, eine sinnvollere Verwendung der Mittel an.

Naturschutz: SPD eher Bock als Gärtner

Derweil präsentiert sich die SPD in dieser Woche mitten in den Wiesen und Feldern, die der Betontrasse weichen sollen, als große Naturschützer. Engagierte Bürgerinnen und Bürger durchkreuzten aber dieses Wahlkampfmanöver und machten die SPD vor Ort auf die offensichtlichen Widersprüche aufmerksam.

Die selbsternannten SPD-Naturschützer würden mit dem OWIIIa-Weiterbau nämlich nicht nur den Lebensraum zahlreicher geschützter Tiere zerstören, sondern auch genau das Gebiet, welches extra für eine natürliche Waldentwicklung ausgewiesen wurde, schlicht zubetonieren. An SPD-Bezirksbürgermeister Czierpkas Begeisterung für das Fällen von gesunden Bäumen samt Fledermausnisthöhlen werden sich sicherlich noch alle gut erinnern.

Der Pleckenbrinksee, von dem die SPD scheinbar glaubt ihn höchstpersönlich angelegt zu haben, wurde tatsächlich von allen in der Bezirksvertretung vertretenen Parteien beschlossen. Auch die von der SPD geforderte Wohnbebauung Wickede-Nord ist alles andere als die zur Schau gestellte Naturfreundlichkeit. Bezüglich des Naturschutzes ist die SPD wohl eher Bock als Gärtner.

Erster Spatenstich für den Kunstrasenplatz des SC Husen-Kurl

Endlich wurde auch mit dem Bau des lange diskutierten Kunstrasenplatzes des SC Husen-Kurl begonnen. Die Bürgerinnen und Bürger, die Politik und die Naturschützer zeigen sich heute nun alle, nach langen Diskussionen auch über den Rotmilan und anderen schützenswerten Tieren, hocherfreut über den ersten Spatenstich.

Gewinner: Sportverein, Anwohner, Patienten & die Natur

"Wir konnten dem Griff der Stadtverwaltung in die Freifläche am Naturschutzgebiet Alte Körne Einhalt gebieten, indem wir in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative "Pro Natur – Pro Sportplatz" um Astrid Grolla und der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft e.V. den Nachweis für den Rotmilan als Brutvogel führen konnten. Gewinner sind sowohl der Sportverein und die Anwohner an der Kurler Strasse als auch die Patienten des Kurler Krankenhauses und natürlich auch die Natur, da im früheren Plangebiet eine große Anzahl seltener Tierarten lebt", meint der planungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Utz Kowalewski anläßlich der als Spatenstich deklarierten Wahlkampfveranstaltung des Oberbürgermeisters in Husen-Kurl.

Interessant ist an der Gemengelage rund um den Sportplatzbau nicht nur das die Verwaltung jahrelang fälschlicherweise behauptet hat, dass es unmöglich sei am bestehendem Standort die baulichen Voraussetzungen für den weiteren Sportbetrieb zu schaffen, sondern auch dass die mögliche Ersatzfläche der Zeche Kurl als Gewerbefläche zurückgehalten wurde, diese aber aus Kostengründen wohl auch langfristig eine Brachfläche im Ortskern von Husen-Kurl bleiben wird.

Genau durch dieses schöne Gebiete soll nach dem Willen von SPD und CDU der OWIIIa-Weiterbau führen und den Lebensraum von sowieso schon bedrohten Tierarten zerstören.
Konnte in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative "Pro Natur – Pro Sportplatz" um Astrid Grolla und der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft e.V. den Nachweis für den Rotmilan als Brutvogel führen: Utz Kowalewski, Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE im Rat der Stadt Dortmund.
Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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