„Schützt unseren Freiraum – Stoppt OWIIIa“
Protest gegen Weiterbau der Brackeler Straße (L663n) von Asseln nach Unna

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Auf Initiative der Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF) haben heute gut 100 Menschen aus Bürgerinitiative, Parteien, Umwelt- und Verkehrsverbänden sowie betroffene Anwohner zur Sitzung des Dortmunder Rates vor der Westfalenhalle 2 gegen den geplanten Weiterbau der OWIIIa (L663n) von Asseln über Wickede bis in den Kreis Unna mit Anbindung an die A1 bei IKEA in Kamen demonstriert.

„Wir sind begeistert von der großen Beteiligung an dieser DEMO“, so Norbert Roggenbach, Verantwortlicher dieser mit ursprünglich 30 Personen angemeldeten Demo.

Hier der gemeinsame Pressetext aller beteiligten Organisationen: 

„Schützt unseren Freiraum – Stoppt OWIIIa“ hieß es auf Spruchbändern vor der
Westfalenhalle, wo der Rat am 18.6. zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause
zusammenkam.

Umwelt- und Verkehrsinitiativen und das Dortmunder Klimabündnis wenden sich
weiter entschieden gegen die Fortführung der Planungen für die vierspurige
Landesstraße L663n nach Unna nördlich von Asseln und Wickede.
„Wir bekämpfen diese Straße seit über 30 Jahren, weil sie Natur zerstört und nicht
mehr zeitgemäß ist.“ so Thomas Quittek vom BUND. Nach dem neuen
Landschaftsplan würde die L663n den größten lärmarmen Freiraum im Dortmunder
Osten zerschneiden und die Naturschutzgebiete „Wickeder Holz“ und „Wickeder
Ostholz“ mit dem Pleckenbrinksee tangieren.

Auch verkehrlich ist der Nutzen der Straße äußerst fraglich. „Die Entlastung für den
Hellweg ist minimal, während über 26.000 zusätzliche Fahrzeuge pro Tag über die
neue Trasse fahren würden,“ meint Stefan Herbst von der Bürgerinitiative „Schützt
unseren Freiraum“. Während die Stadt die B1-Ampeln zur Minderung des Verkehrs
erhalten will, holen SPD und CDU mit der L663n enormen Verkehr in die Stadt.
„Auch klimapolitisch ist diese Straße kontraproduktiv. Sie konterkariert die CO2-
Minderungsziele der Stadt und erzeugt zusätzlich Stickstoffdioxid und Feinstäube auf
der Brackeler Straße, auf der gerade erst eine Umweltspur eingerichtet wurde.“,
kritisiert Friedrich Laker, Sprecher des Klimabündnisses Dortmund, in dem über 8000
Mitglieder zusammengeschlossen sind.

Das Geld sollte sinnvoller zur Förderung des Umweltverbundes verwendet werden.
„Während es hier zwei zusätzliche Planstellen für ein höchst fragwürdiges
Straßenbauprojekt gibt, hat die Stadt Dortmund kein Geld für die seit vielen Jahren
weitgehend brachliegende Entwicklung des Stadtbahnnetzes“ merkt Lorenz Redicker
vom VCD an.

Die Verbände kündigen erbitterten Widerstand gegen diese „verkehrliche Altlast“ an
und fordern SPD, CDU und FDP auf, die Planung endlich aufzugeben.

Thomas Quittek (BUND Dortmund)
Dr. Kristof Hennies (NABU Dortmund)
Dr. Hans-Dieter Otterbein (AGARD und LNU)
Peter Fricke (Aufbruch Fahrrad)
Friedrich Laker (Klimabündnis Dortmund)
Werner Blanke (ADFC Dortmund)
Lorenz Redicker (VCD Dortmund)
Stefan Herbst (Bürgerinitiative Schützt unseren Freiraum)
Oliver Stieglitz (Fahrgastinitiative Pro Bahn)

Für Rückfragen: Norbert Roggenbach (Tel. 0172 1751849, Mail: nroggen@dokom.net)
=> Weitere Infos zur OWIIIa - hier: www.bisuf.blogspot.com

Autor:

Norbert Roggenbach aus Dortmund-Ost

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