SPD-Politiker haben beim Check in Asseln und Wickede eine lange Mängelliste aufgestellt und fordern:
"Radweg wiederherstellen entlang des Hellweges"

Die beiden SPD-Politiker*innen Anna Spaenhoff und Fabian Erstfeld stehen - eigentlich - mitten auf dem Radweg am Hellweg zwischen Asseln und Wickede. Doch mitten darauf platziert steht ein Fahrleitungsmast für die Stadtbahn. Typisch. Denn es gibt noch viele Mängel mehr auf diesem "Radweg". Die Ratskandidat*innen haben ihn unter die Lupe genommen.
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  • Die beiden SPD-Politiker*innen Anna Spaenhoff und Fabian Erstfeld stehen - eigentlich - mitten auf dem Radweg am Hellweg zwischen Asseln und Wickede. Doch mitten darauf platziert steht ein Fahrleitungsmast für die Stadtbahn. Typisch. Denn es gibt noch viele Mängel mehr auf diesem "Radweg". Die Ratskandidat*innen haben ihn unter die Lupe genommen.
  • Foto: Karl-Heinz Czierpka
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Seit einem Jahrzehnt fordert die Bezirksvertretung (BV) Brackel die Wiederherstellung des Radweges auf der Südseite des Hellweges zwischen Asseln und Wickede, es existieren dazu mehrere Beschlüsse. Und genau so wird sie seit Jahren von Baustelle zu Baustelle vertröstet.

Gleise, Rohre, Fahrleitungsmasten - zwei davon mitten auf dem Radweg - immer wieder wurde auf die Wiederherstellung am Ende der Baumaßnahmen vertröstet.

Vor einigen Wochen wurde nun auch der Bau des Seniorenheimes am Asselner Hellweg 191 abgeschlossen. Es besteht also kein Grund mehr, weiter zu warten.

Anna Spaenhoff und Fabian Erstfeld, beide Rats-Kandidaten der SPD für die Kommunalwahl im September, haben die Strecke in ihren Wahlkreisen Wickede und Asseln unter die Lupe genommen und eine ausführliche Mängelliste zusammengestellt, die in einen Antrag zur nächsten Sitzung der BV Brackel münden soll.

Alles schief und uneben, teils ohne Markierungen

Fabian Erstfeld: „Der Radweg ist in einem katastrophalen Zustand, an manchen Stellen treffen die Asphaltdecken mehrerer Baumaßnahmen zusammen, alles schief und uneben und die Markierungen sind teilweise nicht wieder hergestellt worden“. Dadurch wird der Radweg an vielen Stellen zugeparkt, denn auch die markierten Parkstände sind nicht mehr zu erkennen. Sogar ein Kanaldeckel mit den Rillen parallel zur Fahrrichtung wurde entdeckt.

Anna Spaenhoff: „So werden wir das Radfahren nicht attraktiver machen können. Auch die Absenkungen an den Querstraßen sind beim Darüberfahren mit ungefederten Fahrrädern eine Tortour. Eigentlich muss die gesamte Asphaltdecke erneuert werden, dieser Materialmix ist der reinste Flickenteppich."

Auf Kritik der beiden stieß auch der Zuschnitt der Parkboxen. Heutige Autos sind deutlich breiter, daher steht ein Teil der Wagen immer auf dem Radweg, wohl auch, um den Abstand zur vorbeifahrenden Straßenbahn zu vergrößern.

Eine deutliche Veränderung soll es an der breiten Grundstückszufahrt des Netto-Marktes geben. Ein andersfarbiger Belag oder eine besonders auffällige Bodenmarkierung soll auf querende Radfahrer aufmerksam machen, wenn wegen des starken Hellwegverkehres sehr schnell eingefahren wird. Auch versperren wartende Fahrzeuge bei der Ausfahrt oft den gesamten Geh- und Radweg.

Zustände wie einst auf der DDR-Transitstrecke

Begleitet wurden die beiden von Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka, auch er kritisiert den augenblicklichen Zustand: „Wenn demnächst auf dem Wallring ein erstklassiger Fahrradweg entsteht, werden sich Radfahrer aus der Innenstadt bei uns fühlen wie weiland BRD-Autofahrer jenseits von Helmstedt auf der holprigen DDR-Transitstrecke."

Die SPD im Stadtbezirk Brackel hat inzwischen ihr Konzept zur Verkehrswende diskutiert, eine deutliche Attraktivitätssteigerung beim Fahrradverkehr ist wichtiger Baustein der Überlegungen. Und der Hellweg ist für die Sozialdemokraten als schnelle und steigungsarme Verbindung in die Ortskerne bis in die Innenstadt unverzichtbarer Bestandteil der Radwege-Planungen.

Durch Zweigleisigkeit Raum gewinnen

Wichtige Schritte dahin wurden bereits eingeleitet. So soll die Stadtbahn in Wickede zweigleisig ausgebaut werden wie in Asseln, genau wie dort soll der gewonnene Raum für sichere Rad- und Gehwege genutzt werden.

Für Brackel steht man bereits wegen des Umbaus des Hellweges im engen Kontakt mit der Verwaltung. Dort werden die Haltestellen barrierefrei gestaltet, das aber geht nicht ohne den Komplettumbau des Hellweges.

"Dagegen wäre die Wiederherstellung des Radweges zwischen Asseln und Wickede eine kleine und überschaubare Maßnahme, die schnell realisiert werden kann." Hofft die SPD.

 Fotos (3): privat/Czierpka Fabian Erstfeld und Anna Spaenhoff kandidieren für den Rat.Archivfoto: privat/SPD

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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