„Brackel brummt“ gegen das Insektensterben
Aktionstag Bienenweiden war ein großer Erfolg

Auch Brackel Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (2. v. l.) engagierte sich beim Bienenweiden-Aktionstag in Brackel.
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  • Auch Brackel Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (2. v. l.) engagierte sich beim Bienenweiden-Aktionstag in Brackel.
  • Foto: Schmitz
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Unter dem Motto „Brackel brummt“ fand der erste Bienenweiden-Aktionstag statt. Mehrere hundert Besucher kamen.

„Der Stand war dicht umlagert“, freute sich Karl-Heinz Czierpka. Zusammen mit Unterstützern aus der Bezirksvertretung Brackel, vom Werkhof und vom Imkerverein Kurl hatte der Bezirksbürgermeister zu einem Aktionstag Bienenweiden eingeladen, dem ersten im Stadtbezirk Brackel. Vier Stunden lang fand auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde am Brackeler Hellweg, direkt neben dem Haus Beckhoff der Aktionstag statt. Imker und andere Fachleute standen für Fragen zur Verfügung. Eine Schautafel stellte dar, dass ohne Bienen etwa 60 Prozent weniger Äpfel wachsen würden, von Möhren sogar 95 Prozent weniger.

Für das Anlegen eigener Bienenweiden stand Saatgut zur Verfügung, das in kleinen Mengen kostenlos abgegeben wird. Und das nicht nur an Brackeler: „Den Insekten sind die Stadtbezirksgrenzen egal“, sagte Czierpka schmunzelnd. Das Saatgut eignet sich übrigens auch für Kübel auf dem Balkon, wie an einigen Beispielen zu sehen ist. Bei den Besuchern kam die Aktion gut an: „Wir wollen eine Bienenweide im Garten anlegen, da ist das hier sehr praktisch“, erzählte Birgit Seidel aus Husen.

Nach zwei Stunden waren schon zwei Kilo des Saatguts „Blühende Landschaften“ weg. „Das reicht für 2000 Quadratmeter“, rechnet Holger Knöpker von in der Bezirksvertretung Brackel vor. Er kennt sich als Hobby-Imker mit dem Thema aus und nahm Czierpka Ende 2017 zu einer Veranstaltung im Stadtbezirk Scharnhorst mit. Dort sprachen sie mit Landwirten über das Insektensterben.

Gezeigt werden auch Insektenhotels und alles rund um das Thema Bienen und Insekten, die der Imkerverein gebaut hat. Er hat auch ein Bienenmodell, Imkerzubehör und vieles anderes mitgebracht. „Die Bienenweiden ziehen zwar mehr Insekten an, aber Menschen werden dadurch nicht gestört“, versichert Siegfried Rinke aus dem Vorstand des Imkervereins Kurl.

Rita Breker-Kremer vom Werkhof ist seit über 30 Jahren Gärtnerin und hat sich vergangenes Jahr zur Bienenweide-Fachberaterin ausbilden lassen. Sie informiert die Besucher etwa über bienenfreundliche Stauden und darüber, dass alte Pflanzen- und Obstsorten oft besonders besser sind. „Neue Züchtungen haben oft schöne Blüten, aber keinen Pollen.“

Alle Mitstreiter waren in T-Shirts mit dem „Brackel brummt“-Logo gekleidet. Regina Kreutner hat diese in ihrem Designbüro angefertigt. Die Bezirksvertretung Brackel hat für das Jahr 2019 15.000 Euro für das Projekt Bienenweiden beschlossen. „Bisher haben wir erst ein Drittel ausgegeben“, so Czierpka. Für weitere Interessenten und Projekte ist also noch Luft.

Weitere Infos zu den Bienenweiden im Stadtbezirk und dem kostenlosen Saatgut gibt es auch unter www.czierpka.de/bienen.

Auch Brackel Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (2. v. l.) engagierte sich beim Bienenweiden-Aktionstag in Brackel.
Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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