Bald geht's per Geländerad auf Gut Schorlemmer über Stock und Stein - Lang geplante Mountainbike-Strecke am Fränkischen Friedhof in Wickede soll im Sommer endlich eröffnet werden

Die spektakulärste Mountainbike-Strecke Dortmunds liegt zweifellos auf dem Deusenberg (siehe Foto). Doch auch in Wickede soll es noch in diesem Jahr  rasant über Stock und Stein gehen! - Tja, was lange währt... Nun hänge es vor allem vom Wetter ab, wann das Areal für die Geländerad-Fahrer am Fränkischen Friedhof eröffnet werden kann. Beim Baustellen-Termin vor Ort mit dem Ost-Anzeiger hofften Bezirks-Jugendreferent Jörg Bitter und Funsport- Experte Peter Regener auf einen Termin im Sommer.
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  • Die spektakulärste Mountainbike-Strecke Dortmunds liegt zweifellos auf dem Deusenberg (siehe Foto). Doch auch in Wickede soll es noch in diesem Jahr rasant über Stock und Stein gehen! - Tja, was lange währt... Nun hänge es vor allem vom Wetter ab, wann das Areal für die Geländerad-Fahrer am Fränkischen Friedhof eröffnet werden kann. Beim Baustellen-Termin vor Ort mit dem Ost-Anzeiger hofften Bezirks-Jugendreferent Jörg Bitter und Funsport- Experte Peter Regener auf einen Termin im Sommer.
  • Foto: Stephan Schütze
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Die Bauarbeiten schreiten voran, erste Rampen sind bereits zu erkennen: Die geplante Mountainbike-Strecke auf dem Areal des ehemaligen Gut Schor-lemmer in Wickede nimmt langsam Gestalt an. Für den Sommer ist die Eröffnung nun geplant - wenn das Wetter mitspielt.

Von Tobias Weskamp

„Einen festen Eröffnungstermin können wir leider nicht nennen, auch wenn immer wieder bei uns angefragt wird“, erklärt Jörg Bitter, Fachreferent für Kinder- und Jugendförderung im Stadtbezirk Brackel, vor Ort am Fränkischen Friedhof. Er hofft auf möglichst wenig Regen, damit die Strecke abtrocknen kann.
Ende 2010 haben die Bauarbeiten begonnen. Zuvor lag das Gelände etwa 18 Jahre lang brach, nachdem das ehemalige Gut Schorlemmer abgebrannt war. Im Gegensatz zur SPD-Fraktion wollte die CDU Wickede das Areal gerne für die Industrie nutzbar machen, da sie Arbeitsplätze für wichtiger hielt. „Aber dadurch, dass auf dem Gelände denkmalgeschützte Bäume wie etwa eine Rosskastanie stehen, fand sich kein Interessent“, erklärt Bitter.
Nach der Entscheidung, eine Montainbike-Strecke zu bauen, mussten erst einmal die Bäume ausgemessen werden, wie Bitter erklärt. Rat und Gremien musten zustimmen. Schwierig war es auch, genügend Erde zu bekommen. „Es kann auch bis zu einem Jahr dauern, bis sie sich richtig gesetzt hat“, so Peter Regener, Fachreferent für Fun- und Trendsport.
Die Bauarbeiten mussten öfters unterbrochen werden. „Einen Kettenbagger mussten wir abziehen, weil die Gefahr bestand, dass er versinken könnte“, erklärt Bitter. „Das Wasser muss erst abfließen.“ Die Erfahrung von anderen Projekten kommt ihnen hier zugute. „Auf der Mountainbike-Strecke in Hombruch konnten wir beim Bau testen, dass sich Erdsorten mit Kalk-überschuss besonders eignen“, sagt Regener.
Gesponsert wird die Strecke am Fränkischen Friedhof von der ortsansässigen Firma Stricker, die Bagger und anderes Baugerät zur Verfügung stellt. Auch Jugendliche sind in den Bau mit einbezogen. „Sie kommen immer mal wieder vorbei und helfen uns“, beschreibt Jörg Bitter. „Vor allem Fachkenntnisse steuern sie bei, indem sie darauf achten, dass die Feinheiten an den Rampen stimmen.“ Unter anderem hat auch die Bezirksvertretung Brackel Mittel für Mountainbikes zur Verfügung gestellt.
Die Mauer des ehemaligen Gut Schorlemmer gegenüber des Pappelstadions haben so genannte Ein-Euro-Jobber mit Natursteinen wieder hergerichtet. „Leider ist im Zuge dessen auch das ein oder andere Zaunelement von Unbekannten gestohlen worden“, bedauert Regener.
Geplant ist auch ein Unterstand. Dieser soll von Schülern der Hauptschule Wickede mit Unterstützung eines Technikers errichtet werden. Bitter und Regener hoffen, dass das Areal nicht mehr als wilde Müllkippe verwendet wird. Bisher war das leider so.
Die Strecke wird für jedermann nutzbar sein, und soll möglichst vielen zugute kommen. Auch für die Vielfalt der Tierwelt wird die Anlage gut sein. „Greifvögel wie der Turmfalke oder der Bussard werden sich hier einfinden, da sich hier öfters Mäuse tummeln werden“, sagt Regener.
Die Strecke ist für viele Jahre angelegt, die einzelnen Hindernisse nicht, wie Regener inzwischen gelernt hat. „Ich dachte, wir legen diese für die Ewigkeit an. Dabei ist es so, dass die Jugendlichen die Hindernisse ständig verändern, um neue Herausforderungen zu haben.“ (Text von Tobias Weskamp)

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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