Galopprennen in Wambel
Thunder Light lässt es in Wambel krachen

Thunder Light mit Marco Klein (li) und Tommaso Scardino (Foto Rühl)
  • Thunder Light mit Marco Klein (li) und Tommaso Scardino (Foto Rühl)
  • hochgeladen von Peter Mühlfeit

Die sechsjährige Stute Thunder Light hat am Sonntag auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel das sportliche Hauptereignis, einen mit 5.000 Euro dotierten Ausgleich III, gewonnen.

Insgesamt standen sechs stark besetzte Handicap-Leistungsprüfungen auf dem Programm. Der Sandbahn-Renntag fand wegen der Corona-Pandemie unter strengen Hygieneregeln und ohne Zuschauer statt.

Der Dortmunder Rennverein führte am Sonntag Covid19-Schnelltests bei allen männlichen Reitern durch - nach dem bekannt wurde, dass Jockey Michael Cadeddu in häusliche Quarantäne musste, weil seine Frau positiv getestet wurde. „Wir haben davon leider nur zufällig erfahren“, sagte der Präsident des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke. „Wir mussten reagieren und haben nach der Devise ‚better safe than sorry‘ alle männlichen Reiter, die in Mühlheim vor einer Woche mit Cadeddu aktiv waren, testen lassen.“ Entsprechende Testkits hatte der Rennverein vorrätig und er konnte auch kurzfristig Personal für die Tests zur Verfügung stellen. „Alle Ergebnisse waren negativ“, so Tiedtke.

„Auf Sand schwer zu schlagen“

Die Renntitel waren zum Teil berühmten Opernsängerinnen gewidmet. So siegte die von Marco Klein in Mannheim vorbereite Thunder Light im Tatiana Troyanos-Rennen, benannt nach der 1993 verstorbenen US-amerikanischen Mezzosopran-Sängerin. Thunder Light im Besitz des Stalls Perfect Smile gewann leicht mit eineinhalb Längen vor dem Dortmunder Bahnspezialisten Town Charter. Dritter wurde No Waltz.

Im Sattel der 3,4:1-Favoritin saß Tommaso Scardino, der Stalljockey von Klein, der insgesamt vier der 13 Starter stellte und sich mit Kitaneso auch noch das vierte Platz holte. „Auf Sand ist sie schwer zu schlagen“, sagte Scardino. „Sie ist mein Lieblingspferd.“ Es war bereits der vierte Erfolg für Thunder Light in diesem Jahr.

Das Team Klein / Scardino schlug auch im Elisabeth Schwarzkopf-Rennen, einem Ausgleich IV über 2.500m, zu und gewann mit dem vierjährigen Bergadler (3,2:1) überlegen vor Always Music. Es war beim 21. Start der erste Erfolg für Bergadler. „Er ist ein Galoppierer, der immer weitermarschiert“, lobte Scardino den Hengst im Besitz von Maren Mai.

Sandbahn-Comeback für William Mongil

Ein erfolgreiches Comeback auf der Sandbahn gab der inzwischen 51-jährige William Mongil, der schon mehr als 1.600 Siege als Jockey eingefahren hatte, dann Trainer wurde und nun wieder reitet. In Wambel war er letztmals vor 14 Jahren aktiv. Am Sonntag siegte er nun zum Auftakt des Renntags im Ausgleich IV über 1.950m mit Near Dam (2,9:1) für den Dortmunder Ehrenpräsidenten Hans-Hugo Miesbach (Gestüt Wittekindshof). „Willam hat ihr vorne alles gut eingeteilt“, sagte Siegtrainer Peter Schiergen. „Wir sind froh, dass sie jetzt ihren ersten Sieg geschafft hat, das war das Ziel für ihre weitere Laufbahn als Zuchtstute.“

Der irische Nachwuchsreiter Sean Byrne landete mit dem vierjährigen Latino (3,9:1) für Trainer Ralf Rohne einen Sieg im Ausgleich IV über 1.200m. Mit viel Speed holte sich der von Elfi Schnakenberg vorbereitete sechsjährige Zenith in einem weiteren Ausgleich IV über 1.950m seinen fünften Erfolg in diesem Jahr. Mirko Sanna steuerte den 1,7:1-Favoriten zum Erfolg.  Im Preis der Viererwette, ebenfalls über 1.950m, gab es ein knappes Ende. Es siegte der von Elisabeth Storp trainierte Second Sight mit Miguel Lopez (16,3:1) vor Why’s Wyoming. Deutlich dahinter komplettierten Anna Adventure und Power Bullet die Viererwette

Alle Ergebnisse finden Sie hier

Der nächste Renntag ist am kommenden Sonntag (20. Dezember)

Autor:

Peter Mühlfeit aus Dortmund-Ost

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