2015 wird in Husen-Kurl auf neuem Platz gekickt

Gespannt hörten sich die Besucher der Einwohnerversammlung an, was über den neuen Sportplatz Husen und Kurl beschlossen wurde.
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Der SC Husen-Kurl hat Grund zur Freude: 2014 soll der Bau des neuen Sportplatzes an der Kurler Straße beginnen, wie auf einer Einwohnerversammlung in der Hauptschule Husen von der Bezirksvertretung Scharnhorst versichert wurde.

Der alte Sportplatz an der Husener Eichwaldstraße ist in seiner Nutzung stark eingeschränkt. Da er mitten im Ort liegt, ist er von Wohnbauten umgeben. Die Anlieger hatten gegen die aus ihrer Sicht zu starke Geräuschkulisse geklagt und Recht bekommen. Der SC Husen-Kurl befürchtet eventuelle Einbußen beim Nachwuchs, so Andreas Edelstein, der Vorsitzende des SC Hu­sen-Kurl. Schallschutzwände wären zwar eine Möglichkeit, müssten aber über zehn Meter hoch sein, was durch die Wohnbebauung nicht durchführbar ist. Kein Problem gibt es dagegen für den Schulsport, der weiter auf dem Sportplatz stattfinden kann.
Die Einschränkungen bestehen seit 2008, seit 2009 wird nach einer Alternative gesucht. Insgesamt wurden sechs mögliche Standorte geprüft, etwa an der Geveler Straße, der Wickeder Straße oder auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Kurl. Die meisten von ihnen fielen aber aus, weil die Stadt nicht Eigentümer der Grundstücke ist, die Flächen für Betriebe gedacht sind oder Altlasten vorhanden sind. Der alte Sportplatz an der Werimboldstraße war auch im Gespräch, schied aber aus, da er nicht mehr tauglich ist.
Vorgesehen ist ein neuer Sportplatz westlich der Kurler Straße. „Der Standort ist gut erschlossen, hat 200 Meter Abstand zu Wohnbauten und ist ein städtisches Grundstück“, beschreibt Thomas Rohr vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. Vorgesehen sind ein Haupt- und Nebenspielfeld mit Kunstrasen, Umkleidemöglichkeiten und ein Parkplatz. Das weitere Vorgehen: Der Plan zur Bebauung liegt bis 9. Oktober aus. Ein Entwurf ist für Mitte 2013 vorgesehen. 2014 soll mit dem Bau begonnen werden, der ein Jahr später abgeschlossen sein soll. 2015 können die Fußballer von SC Husen-Kurl wohl das erste Mal auflaufen.
Der geplante Standort an der Kurler Straße findet aber nicht nur Zustimmung. Ein 80-Jähriger etwa fragte, ob die zwei bestehenden Fußballplätze nicht ausreichen würden. Stadtrat Wilhelm Steitz entgegnete, dass ein neuer Platz nötig sei, da auf den anderen zu wenig Platz für die Mitglieder des SC Husen-Kurl sei. Eine Anwohnerin fragte, warum die Anwohner des bisherigen Sportplatzes klagen konnten, obwohl sie hingezogen seien, als der Platz schon da war. „Das Verwaltungsgericht hat den Klagen der Anwohner stattgegeben, da das geltende Recht auf ihrer Seite ist“, erklärte Wilhelm Steitz. Auch wegen der Gasleitung, die unter dem Gelände des geplanten Platzes verläuft, und landwirtschaftlichen Flächen, die bebaut würden, wurden Bedenken angemeldet. Die Gasleitung soll aber tief genug verlaufen, und für den Bauern ist eine Ausgleichsfläche geplant.
Auch eine mögliche Klage gegen die Bebauung, die Andreas Edelstein befürchtet, soll kein großes Hindernis sein. „Das Verfahren würde zwar zwei bis drei Jahre dauern. Mit dem Bau könnten wir aber trotzdem schon beginnen. Wir sind uns aber sicher, dass rechtlich alles in Ordnung ist, beruhigte Ludger Wilde vom Planungs- und Bauordnungsamt.

In der Bezirksverwaltungsstelle Scharnhorst, Gleiwitzstraße 277, liegen die Pläne für den geplanten Sportplatz aus. Bis zum 9. Oktober können sie beim Stadtplanungs- und Bauordnungsamt eingesehen werden, ebenso unter dev.stadtplanungsamt.dortmund.de.

Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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