Fahrt ohne Führerschein unter Drogen und Alkohol endet mit Crash am Borsigplatz

Gleich mehrere unkluge Entscheidungen hat ein 23-jähriger Dortmunder am Dienstagabend (9.8.) getroffen. Die Konsequenz: ein Verkehrsunfall, der für ihn nicht ohne Folgen bleiben wird.

Unter Alkohol- und Drogen-Einfluss, zudem ohne Fahrerlaubnis, war der junge Mann ins Auto gestiegen. Vor einer roten Ampel Im Spähenfelde am Rande der Oststadt fuhr er beim Zurücksetzen auf den hinter ihm stehenden Wagen eines 19-jährigen Dortmunders auf. Ohne sich um den Austausch der Personalien oder die Begleichung des Schadens zu kümmern, fuhr der Mann einfach weiter. Sehr schnell. So meinten der 19-Jährige und ein weiterer Zeuge, die versuchten, ihm in ihren Autos zu folgen.

Gestoppt wurde die Fahrt des 23-Jährigen schließlich auf dem Borsigplatz. Bei der Einfahrt von der Brackeler Straße aus schoss der Fahrer Zeugenaussagen zufolge geradeaus auf die Verkehrsinsel und prallte dort mit dem Fahrzeug gegen zwei Bäume. Der 19-Jährige, der ihm bis dort mit einigem Abstand gefolgt war, verlor bei der Einfahrt in den Kreisverkehr ebenfalls die Kontrolle über sein Auto. Er kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum, blieb aber er unverletzt. Und konnte noch einen Mann beobachten, der aus dem vor ihm verunfallten Auto ausstieg und über die Brackeler Straße stadtauswärts davon lief.

Polizisten trafen kurze Zeit später an der Einmündung Werkmeisterstraße/Im Spähenfelde auf einen Mann, zu dem die Zeugenbeschreibungen zum Unfallverursacher passten. Verschwitzt und mit einer Wunde am Arm wurde er den Beamten gegenüber auch sofort kleinlaut. Er habe Mist gebaut, gab er in seinen ersten Aussagen zu. Er habe Alkohol getrunken und Drogen genommen. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholvortest ergab einen Wert von knapp unter einem Promille. Zudem wurde eine Blutprobe angeordnet, um zu prüfen, ob der Mann unter Einfluss weiterer Rauschmittel stand. Weiterhin fanden die Beamten heraus, dass der Dortmunder offenbar auch nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Ein Rettungswagen brachte ihn anschließend aufgrund seiner leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Im Anschluss an den dortigen Besuch erwarten den 23-Jährigen unangenehme Fragen - und ein Strafverfahren.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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