Tierschutzpartei ruft zur Unterstützung auf
Eichhörnchen finden aktuell nur wenig Futter

Wer erfreut sich nicht im heimischen Garten oder Parkanlagen daran, den flinken Nagetieren mit buschigem Schwanz und netten Ohrpuscheln dabei zuzusehen, wie sie Bäume hochflitzen oder Nüsse für den Winter verstecken. Das Jahr 2020 war ein sogenanntes Buchenmastjahr, was wohl dazu geführt hat, dass es in manchen Regionen aktuell sehr hohe Bestände an putzigen Eichhörnchen leben bzw. im letzten Jahr geboren wurden.

Jedoch macht der aktuelle Klimawandel auch vor den heimischen Wildtieren nicht halt. Dieser hat zur Folge, dass es Jahr für Jahr immer weniger regnet und die Bäume nicht genug Wasser bekommen, was den Grundwasserspiegel an vielen Stellen bereits bedenklich gesenkt hat. Die Konsequenz dieser Ereignisse ist es, dass zahlreiche Bäume und Sträucher nicht so viel produzieren, wie es sonst üblich wäre. Dies trifft vor allem die Eichhörnchen, die gerade jetzt ihre kargen Wintervorräte nutzen und so im schlimmsten Fall in großer Zahl den Hungertod erleiden werden.

Laut der Eichhörnchen-Expertin Tine Meier sind die beliebten Nagetiere wahre Nuss-Experten und können sogar feststellen, ob diese innen hohl sind: „Bevor sie eine Nuss mitnehmen und verstecken drehen sie diese immer erst mal in den Pfötchen (eine Art Gewichtscheck) und dann riechen sie daran (Riechtest)“. Zudem gibt die Autorin des Buches „Leben mit Eichhörnchen in der Stadt“ noch einen Tipp, wie man sogar beim Anlegen von Futterverstecken unterstützen kann: „Im Herbst nicht alles Laub mit Laubbläsern entfernen, denn Eichhörnchen verstecken unter dem Laub einen Teil ihres Wintervorrats, der damit zunichte gemacht wird. Auch spezielle Futterboxen, deren Deckel sie mit dem Kopf anheben und Wasserstellen können überall helfen“ so Meier.

Grund genug für den Dortmunder Kreisverband der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) zur Unterstützung der Eichhörnchen aufzurufen. Sebastian Everding gibt hier konkrete Tipps: „Alle Tierfreund*innen können mit einfachen Mitteln helfen und im eigenen Garten oder öffentlichen Grünflächen Futter zur Verfügung stellen – Dafür sind Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Bucheckern und Baumhasel besonders geeignet. Nüsse ohne Schale können auch schwächeren Tieren helfen sich zu bedienen.“ Aber es lauern auch Gefahren: „Mandeln sind komplett zu vermeiden, da auch Süßmandeln vereinzelt Bittermandeln enthalten, die beim Verdauungsprozess hochgiftige Blausäure freisetzen. Ungeeignet sind zudem auch Erdnüsse, denn sie gehören zu den Hülsenfrüchten, die bei Hörnchen Bauchweh erzeugen können“.

Autor:

Sebastian Everding aus Dortmund-Süd

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