Jugendarbeit
Rampe II soll in Hörde an den Start

Anfang des Jahres ereignete sich im Parkhaus am Hörder Bahnhof ein tragisches Unglück. Ein 15-jähriges Mädchen wurde dort nach einem Streit von einer etwa Gleichaltrigen erstochen. Nach der Tat bildete sich in Hörde ein runder Tisch, der erste Maßnahmen beschloss.

So waren nicht nur Mitarbeiter des Jugendamtes nach der Tat am Bahnhof vor Ort, um den geschockten Jugendlichen Gesprächsangebote zu machen und sie mit warmen Getränken zu versorgen, auch die Gedenkfeier am 2. März wurde vom Jugendamt begleitet. Der Runde Tisch in Hörde beschloss darüber hinaus die Wiederaufnahme des aufsuchenden Projekts „Rampe II“.

Das erste Rampe-Projekt gab es in Hörde von 2012 bis 2014. Es wurde unter anderem wegen der auslaufenden Projektmittel zum Ende 2014 eingestellt. Jetzt wird es mit der „Rampe II“ wieder aufgenommen. Dazu Jugendezernentin Daniela Schneckenburger im März: „Wir haben die Angebote des Jugendamtes in Hörde auf den Prüfstand gestellt und werden diese auch weiterhin reflektieren. Die „Rampe“ führt zunächst die unterschiedlichen Akteure in Hörde wieder zusammen.“

Zukünftig sollen mindestens zwei neu eingestellte Sozialarbeiter der „Rampe II“ die Jugendlichen an ihren Treffpunkten in Hörde aufsuchen. Sie machen niederschwellige Freizeit-, Bewegungs- und Beratungsangebote. Verschiedene Kooperationspartner in Hörde werden am Projekt mitwirken. „Die nächsten drei Jahre lang und darüber hinaus“ soll das Projekt laufen, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Die Kosten betragen rund 200.000 Euro im Jahr, das war der Stand der Dinge im Frühjahr.

Nun haben sich mit der AWO und der DJK Sportverband zwei Träger für das Projekt gefunden und vertraglich verpflichtet, gegenwärtig wird das Konzept für die neue aufsuchende Jugendarbeit entwickelt. Die Träger sind schon in die Arbeit des Jugendamtes eingebunden und sollen ihre Arbeit in Kürze aufnehmen. Durch AWO und DJK werden 2,5 Stellen besetzt, Kooperationen mit schon bestehenden Angeboten sind von Seiten des Jugendamtes erwünscht und vorausgesetzt.

Hintergrund:

Der Stadtteil Hörde und die Gegend um den Bahnhof und den Phoenix-See ist offenbar für Jugendliche aus ganz Dortmund attraktiv. Im leicht erreichbaren Hörde ist das Parkdeck am Bahnhof ein unwirtlicher Ort, der sowohl Jugendliche zum „Abhängen“ als auch Dealer anzieht, die sie dort mit „weichen Drogen“ versorgen. Laut Polizeistatistik ist die Jugendkriminalität in Dortmund und auch in Hörde jedoch seit Jahren rückläufig.

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