Hombruch
"Uran" schreckt Anwohner auf: BI "Rettet das Lennhof Biotop" legt neues Bodengutachten vor

Ländlich idyllisch präsentiert sich das Baugebiet Am Lennhof, wo der Investor rund 90 Wohneinheiten bauen will.
  • Ländlich idyllisch präsentiert sich das Baugebiet Am Lennhof, wo der Investor rund 90 Wohneinheiten bauen will.
  • Foto: Archiv/Klinke
  • hochgeladen von Holger Schmälzger

Nicht nur durch Strahlung, sondern auch durch giftige Eigenschaften sei Uran gefährlich, besagt das Gutachten, das die Bürgerinitiative "Rettet das Lennhof Biotop" bei einem Stuttgarter Büro für Bodenanalysen in Auftrag gegeben hatte. Uran befindet sich demnach im Boden.

von Anne Buerbaum

Mängel hätte das Bodengutachten des Investors aufgewiesen, weshalb die Bürgerinitiative gegen die Bebauung selbst eins in Auftrag gegeben hatte. Das erschreckende Ergebnis legte sie jetzt Politik und Verwaltung vor. Überdurchschnittlich sei die Belastung durch Nickel mit 51,4 mg/kg, im unauffälligen Bereich seien Zink, Kupfer, Blei, Cadmium, Chrom, Quecksilber, Arsen, Antimon und Thallium. Besorgniserregend seien aber die Uran-Werte, die das Gutachten mit 6,96 mg/kg ausweist.

Sollte sich das Vorkommen so bestätigen, wäre das dramatisch, sagt Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Derzeit würden die Analyseergebnisse an Ämter und Politik verteilt. "Ich habe großes Vertrauen zu unserem Umweltamt", sagt Semmler und erwartet gründliche Überprüfung. Eine kurzfristige Bebauung kann er sich hier nicht vorstellen. Natürlich hätten die neuen Werte zunächst aufschiebende Wirkung.

"Situation im Baugebiet ist kritisch"

 
Durch das vorgesehene Auskoffern bis zu einer Tiefe von einem Meter bestehe die Gefahr der Kontaminierung des Rüpingbaches, seiner Uferregion und der umliegenden Grundstücke. Eine Ausschwemmung des Urans führe zu einer umwelttechnischen Katastrophe, zitiert Markus Reck für die Initiative das Gutachten. Bei weiteren Untersuchungen sei Vorsicht angebracht. "Die Situation im Baugebiet ist in unseren Augen kritisch".

Deshalb werden als Vorsichtsmaßnahmen intensive Altlastenuntersuchungen im gesamten Baugebiet unter Begleitung von Experten der Naturschutzverbände gefordert, die Gefahren sollten durch ein Gutachten eingeschätzt werden und weitere bodenerkundende Maßnahmen sollten gestoppt werden, um Ausschwemmen von Gift zu verhindern.

Das Areal sei nicht für eine Bebauung geeignet, betont die Initiative. Und von umfassenden Untersuchungen geht Bezirksbürgermeister Hans Semmler aus.

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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