Dienstag fahren keine Busse und Bahnen bei DSW 21 - ver.di ruft im öffentlichen Dienst zum Warnstreik auf

Streik: Für die Fahrgäste in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien am Dienstag (20.3.) nicht rollen werden.
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Der Warnstreik setzt den Nahverkehr am Dienstag still: Die Dortmunder Fahrgäste von DSW21 sind betroffen. 

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst wurde DSW21 darüber informiert, dass seitens der Gewerkschaft ver.di für Dienstag, den 20. März 2018, ein ganztägiger Warnstreik vorgesehen ist.

Alle Stadtbahn- und Buslinien betroffen

Für die Fahrgäste in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien am Dienstag, dem 20. März (ab Betriebsbeginn, ca. 3.30 Uhr) bis voraussichtlich Mittwoch, dem 21. März (ca. 1.30 Uhr), nicht rollen werden.

Damit sind auch die NachtExpress-Linien von DSW21 betroffen, die normalerweise in den Nächten vom zentralen Ausgangspunkt »Reinoldikirche« um 0.15 Uhr oder 0.45 Uhr sternförmig in alle Stadtteile starten. In gleicher Weise werden die von DSW21 in den Nachbargemeinden Castrop-Rauxel (480, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25) betriebenen Buslinien betroffen sein.

Kundencenter bleiben geschlossen

Die KundenCenter »Petrikirche«, »Hörde Bahnhof« und »Castrop Betriebshof« bleiben am 20. März ganztägig geschlossen. Die Hauptverwaltung Deggingstraße ist aufgrund des Warnstreiks nur mit im Notdienst arbeitenden Mitarbeitern besetzt.

Die Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien im DSW21-Verkehrsgebiet sind vom Streik nicht betroffen.

Informationen finden Sie auch auf www.bus-und-bahn.de (bub.mobi).

Wieder kein Arbeitgeberangebot in der Tarifrunde 

"Keine Argumente, keine Bewegung und kein Angebot" – das ist das knappe Fazit von ver.di zur zweiten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen in Potsdam. „Die Wirtschaft brummt und die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand sprudeln wie noch nie“, sagt Michael Bürger, Geschäftsführer vom ver.di Bezirk Westfalen, “und dennoch sind die Arbeitgeber nicht bereit, ernsthaft über unsere Forderungen zu reden. Eine Anerkennung der guten Arbeit, die die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes an 365 Tagen rund um die Uhr leisten, sieht anders aus.“.

ver.di fordert 6 Prozent mehr 

ver.di fordert für die rund 2 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Anhebung der Entgelte um 6 %, mindestens aber um 200 Euro monatlich, eine Erhöhung der monatlichen Auszubildendenvergütungen um 100 Euro sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden.
„Wir werden jetzt Druck machen, damit die Arbeitgeber sich bewegen“, sagt Michael Bürger, „und rufen am 20. März zu einem ganztägigen Warnstreik auf.“

Auch Kita-Beschäftigte und Stadtverwaltung zum Streik aufgerufen

Aufgerufen sind in Dortmund die Beschäftigten der Stadtverwaltung einschließlich der Kindertagesstätten und des Theaters, die Beschäftigten der Sparkasse, der EDG, der DSW21, der DEW21, der DONETZ, der Wasserwerke Westfalen, der Westfälischen Wasser- und Umweltanalytik, der Städt. Seniorenheime, des Klinikums Dortmund, des Klinikums Westfalen, der LWL-Kliniken, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters sowie die Beschäftigten des Berufsförderungswerkes, der BAuA und des Studierendenwerks.In Castrop-Rauxel gilt der Warnstreikaufruf für die Beschäftigten der Stadtverwaltung und der EUV, die sich an den Aktionen in Dortmund beteiligen werden.

Dienstag demonstrieren Streikende in Dortmund

In drei Demonstrationszügen werden die Streikenden am Dienstag in Dortmund Richtung Friedensplatz ziehen. Bei der EDG/Sunderweg beginnt die Demo um 9.30 Uhr, bei der DEW21/Günter-Samtlebe-Platz um 9.45 Uhr und beim Klinikum an der Beurhausstraße um 10:40 Uhr. Unterwegs werden am CineStar und am Katharinentor weitere streikende Beschäftigte dazu stoßen. Die gemeinsame Abschlusskundgebung beginnt um 11.30 Uhr auf dem Friedensplatz.

Auch über kostenloses Nahverkehrsticket verhandeln

Ver.di fordert für die mehr als 15.000 Beschäftigten in Dortmund und die bundesweit rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes auch die Erhöhung der Entgelte für Auszubildende und Praktikanten um 100 Euro monatlich, eine 12-monatige Laufzeit, die Tarifierung der Arbeitsbedingungen der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse, die Wiederinkraftsetzung der Regelungen zur Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung sowie die Anhebung des Nachtarbeitszuschlags in Krankenhäusern auf 20 Prozent.
Ferner richten sich die ver.di Erwartungen unter anderem an die Aufnahme von Verhandlungen an ein kostenloses Nahverkehrstickt oder auch die Verlängerung der Regelungen zur Altersteilzeit.

„Preisverleihung für die Stars des öffentlichen Dienstes“

Beschäftigte, die Menschen in extremen Lebenssituationen unterstützen, weil sie krank sind, Beschäftigte, die sich um die Sauberkeit und Sicherheit der Stadt kümmern, weil sie Müll und giftige Stoffe entsorgen, oder auch diejenigen deren Hauptarbeit unter der Erde stattfindet, weil sie dort für ein leistungsfähiges und sicheres Kanalnetz sorgen, diejenigen, die immer für andere da sind, um Leben zu retten und dabei immer häufiger selber Opfer von Pöbeleien und Angriffen werden, sind von der Gewerkschaft ver.di geehrt worden. Vergeben wurden die Preise in den Kategorien Gesundheit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Rücksicht, Rettung, Zukunft und Selbstvertrauen.
Die Preise hat ver.di konkret benannten Personen stellvertretend für alle herausragenden Leistungen der jeweiligen Berufsgruppe des öffentlichen Dienstes verliehen. „Mit dem Preis zeigen wir unsere Wertschätzung für die Menschen, die sich jeden Tag für Dortmunder einsetzen“, so der Geschäftsführer des ver.di Bezirkes Westfalen, Michael Bürger in seiner Laudatio. 

Streik: Für die Fahrgäste in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien am Dienstag (20.3.) nicht rollen werden.
Den "Stars des öffentlichen Dienstes“ verlieh ver.di eine Auszeichnung. Hier stellvertretend: Marvin Schlüter, Klinikum Dortmund, Angela Neugebauer Ordnungsamt mit  Clemens Elsner, Moderator ver.di, Patrick Meyer, Erzieher Fabido, Michael Bürger ver.di, Jörg Kowalski, Kraftfahrer EDG, André Hengstermann, Rettungsassistent Feuerwehr, Rita Adler, Hauswirtschaftskraft Fabido, Martin Steinmetz, ver.di unten André Sierau, Fachkraft

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