Westfalen-Lippe
Fehlzeiten-Bilanz nach einem Corona-Jahr - Erziehungs- und Gesundheitsberufe am stärksten betroffen

Insgesamt 1.589 Patienten wurden mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose in einem Krankenhaus in Westfalen-Lippe behandelt und häufig auch beatmet.
  • Insgesamt 1.589 Patienten wurden mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose in einem Krankenhaus in Westfalen-Lippe behandelt und häufig auch beatmet.
  • Foto: AOK/hfr.
  • hochgeladen von Holger Schmälzger

Die AOK NORDWEST zieht Bilanz nach einem Jahr Corona. Mehr als 23.500 Beschäftigte wurden wegen Covid-19 krankgeschrieben. Fast 1.600 Erkrankte stationär behandelt.

In Westfalen-Lippe wurden zwischen März 2020 und Februar 2021 insgesamt 23.538 AOK-versicherte Beschäftigte von einem Arzt im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose krankgeschrieben. Das ergab eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST nach zwölf Monaten Corona-Pandemie.

Die AOK-Ergebnisse belegen außerdem, dass Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern, Medizinische Fachangestellte und Berufe in der Altenpflege am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen waren. „Die Ergebnisse bestätigen erneut unsere bisherigen Analysen. Danach waren vor allem Beschäftigte aus Berufen mit vielen Kontakten zu anderen Menschen im Pandemiejahr stärker von Covid-19 betroffen als andere Berufsgruppen. Die Entscheidung der Politik, diesen Berufsgruppen auch prioritär ein Impfangebot zu unterbreiten, erscheint somit nachvollziehbar“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Entwicklung der Fehlzeiten

Zwischen März 2020 und Februar 2021 wurden insgesamt 1.589 Patienten mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose im Krankenhaus behandelt, 35 Patienten (2,2 Prozent) sind in der Klinik verstorben. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen betrug 53 Jahre. Bei mehr als der Hälfte der von Covid-19 betroffenen Beschäftigten (50,7 Prozent) wurde der gesicherte Nachweis der Infektion auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dokumentiert. Bei den übrigen Fällen wurde SARS-CoV-2 als Verdachtsfall dokumentiert.

Die Entwicklung der Fehlzeiten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege sowie psychischen Erkrankungen im zwölfmonatigen Pandemiezeitraum von März 2020 bis Februar 2021 zeigt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (März 2019 bis Februar 2020) einen Rückgang der Arbeitsunfähigkeitsfälle. Die größte Differenz ergab sich bei den Atemwegserkrankungen.

Angst vor Ansteckung

„Wir vermuten, dass viele Beschäftigte aus Angst vor Ansteckung auf einen Arztbesuch verzichtet haben. Außerdem kann bei den Atemwegserkrankungen angenommen werden, dass die Abstands- und Hygieneregeln zu einer Abnahme der Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen geführt haben“, so Ackermann.

Mehr Ratgeberbeiträge auch auf unserer Themenseite: Gesundheit in Dortmund

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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