Untersuchungen J1 und J2
Gesundheits-Check für Jugendliche: Jugenduntersuchungen zu wenig genutzt

Die Jugenduntersuchungen in Westfalen-Lippe werden nach wie vor viel zu wenig genutzt.
  • Die Jugenduntersuchungen in Westfalen-Lippe werden nach wie vor viel zu wenig genutzt.
  • Foto: AOK/hfr.
  • hochgeladen von Holger Schmälzger

Nur etwa jeder vierte Teenager in Westfalen-Lippe geht zu den Jugenduntersuchungen J1 und J2. Das geht aus einer aktuellen Auswertung hervor. Danach nutzten im vergangenen Jahr nur 28,3 Prozent der AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren die medizinischen Checks, die von der AOK NORDWEST für ihre Versicherten kostenfrei angeboten werden.

„Im Vergleich zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder werden die Jugenduntersuchungen deutlich weniger genutzt. Dabei sind Gesundheitsangebote im Jugendalter für eine gesunde Entwicklung besonders wichtig und sollten unbedingt wahrgenommen werden“, sagt AOK-Chef Tom Ackermann. Bei der J 1 für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren werden Größe, Gewicht und der Impfstatus sowie Blut und Harn überprüft. Außerdem klärt der Arzt die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab.

Pubertät und Sexualität

Die Jugenduntersuchung J2 zielt auch auf das Erkennen von Pubertäts- und Sexualitätsproblemen, Haltungsstörungen und Diabetes-Risiko ab. Die Untersuchung wird von der AOK NORDWEST als besondere Mehrleistung für ihre Versicherten im Alter zwischen 16 und 17 Jahren bezahlt. Zu den Terminen sollten elektronische Gesundheitskarte und Impfpass mitgebracht werden.

Mehr Ratgeberbeiträge auch auf unserer Themenseite: Gesundheit in Dortmund

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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