Volkskrankheit Burnout. Das Generationen-Center Hörde klärt auf und hilft

Der Akku ist leer, man fühlt sich ausgebrannt: Burnout.
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  • Der Akku ist leer, man fühlt sich ausgebrannt: Burnout.
  • Foto: Gerd Altmann/pixelio.de
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Ausgebrannt, erschöpft, am Ende. Immer mehr Menschen leiden an Burnout. Treffen kann es jeden. Allein in Dortmund hat sich in den letzten zehn Jahren die Zahl der Erkrankungen laut Techniker-Krankenkasse (TK) verdoppelt. „Da rollt eine neue Welle auf uns zu“, sagt Sebastian Keßeler von der TK Dortmund. Was aber ist ein Burnout? Wie kann ich ihn erkennen? Was kann ich dagegen tun? Das Generationen-Center in Hörde klärt auf und hilft: Mit einem großen Themenwochenende am Freitag und Samstag, 24. und 25. Februar, wo Experten Antworten geben.

"Keine Modekrankheit"

„Es ist keine Modekrankheit und schon gar kein neuer Begriff“, sagt Uwe Walter, Vorsitzender des Generationen-Centers Hörde. Schon seit den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts sei die Krankheit bekannt. Und Walter überrascht mit schockierenden Zahlen: Allein 2010 habe es in Deutschland 1,8 Millionen Krankheitstage wegen Burnout gegeben.

Energieverlust, Müdigkeit, Angstzustände

Heißt: Wegen psychischer Erkrankungen. Denn Burnout als Diagnose gebe es medizinisch nicht. Der Begriff „Überlastungsdepression“ beschreibe die Krankheit gut. Es sind Angstzustände, Energieverlust, man fühlt sich müde, denkt im Kreis, kommt nicht mehr weiter, ist schon morgens, wenn man aufwacht, ganz kaputt.

Vor allem Hausfrauen betroffen

Anzeichen gibt es viele. Bis zur ernsthaften Erkrankung ist es ein schleichender Prozess. Jeder Zweite Bundesbürger klagt laut einer Forsa-Umfrage, die die Techniker Krankenkasse (TK) 2011 in Auftrag gegeben hat, über Überlastung durch den Job. „Insbesondere die Altersgruppe zwischen 40 und 50“, sagt Sebastian Keßeler von der TK Dortmund. Betroffen seien vor allem Hausfrauen, die Kinder groß ziehen und gleichzeitig ihre Angehörigen pflegen. „Viele fühlen sich durch die Doppelbelastung völlig ausgebrannt“, weiß Keßeler.

"Wir kommen nicht zur Ruhe"

„Es betrifft aber nicht nur den Job, sondern auch die Freizeit“, sagt Keßeler. Abends noch schnell die Firmen-E-Mails checken, kurz in Facebook reingucken. „Wir kommen nicht mehr zur Ruhe.“

Thema wird vor Ort angepackt

Um das Thema vor Ort anzupacken, lädt das Generationen-Center am Freitag und Samstag, 24. und 25. Februar, zu einem großen Themenwochenende ein. „Als Generationen-Center haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, uns um die Menschen zu kümmern“, sagt Uwe Walter. Und das Generationen-Center, in dem 45 Firmen organisiert sind, verfüge auch über das entsprechende Know-how.

„Jeder kann etwas mit nach Hause nehmen“

Hochkarätige und erfahrene Referenten und Übungsleiter informieren über Ursachen, Symptome, Möglichkeiten der Vorbeugung sowie Behandlungsmöglichkeiten. „Kein hochwissenschaftliches Programm, sondern eine Entdeckungsreise für Betroffene und ihre Arbeitgeber“, verspricht Gunda Zieger, Leiterin des Organisationsteams vom Senioren-Forum des Generationen-Centers. „Jeder kann etwas mit nach Hause nehmen.“

Das Programm

Bürgersaal, Hörder Bahnhofstraße

Freitag, 24. Februar 2012, 14.30 bis 20 Uhr

14.30 Uhr Come together

14.45 Uhr Begrüßung durch Veranstaltungsleiter Rechtsanwalt Detlef Möller-Wolf. Grußworte: Uwe Walter (GenerationenCenter Dortmund-Hörde eG), Sebastian Keßeler (Techniker Krankenkasse), Bezirksbürgermeister Manfred Renno

15.30 Uhr Was ist Burnout - wie kommt es zum Burnout? Wodurch wird Stress zum Burnout? Typische Warnzeichen für ein beginnendes Burnout-Syndrom Wen kann es treffen? Individuelle - betriebliche - soziale Faktoren. Dipl.-Psychologin Silvia Mrohs-Mühl

16.30 Uhr Pause

16.45 Uhr Persönliche Stressoren erkennen und vermeiden. Mentale Stressbewältigung. Persönliche Stressverstärker erkennen und unterstützende Einstellungen für Drucksituationen entwickeln. Dipl.-Psychologin Silvia Mrohs-Mühl

17.45 Uhr Pause

18 Uhr Entspannungstechniken nach Jacobsen zum Mitmachen. Physiotherapeut Ulrich Weigel

19 Uhr Zumba zum Mitmachen. Physiotherapeutin Melanie Siegert

Generationen-Center, An der Schlanken Mathilde 3

Freitag, 24. Februar 2012, 15.30 bis 20 Uhr

15.30 Uhr Burnout - nachweisbar und behandelbar. Dr. Martin Landenberger, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

16.30 Uhr Pause

16.45 Uhr Burnout - Auswege oder Wege ins Aus. Die 12 Stufen des Burnout. Mittel und Wege, aus der Burnout-Falle auszubrechen und sich wieder in Balance zu bringen. Psychologin Sabrina Krauss

17.45 Uhr Pause

18 Uhr "Hilfe, ich kann nicht Nein sagen!" Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Wie sorge ich für mich selbst, damit ich Kraft für andere habe? Pflegedienstleitung Bettina Kraushaar

19 Uhr Bewusst das Leben genießen. Mit einer Lesung aus dem Buch "Dienstags bei Morris". Pflegedienstleitung Bettina Kraushaar

Bürgersaal, Hörder Bahnhofstraße

Samstag, 25. Februar 2012,11 bis 17 Uhr

11 Uhr Come together

11.30 Uhr Was kann ich tun, bevor nichts mehr geht? Persönliche und strukturelle Ausbrennfaktoren erkennen und den aktuellen Belastungsgrad bestimmen. Entdecken, was die Balance raubt und was sie stärkt. Arne Völkel, Pastor, Autor, Seminar- u. Übungsleiter mit Schwerpunkt Burnout-Prävention

12.30 Uhr Pause

12.45 Uhr Burnout-Prävention die neue Führungskompetenz? Warum es zum volkswirtschaftlichen k.o. führen kann, wenn wir nicht umdenken und unsere Mitarbeiter weiterhin nur als Umsatzbringer sehen. Welche Bedingungen begünstigen Burnout und was kann man im Unternehmen, aber auch für sich verändern, um die Burnout-Gefahr nachhaltig zu reduzieren? Alexandra Bruckschen, Vorsitzende des Landesverbandes für Burnout-Prophylaxe und -Prävention NRW und freiberuflicher Burnout-Coach aus Köln

13.45 Uhr Pause

14.30 Uhr Ist Burnout vielleicht doch nur die neue Komfortzone? Diskussionsrunde. Finden Sie eine Antwort auf die Frage, ob Burnout vielleicht doch nur ein Vorwand ist oder ob es eine ernst zu nehmende Erkrankung ist, die durch unsere 24-Stunden-Gesellschaft begünstigt wird. Mit Alexandra Bruckschen, Vorsitzende des Landesverbandes für Burnout-Prophylaxe und -Prävention NRW und freiberuflicher Burnout-Coach aus Köln

15.30 Uhr Pause

15.45 Uhr Gesprächsrunden
mit verschiedenen Gesprächspartnern
zu unterschiedlichen Aspekten des Burnout aus dem Themenforum

16.30 Uhr Ausklang
Verabschiedung durch Veranstaltungsleiter Rechtsanwalt Detlef Möller-Wolf

Generationen-Center, An der Schlanken Mathilde 3

Samstag, 25. Februar 2012, 11.30 bis 16.30 Uhr

11.30 Uhr Lebensmittel, die glücklich machen. Gesunde Ernährung stärkt Körper und Seele. Die Wirkung von Lebensmitteln auf unsere Stimmungslage. Dipl.-Oecotrophologin Stefanie Finke

12.30 Uhr Pause

12.45 Uhr Naturheilkundliche Ursachenforschung bei Erschöpfungszuständen. Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten aus der Naturheilkunde. Heilpraktikerin Beate Hoffmann und Heilpraktiker Thomas Schliwka

13.45 Uhr Pause

14.30 Uhr Ängste homöopathisch behandeln. Burnout, Erschöpfung, Überforderung und Ängste liegen oft eng beieinander. Welche Hilfen kann die Homöopathie hier anbieten? Heilpraktikerin Marianne Diel

15.30 Uhr Pause

15.45 Uhr "Taktgeber im Alltag". Strukturierte Zeitintervalle geben den Takt an. Begabungspädagogin Monika Richhardt

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

Das komplette Programm siehe pdf-Datei im Anhang. Oder unter www.generationencenter.de. Der Programmflyer liegt auch im Generationen-Center, An der Schlanken Mathilde 3, aus.

Begleitet wird die Veranstaltung von einer Literatur-Ausstellung zum Thema Burnout im Bürgersaal

Autor:

Peter J. Weigel aus Dortmund-Süd

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